To Byte or not to bit...
Früher, da dachte ich immer, Diener sind was tolles. So richtig im Anzug mit Handschuhen und so.
Heute weiss ich, dass ich viel mehr von den kleinen, unscheinbaren dienbaren Geistern profitiere, die mich zu Tausenden, Millionen, Milliarden, Fantastilliarden umgeben.
Sie bewegen sich elektrisch geschaltet, als Licht gepulst, als Radiowelle in den Äther geblasen über North- und Southbridges, reisen bequem gemächlich parallel oder mit irrwitziger Geschwindigkeit seriell durch Busse, beschleunigen beim Hypertransport und nähern sich der Unendlichkeit im Infiniband.
Die meisten von ihnen sind eindeutig, sie sind echt oder nicht, wahr oder falsch. Einige Besondere sind nichtlebend und untot, falsche Wahrheiten und richtige Unwahrheiten, Schrödingers Katzen, nicht wissend ob Fisch und Fleisch bis ich es Ihnen durch meine Betrachtung sagen kann - und dabei ihre Superpostion zerstöre.
Und bei all dem neigt man manchmal, sie zu vermenschlichen. Man schlägt auf die Kiste, die ihr heim ist, man verflucht sie, weil sie bunt rauschen wenn man sie zu sehr fordert oder man sagt ihnen Langsamkeit nach.
Und ab und an... ja... da haben wir sogar Mitleid. Wir haben das Gefühl, wir fordern zu viel, wir wissen, wir würden der Aufgabe nicht gerecht werden, doch sie versuchen es. Immer und immer wieder, wie der Grieche mit dem Felsklotz am Berge. Und wenn sie den Bluescreen of Death erleiden, drücken wir einen Knopf und sie machen weiter.
So ging es mir eben... ich hatte eine "leichte" Aufgabe gestellt, ein paar Millionen der possierlichen Bits sollten meinen Heimweg erkunden, dabei einige sich vom warmen Laser ins den Computer tragen lassen, andere mußten den kalten Weg durch die Luft schwingen um mich zu erreichen.
Und irgendwie... ich weiss nicht... irgendwie wollte ihnen die Zivilisation, deren Teilmenge ich zu sein glaube, das Leben schwer machen und machte all ihre Rechnungen immer und immer wieder zu nichte, zwang sie Umwege zu finden, neu zu überlegen und letztlich doch vor der schieren Menge der Herausforderungen zu kapitulieren und nur noch das kleinere Übel zu wählen...
Anders ausgedrückt: "Warst Du im Stau?" "Einem? HUNDERTE!"
Denn so sah es vor meinem Auto aus, jeder Pfeil, jeder Stern ein Stau, ein Unfall oder eine Baustelle:
Und um mich herum nicht viel besser....
Kein Ausweg, kein Umweg mehr möglich, keine Lösung in Sicht, Augen zu und durch. Und alles, was ich wollte, war...
... heim
Heute weiss ich, dass ich viel mehr von den kleinen, unscheinbaren dienbaren Geistern profitiere, die mich zu Tausenden, Millionen, Milliarden, Fantastilliarden umgeben.
Sie bewegen sich elektrisch geschaltet, als Licht gepulst, als Radiowelle in den Äther geblasen über North- und Southbridges, reisen bequem gemächlich parallel oder mit irrwitziger Geschwindigkeit seriell durch Busse, beschleunigen beim Hypertransport und nähern sich der Unendlichkeit im Infiniband.
Die meisten von ihnen sind eindeutig, sie sind echt oder nicht, wahr oder falsch. Einige Besondere sind nichtlebend und untot, falsche Wahrheiten und richtige Unwahrheiten, Schrödingers Katzen, nicht wissend ob Fisch und Fleisch bis ich es Ihnen durch meine Betrachtung sagen kann - und dabei ihre Superpostion zerstöre.
Und bei all dem neigt man manchmal, sie zu vermenschlichen. Man schlägt auf die Kiste, die ihr heim ist, man verflucht sie, weil sie bunt rauschen wenn man sie zu sehr fordert oder man sagt ihnen Langsamkeit nach.
Und ab und an... ja... da haben wir sogar Mitleid. Wir haben das Gefühl, wir fordern zu viel, wir wissen, wir würden der Aufgabe nicht gerecht werden, doch sie versuchen es. Immer und immer wieder, wie der Grieche mit dem Felsklotz am Berge. Und wenn sie den Bluescreen of Death erleiden, drücken wir einen Knopf und sie machen weiter.
So ging es mir eben... ich hatte eine "leichte" Aufgabe gestellt, ein paar Millionen der possierlichen Bits sollten meinen Heimweg erkunden, dabei einige sich vom warmen Laser ins den Computer tragen lassen, andere mußten den kalten Weg durch die Luft schwingen um mich zu erreichen.
Und irgendwie... ich weiss nicht... irgendwie wollte ihnen die Zivilisation, deren Teilmenge ich zu sein glaube, das Leben schwer machen und machte all ihre Rechnungen immer und immer wieder zu nichte, zwang sie Umwege zu finden, neu zu überlegen und letztlich doch vor der schieren Menge der Herausforderungen zu kapitulieren und nur noch das kleinere Übel zu wählen...
Anders ausgedrückt: "Warst Du im Stau?" "Einem? HUNDERTE!"
Denn so sah es vor meinem Auto aus, jeder Pfeil, jeder Stern ein Stau, ein Unfall oder eine Baustelle:
Und um mich herum nicht viel besser....
Kein Ausweg, kein Umweg mehr möglich, keine Lösung in Sicht, Augen zu und durch. Und alles, was ich wollte, war...
... heim
unkreativ.net - 7. Dez, 19:25

