From Salvation To Damnation
Oder: die Binäre Logik des Seins
Fast jeder kennt das, bei manchen ist es länger her, bei anderen nicht so lange: Verzweiflung, die einen an den Rand des Seins bringt, zu der Frage, ob man weitermachen kann und weitermachen will.
Und fast jeder kennt jemanden, der einmal in genau so einer Situation gewesen sein könnte oder gewesen ist. Viele waren oder sind Freunde von Menschen, die genau das durchgemacht haben. Mit dem einen oder anderen Ausgang.
Dabei spielt es doch keine Rolle, ob es der Tod des geliebten Hundes oder eines geliebten Menschen ist oder manchmal nur, dass man verlassen worden ist. Immer wieder kommt man in Situationen, in denen der weitere Weg völlig verbaut, sinnlos erscheint. Situationen, Ereignisse, die einen völlig aus der Bahn werfen, alles sinnlos erscheinen lassen. Keinen Ausweg zu haben scheinen.
Wie ist das jetzt... man ist ein junger Mensch, man ist verzweifelt. Man weiss, dass es eigentlich weiter geht, aber Wissen und Fühlen ist zweierlei. Man kann noch so viel an "rationale Wege" denken, man wacht trotzdem morgens auf und fragt sich, warum eigentlich? Geht abends ins Bett und hofft, dass es kein Morgen gibt. Fragt sich immer wieder: Warum mache ich dem kein Ende? Hier und jetzt? Brücke? Auto? Messer? Tabletten?
Und als Freund oder Freundin? Man steht machtlos daneben. Man bietet den Arm zur Begleitung, Worte zum Trost, Zeit zum Verstehen und doch... und doch ist man hilflos, Zuschauer. Degradiert. Gezwungen Passiv, egal was man macht.
So geht es hier gerade... eine junge Freundin lebt mit gebrochenem Herzen. Sie weiss, dass ihre Freunde zu ihr halten, ihre Eltern und Schwester sie lieben, ihr Therapeut ihr helfen will und könnte, wenn sie will. Das alle da sind, den schweren Weg der vor ihr liegt mit ihr zusammen zu gehen. Sie weiss, dass ihr Leben nicht mit der Trennung von ihm endet.
Aber sie fühlt es nicht. Sie begreift es mit dem Kopf und doch spürt sie es nicht im Herzen. Bildhübsch, hoch intelligent, unglaublich lieb - und am Boden zerstört. Verlassen und gedemütigt, am Rande von allem. Ohne Hoffnung.
Für was sie sich entscheiden wird, das liegt nicht in unserer Hand, wir haben keinen Einfluß mehr. Wir können nur hoffen, dass sie bereit ist, das Leben nicht so "einfach" aufzugeben. Aber kann man überhaupt von einfach reden?Perverse Logik, binäre Logik:
Leben oder sterben
Fast jeder kennt das, bei manchen ist es länger her, bei anderen nicht so lange: Verzweiflung, die einen an den Rand des Seins bringt, zu der Frage, ob man weitermachen kann und weitermachen will.
Und fast jeder kennt jemanden, der einmal in genau so einer Situation gewesen sein könnte oder gewesen ist. Viele waren oder sind Freunde von Menschen, die genau das durchgemacht haben. Mit dem einen oder anderen Ausgang.
Dabei spielt es doch keine Rolle, ob es der Tod des geliebten Hundes oder eines geliebten Menschen ist oder manchmal nur, dass man verlassen worden ist. Immer wieder kommt man in Situationen, in denen der weitere Weg völlig verbaut, sinnlos erscheint. Situationen, Ereignisse, die einen völlig aus der Bahn werfen, alles sinnlos erscheinen lassen. Keinen Ausweg zu haben scheinen.
Wie ist das jetzt... man ist ein junger Mensch, man ist verzweifelt. Man weiss, dass es eigentlich weiter geht, aber Wissen und Fühlen ist zweierlei. Man kann noch so viel an "rationale Wege" denken, man wacht trotzdem morgens auf und fragt sich, warum eigentlich? Geht abends ins Bett und hofft, dass es kein Morgen gibt. Fragt sich immer wieder: Warum mache ich dem kein Ende? Hier und jetzt? Brücke? Auto? Messer? Tabletten?
Und als Freund oder Freundin? Man steht machtlos daneben. Man bietet den Arm zur Begleitung, Worte zum Trost, Zeit zum Verstehen und doch... und doch ist man hilflos, Zuschauer. Degradiert. Gezwungen Passiv, egal was man macht.
So geht es hier gerade... eine junge Freundin lebt mit gebrochenem Herzen. Sie weiss, dass ihre Freunde zu ihr halten, ihre Eltern und Schwester sie lieben, ihr Therapeut ihr helfen will und könnte, wenn sie will. Das alle da sind, den schweren Weg der vor ihr liegt mit ihr zusammen zu gehen. Sie weiss, dass ihr Leben nicht mit der Trennung von ihm endet.
Aber sie fühlt es nicht. Sie begreift es mit dem Kopf und doch spürt sie es nicht im Herzen. Bildhübsch, hoch intelligent, unglaublich lieb - und am Boden zerstört. Verlassen und gedemütigt, am Rande von allem. Ohne Hoffnung.
Für was sie sich entscheiden wird, das liegt nicht in unserer Hand, wir haben keinen Einfluß mehr. Wir können nur hoffen, dass sie bereit ist, das Leben nicht so "einfach" aufzugeben. Aber kann man überhaupt von einfach reden?
Leben oder sterben
unkreativ.net - 19. Sep, 19:59 - abgelegt unter: Mit-Menschen
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