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Sonntag, 18. September 2005

Frischfisch

Dieses Wochenende war gut. Der nötige Ausstieg aus allem, die nötige Distanz zu allem. Nette Gesichter, viel Spass, tolle Gespräche, interessante Persektiven.

Unter anderem auch ein lange überfälliger Besuch im Sealife-Aquarium im CentrO, das ein Geburtstagsgeschenk für sie war. Irgendwie hatten wir das bisher nicht hinbekommen. Aber jetzt. Ganz spontan.

Was zunächst aufällt ist der Eintritt: Saftige 12,50 Euro pro Person werden fällig, ermäßigt für Kinder, Studenten und andere immer noch 11,50 Euro. Also alles andere als ein billiger Spaß.

Was man dafür bekommt ist aber durchaus empfehlenswert und einen Besuch wert. Ob es jetzt so viel Geld wert ist, sei dahin gestellt, ich habe den Besuch genossen, dem Geld nachgeweint, es aber nicht wirklich bereut.

Die Aquarien sind nicht das, was ich erwartet hatte, sondern mit extrem viel Liebe zum Detail gestaltet und entsprechend den Lebensräumen ihrer Einwohner:



Oftmals oben offen und nur so hoch gebaut wie gerade nötig. Man scheint dem Besucher eine Menge Vertrauen entgegen zu bringen, zumal die Anzahl der Videokameras im Inneren erstaunlich niedrig ist - sofern sie nicht einfach nur zu gut vor mir verborgen waren

;-)

Der Besucher wird mit Dingen gelockt, die er in einem normalen Aquarium wohl nicht finden können wird. Dabei scheint es Nebensächlich, ob es sich um Farbspiele



oder Quallen hinter simulierten Uboot-Bullaugen handelt.



Besonders "süß" wirkt dabei das Becken mit den kleinen Baby-Rochen auf den Besucher (auf dem Foto kann man vielleicht erahnen, woher der Spitzname "Engelsgesicht" für die Unterseite der Rochen kommt):



Der Eindruck, etwas Besonderes zu sehen vertieft sich, wenn man dann nach wenigen Minuten vor einem riesigen Becken steht, in dem sich nicht zu kleine Exemplare Marke Ausgewachsen präsentieren:



Dort, wie an einigen weiteren Stellen warten übrigens gut geschulte und hoch motivierte Mitarbeiter (ist wirklich so!) darauf, dem Besucher mehr über die Tiere verraten zu können. Sei es in Vortragsform über Lautsprecher oder im Einzelgespräch. Man erfährt verblüffendes und hat die Tiere ohne nach oben abschließendes Glas direkt vor sich - zum Greifen nah.

Das wird übrigens peinlich genau beobachtet und sofort unterbunden. Fotografieren (ohne Blitz!) ist dagegen erlaubt. Finde ich beides voll okay.

Was nicht fehlen darf, sind die "Bösewichter", also Haie. Wobei sich das Sea Life aus Naturschutzgründen auf einige kleinere Haiarten beschränkt und auch diese nur vereinzelt anzutreffen sind. Anders als in anderen Aquarien scheinen sie aber nicht alleine, sondern zusammen mit ihrem "Futter" gehalten zu werden...



Naja, die Wirkung auf die kleineren Besucher, die Kids, wenn sie unterhalb des "Tiefseebeckens" stehen, brauche ich wohl nicht viel zu sagen, sie verfehlt jedenfalls ihr Ziel nicht:



Und wer mag und sich die Zeit nimmt, der kann auch die etwas besser versteckten Tiere noch finden:



Und wenn man mal Lust hat, sich selber wieder ein wenig hübscher zu fühlen, schaut man sich einfach die Fische an, die bei den meisten Besuchern wohl ein "ist der häßlich" hervorrufen dürften, allerdings ohne diese Meinung zu meiner machen zu wollen:



Vor dem Ausgang dann natürlich noch der obligatorische Kaufrausch für all jene, die sich beim Bezahlen der Karten für die ganze Familie noch nicht genug verausgabt haben:



Alles in allem eine sehr gut gemachte Ausstellung, die thematisch sauber aufbereitet wurde. Begleitet wird sie von "Frage und Antwortspielen" für Kinder, die über die einzelnen Themenbereiche verteilt worden sind. Greenpeace ist natürlich auch dabei, deren "Aktionsraum" ist aber sauber von der Ausstellung getrennt und als "Werberaum" ersichtlich. Ein wenig trüben dann natürlich die "traurigen Blicke" gefangener und verletzter Wale den Eindruck der Ausstellung, aber die Wirkung ist okay: Aufklären ohne Aufdringlich zu sein, der Konsument entscheidet, wie sehr er sich darauf einläßt.


