Wie kann man durch ein geschlossenes Fenster? Gar nicht? Er hier meint, man kann:
http://juckiq.de/archives/1797-durch-da.html#extended
Und kann mir das bitte mal eben jemand erklären?
unkreativ.net - 7. Mrz, 19:32
Dort habe ich mal gewohnt. In dem Haus an der Ecke, die ich gerade passiere. Ein Stau, eine Sperrung und die Entscheidung von der Autobahn zu fahren, führt mich durch eine Stadt, in der ich mal wohnte. Mit der mich eine Hassliebe verbindet.
Es dort für mich unerträglich, kann mich nicht aufhalten. Und doch fahre ich an einem Park vorbei, in dem ich früher immer mit dem Rad unterwegs war und frage mich, ob ich nicht anhalten und durchlaufen soll.
Ein Abwasserkanal ist verschwunden. Im Zuge der "Renaturisierung" zu einem unterirdischen Ding geworden. Eine alte Zugstrecke dient jetzt augenscheinlich als Spazierweg. Eine ehemals leere Wiese. Jetzt voller uniformer, billiger, kleiner Häuser mit einer großen Tafel an der Einfahrt, die bezahlbares Wohnen im schönen eigenen Heim verspricht.
Bin ich wirklich schon so alt, dass so vieles anders ist?
Und doch... hier eine Ecke, dort ein Haus. Nicht alles wurde anders, manchmal änderten sich nur Details. Die Gegend hat ihr Wesen behalten dürfen, das schon immer vor allem damit aufgefallen ist, das es nicht aufgefallen ist.
Sollte ich mir die Zeit nehmen, alles mit dem Rad nochmal zu erkunden, zu erforschen? Würden Erinnerungen wach? Gibt es die Gartenlaube in dem Kleingartenverein noch? Die Grillhütte am Spielplatz? Das Haus, in dem J. wohnte? Oder gar durchradeln und nachsehen, ob es die Familie G. noch gibt? Es ist kein Graben, der zwischen mir und der Gegend gezogen wurde. Es liegen Welten zwischen uns.
Wie ich so weiter fahre, komme ich an einer Kirche vorbei. Sie ist noch da. Sie sieht aus wie immer. Gott sei Dank mit seinem ganz eigenen Sinn....
unkreativ.net - 7. Mrz, 17:52
Um 7 fiel es mir zum ersten Mal auf: die Dunkelheit war schon fast ganz gewichen, ein fast schon untrügliches Zeichen dafür, dass - Schnee und Regen zum Trotz - doch der Frühling auf dem Weg ist.
Jetzt, um kurz vor 8, schiebt sich die Sonne über die Dächer Duisburgs, über die ich hinwegsehen kann. Ihr goldener Glanz spiegelt sich auf der Solarfassade unseres Gebäudes, taucht die umliegenden Häuser in einen warmen Farbton, der zu sagen scheint: Hier kommt der Sommer!
Und ich habe ihn bitter nötig. Den Sommer, der mit seiner Wärme das Trübsal und die Depression der langen Winternächte vertreibt...
unkreativ.net - 7. Mrz, 07:56