Entschuldigt bitte.
Eine Entschuldigung tut not, weil ich viele von Euch bewußt an der Nase herum geführt habe. Wer heute noch liest, soll aber auch gerne wissen, warum und wieso und weshalb.
Beginnen wir mit dem Thema "Sexbeichte". Ich hatte nie vor, eine solche zu schreiben. Weder gab es 41 Geschlechtspartner /-innen, noch würde ich über irgend jemanden aus meinem Gefühlsleben ein solches Wort im Internet verlieren. Das ist nicht meine Art und wer mich kennt, der weiß das eigentlich auch. Zumindest hoffe ich das von denen, mit denen wirklich was war. (Und wenn ich mich nicht selber betrügen will, muss ich auch sagen, dass ich WEISS, dass es nicht so ist. Traurig, aber wahr.)
Dummerweise weiß ich aber, dass auch eben die Angst vor dem hatten, was ich schreiben wollte. Das ist bedauerlich, zeigt aber auf ein prinzipielles Problem in meinem Leben hin.
Um die Sache nicht zu lang werden zu lassen, hier die Gründe, die mich bewogen haben, zu tun was ich getan habe:
- Ich spiele gerne: Ausgehend von der selbstbewußten Aussage, nur durch Appelle an Euren Vouyeurismus an einem Tag ohne jeden Beitrag mindestens 100 Besucher anzulocken. Hat geklappt, alleine am Sonntag waren mehr als 100 Leute hier, obwohl es keinen neuen Beitrag (bis Abends der Liebe ist - Eintrag kam) gegeben hat. Ich wollte wissen, ob es klappt - und es hat geklappt. Wer zweifelt, dem nenne ich gerne die eine oder andere Quelle, die bestätigen kann, dass ich im Vorfeld genau das geäußert habe. Nur, damit mich niemand für einen Drückeberger hält ;-)
- Es gibt hier Leser und Leserinnen, die beschlossen haben, mich für die Inkarnation des Bösen zu halten, mich nicht mehr zu mögen und die dennoch ein ausgeprägtes Interesse an meinem Leben haben. Nicht, dass sie mit mir direkt bidirektional kommunizieren würden, nein sie suchen Informationen und das, was sie dafür halten, zusammen und bilden sich daraus ein Bild. Der eine oder andere soll seine Eindrücke sogar wiedergeben oder meine Einträge eine Archivierung wert sehen. Leider ist das dabei von mir entstehende Bild kein sehr Reales aber eines, dem ich voll entsprochen hätte, wenn es den angekündigten Beitrag wirklich gegeben hätte. Vielleicht war der Schreck oder das Gefühl einer bestätigten Erwartung in Verbindung mit dem eben nicht erfolgten Beitrag Grund genug, die eigene Position mir gegenüber mal zu überdenken. Schade fand ich, dass auch die eine oder andere Nachricht von Leuten kam, die hätten wissen müssen, dass ich mir eher die Zunge abbeiße, als solche Dinge ins Internet zu schreien. Auch und gerade die, die meinten, mir mit einem Anwalt drohen zu müssen. Jetzt, aber auch schon früher. Aber naja. Es ist schade. Und vor allem an DICH (und ich WEISS, dass Du hier liest): Es ist schade, dass Du denkst, wie Du denkst. Wirklich. Aber auch verständlich. Und beunruhigend
So, und jetzt kehre ich zu meinem Blogalltag zurück und freue mich über jeden, der hier liest oder hier kommentiert. Jetzt und in Zukunft, wie auch in Vergangenheit.