Mein Fazit:
Ein Besuch - auch wenn recht kostspielig! - lohnt sich. Zumal eine Eintrittskarte zusammen mit Stempel auch erlaubte, die Ausstellung zu verlassen und später nochmals hindurchzugehen. Bei mir um so praktischer, da ich meine Kamera im Auto gelassen hatte ;-)

Erste Ergebnisse!

NRW: Zugewinn für SPD
Linke zugewonnen überall
CDU verloren überall

Darf ruhig so bleiben :-)

[Edit]
Gerade im TV, WDR3: Erst Münte: Lacht, fröhlich, erleichtert, Kraftvoll.

Dann Merkel. Hängendes Gesicht, Ede schaut auf sie herab... alle sehen... demotiviert aus und versuchen dennoch Optimismus zu verbreiten.

Beide reden vom Regierungsauftrag. Naja ;-)

[Edit2]
Selbsterklärend.

Harter Sex, Bomben und zerfetzte Körper

Oder: Kleiner Gedanke zur Aufmerksamkeitsökonomie

Ich bin am Wochenende mit einem Gedanken schwanger gegangen, der sich um einen feigen Kommentator drehte. Dieser Kommentator hat dazu geführt, dass ich vorübergehend nicht angemeldeten Menschen das Posten von Beiträgen verbieten mußte.

Prinzipiell ist es doch so: Der Blogger bloggt um der Aufmerksamkeit willen. Der Unterschied zu einem Tagebuch ist, dass jenes geheim halte, während ich mit dem Blog alles hinaus schreie.

Ich schreibe somit vielleicht für mich, mit Sicherheit aber auch für den Leser. Feedback hole ich mir über einen Counter, die Statistiken und mit Sicherheit, sofern ich sie zulasse, auch über Beiträge aller Art.

Und das ist der Knackpunkt: Es scheint Leute zu geben, die meinen sie könnten alles schreiben, bräuchten sich an keine Regeln zu halten. Dem ist nicht so.

Das hier ist mein. Hier bin ich Chef und hier entscheide ich, was hier steht und welchen Kommentar ich stehen lasse und welchen ich lösche.

Versteht mich nicht falsch, ich freue mich über jeden Beitrag, auch wenn er vielleicht kritisch ist. Aber ich lasse keine Kommentare hier stehen, die ich für Kommentarspam halte, die einen Angriff gegen irgendwen (inkl. mir selbst) darstellen oder die mir einfach zu platt sind.

Und welche Kommentare unter diese Klassifizierung fallen entscheide ich alleine. Niemand sonst. Und wenn mir dann ein feiges Arschloch auch noch in einem erneuten, fast wortgleichen Kommentar damit droht, einen Screenshot zu haben und den bei erneuter Löschung zu veröffentlichen, dann lache ich diesen jemand aus - und lösche ohne weiteren Kommentar.

Wer schon zu feige ist, sich mit seinem Namen zu melden oder die direkte Kommunikation zu suchen, der kann mich mal... gerne haben.

Zumal es natürlich so ist, dass meine Beiträge versuchen, möglichst viele Menschen in dieses Blog zu locken. Ich schreibe es ja gerade für die Menschen und ich versuche natürlich, den Besuchern auch das zu zeigen, was sie sehen wollen. Dafür nutze ich natürlich auch das, was ich aus der Werbebranche kenne und was ich über Aufmerksamkeitsökonomie weiss. Das ist nicht viel, aber vielleicht hilft es mir zusammen mit Euren Reaktionen auf meine Beiträge, bessere Beiträge zu schreiben. Für Euch, damit Ihr mich versteht; für mich, damit ich von Euch gelesen werde. Um in Kontakt zu bleiben

Und ich freue mich über immer wiederkehrende Namen, die die Abwechslung von Privatem, Öffentlichem und Politischem scheinbar genau so mögen wie ich. Denn das Leben ist nicht nur Arbeit oder Sex oder Freunde. Das Leben ist viel mehr. Und das möchte ich auch so zeigen. Was mich bewegt, was mich berührt, was mich kalt läßt. Manchmal über-, manchmal untertrieben, oftmals sehr konkret. Und immer nicht so formuliert, wie es sein könnte :-D

So. Und damit mache ich vorläufig die Kommentarfunktion wieder auf und lade jeden herzlich ein, sich an meinem Blog zu beteiligen. Ich freue mich auf Unterhaltungen gleich welcher Art...

Und wer meinen Standpunkt zum Thema Beiträge löschen immer noch nicht verstanden hat: <hier> ist es fast perfekt beschrieben....

[Edit:] Somit habe ich also nun meinen ersten, eigenen und persönlichen Stalker :-D Wie arm, wenn man keine Freu(n)de hat...

Schon gewählt?

unkreativ

& ohne Bedeutung!

Geh weg!



A pretty woman is a welcome guest.
- Lord Byron










Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen.
- Wolfgang Schäuble



hier rollt der Übwachungsminister...o
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