Leben ohne Musik?
Ich kann mir ein Leben ohne Musik nur schwer vorstellen. Ich höre sie seit ich denken kann und auch, wenn ich selber völlig unmusikalisch bin. Weder tanzen kann, noch ein Instrument spiele.
Sie hilft mir, mich zu erinnern. An den Parkplatz mit den gelben Schulbussen, wenn ich Fastball - The Way höre. An den Wanderweg an der Emscher in Duisburg, wenn ich Joyride von Roxette höre. An meine große Liebe, wenn R.E.M. spielen.
Ich kann mir ein Leben ohne Musik nur schwer vorstellen. Sie ist seit jeher Katalysator meiner Emotionen, verstärkt das Wohlgefühl wie den Schmerz. Hörte ich lange Zeit Geile Zeit von Juli um den Schmerz zu kosten, kann ich Ohne Dich von den Ärzten nicht hören, weil es weh tut.
Sie hilft mir, mich zu erinnern. An das Sonnenlicht, dass durch ihre Haare schien, an einen Spaziergang auf der Staumauer, an so vieles mehr.
Und doch... hätte ich die Wahl ob ich lieber auf die Sehkraft oder auf das Gehör verzichten würde, ich würde auf die Ohren verzichten. Und vermutlich wissentlich einen der größten Fehler meines Lebens begehen. Ich würde nicht auf die Anblicke der Welt verzichten wollen, auf ihre Geräusche ja, aber nicht auf Sonne die durch die Baumkrone scheint, goldenes Haar, das in ihr glänzt oder funkelnde Augen im Kerzenschein. Ich würde mich für den flüchtigen Moment der Optik entscheiden.
Aber um welchen Preis? Nur noch die Töne in meinem Kopf, die schon da sind, die schon fest an Erinnerungen gebunden sind. Die ich nie wieder aktivieren kann, weil ich die Töne nicht mehr vernehmen werde. Und denen ich nichts hinzufügen kann, weil ich keine Töne mehr aufnehmen werden.
Und doch... ich würde mich für die Augen entscheiden.
Komisch, oder?
Sie hilft mir, mich zu erinnern. An den Parkplatz mit den gelben Schulbussen, wenn ich Fastball - The Way höre. An den Wanderweg an der Emscher in Duisburg, wenn ich Joyride von Roxette höre. An meine große Liebe, wenn R.E.M. spielen.
Ich kann mir ein Leben ohne Musik nur schwer vorstellen. Sie ist seit jeher Katalysator meiner Emotionen, verstärkt das Wohlgefühl wie den Schmerz. Hörte ich lange Zeit Geile Zeit von Juli um den Schmerz zu kosten, kann ich Ohne Dich von den Ärzten nicht hören, weil es weh tut.
Sie hilft mir, mich zu erinnern. An das Sonnenlicht, dass durch ihre Haare schien, an einen Spaziergang auf der Staumauer, an so vieles mehr.
Und doch... hätte ich die Wahl ob ich lieber auf die Sehkraft oder auf das Gehör verzichten würde, ich würde auf die Ohren verzichten. Und vermutlich wissentlich einen der größten Fehler meines Lebens begehen. Ich würde nicht auf die Anblicke der Welt verzichten wollen, auf ihre Geräusche ja, aber nicht auf Sonne die durch die Baumkrone scheint, goldenes Haar, das in ihr glänzt oder funkelnde Augen im Kerzenschein. Ich würde mich für den flüchtigen Moment der Optik entscheiden.
Aber um welchen Preis? Nur noch die Töne in meinem Kopf, die schon da sind, die schon fest an Erinnerungen gebunden sind. Die ich nie wieder aktivieren kann, weil ich die Töne nicht mehr vernehmen werde. Und denen ich nichts hinzufügen kann, weil ich keine Töne mehr aufnehmen werden.
Und doch... ich würde mich für die Augen entscheiden.
Komisch, oder?
unkreativ.net - 6. Mrz, 21:49

