Datenreisen...
Sitze ich im Wohnzimmer, höre ich Musik und doch bewege
ich mich durch die Welt. Ich bin ein Datenreisender geworden,
ein Nomade der die Pfade beschreitet, die die Daten vor ihm
zogen. Folge den Links und Verknüpfungen, den offensicht-
lichen und den versteckten Hinweisen immer weiter hinein
in das Dickicht des Netzes.
Lege meine körperliche Identität ab, werde ein Mischwesen
aus rationalem Verstand und simulierter Identität, immer dabei, mich vor denen zu verstecken, die mich suchen und mich denen zu zeigen, die ich suche.
Ich bin ein Bürger, ich bin echt und doch bin ich nur ein Strom von Daten, der sich über die Kupfer- und Glasfaserkabel verbreitet.
Mit Sorge sehe ich die Welt um mich im Wandel begriffen, das einst so freie surfen in den Netzen der Welt wird mehr und mehr zu einem Spiel mit dem Risiko, einer Selbstanklage des Terrorismus gleich. Ich nutze Verschlüsselung, Anonymisierungsdienste, biete im Freenet den Menschen meine Bandbreite und meinen Speicherplatz für ihre manchmal fraglichen Tätigkeiten.
Um mich herum eine Welt voller Argwohn, getrieben von dem angeblichen Kampf gegen den Internationalen Terrorismus, beginnt mein Staat, meine Regierung, die Menschen denen ich meine Stimme gab, Jagd auf mich zu machen.
Sie zwingen mir einen RFID-Pass und bald -Ausweis auf, der mich verfolgbar macht. Sie werden sich Zugriff auf die Daten verschaffen, die ich beim Einkaufen hinterlasse, sie werden "prophylaktisch" meine Verbindungsdaten, die Geodaten meines Mobiltelefons und was weiss ich nicht alles speichern. Algorhythmen werden auf meine Fährte stoßen, werden "Anomalien" festelstellen, die mich verdächtig wirken werden lassen.
Gestern war ich freier Bürger in einem freien Land. In einer Demokratie. Morgen werde ich Gefangener, Verdächtiger, Überwachter, Gesteuerter, des Terrorismus Verdächtiger in einem Panoptikum der Überwachung sein.
Heute bin ich zutiefst verunsichert und erschüttert von einem Land, dem ich meine Treue bot. Fühle mich verraten und verkauft und habe Angst vor dem, was da kommt.
ich mich durch die Welt. Ich bin ein Datenreisender geworden,
ein Nomade der die Pfade beschreitet, die die Daten vor ihm
zogen. Folge den Links und Verknüpfungen, den offensicht-
lichen und den versteckten Hinweisen immer weiter hinein
in das Dickicht des Netzes.
Lege meine körperliche Identität ab, werde ein Mischwesen
aus rationalem Verstand und simulierter Identität, immer dabei, mich vor denen zu verstecken, die mich suchen und mich denen zu zeigen, die ich suche.
Ich bin ein Bürger, ich bin echt und doch bin ich nur ein Strom von Daten, der sich über die Kupfer- und Glasfaserkabel verbreitet.
Mit Sorge sehe ich die Welt um mich im Wandel begriffen, das einst so freie surfen in den Netzen der Welt wird mehr und mehr zu einem Spiel mit dem Risiko, einer Selbstanklage des Terrorismus gleich. Ich nutze Verschlüsselung, Anonymisierungsdienste, biete im Freenet den Menschen meine Bandbreite und meinen Speicherplatz für ihre manchmal fraglichen Tätigkeiten.
Um mich herum eine Welt voller Argwohn, getrieben von dem angeblichen Kampf gegen den Internationalen Terrorismus, beginnt mein Staat, meine Regierung, die Menschen denen ich meine Stimme gab, Jagd auf mich zu machen.
Sie zwingen mir einen RFID-Pass und bald -Ausweis auf, der mich verfolgbar macht. Sie werden sich Zugriff auf die Daten verschaffen, die ich beim Einkaufen hinterlasse, sie werden "prophylaktisch" meine Verbindungsdaten, die Geodaten meines Mobiltelefons und was weiss ich nicht alles speichern. Algorhythmen werden auf meine Fährte stoßen, werden "Anomalien" festelstellen, die mich verdächtig wirken werden lassen.
Gestern war ich freier Bürger in einem freien Land. In einer Demokratie. Morgen werde ich Gefangener, Verdächtiger, Überwachter, Gesteuerter, des Terrorismus Verdächtiger in einem Panoptikum der Überwachung sein.
Heute bin ich zutiefst verunsichert und erschüttert von einem Land, dem ich meine Treue bot. Fühle mich verraten und verkauft und habe Angst vor dem, was da kommt.
unkreativ.net - 1. Jan, 23:11

