In einem anderen
Blog bin ich gerade auf die Frage gestoßen,
was Freundschaft ausmacht. Und eigentlich ist das doch gar nicht so, als würde Freundschaft etwas ausmachen. Oder anders formuliert:
Freundschaft macht aus, dass sie nichts ausmacht.
Das sie einfach da ist, Menschen aus der Eben der "Zeiterscheinung" in die Ebene der Freunde hebt, eben weil sie da sind. Es ist das Selbstverständnis, mit dem sich Freunde begegnen, die gegenseitige Achtung, der Respekt und das Wissen, dass auch gänzlich gegensätzliche Meinungen vereinen können.
Auf die Weise teile ich mit meinen Freunden mein Leben, lasse sie Teil haben, ohne das sie aber zu einem Teil von mir werden. Es ist eher ergänzend.
Und das Witzige ist: Wenn eine Freundschaft zerbricht, stellt man fest, dass man in den meisten Fällen nicht sagen kann, was diese Freundschaft eigentlich so besonders, so herausragend gemacht hat. Abgesehen vielleicht von Plattheiten wie "wir konnten über alles reden"....
Denn das war eben, dass sie nicht aus dem Leben herausragt. Sondern dazugehört. Deswegen begreift man den wahren Verlust einer Freundschaft und damit die wahre Bedeutung einer Freundschaft auch erst, wenn sie vorbei ist. Und das ohne, dass dieses Begreifen greifbar wäre. Es ist mehr... ein diffuser Nebel.
Und daher macht eine Freundschaft aus, das sie ist. Ohne das sie etwas ausmachen müßte.
Oder?
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