Montag mittag ging es los. Ab nach Berlin, nicht ohne vorher 2 Berlinerinnen und einen Düsseldorfer einzuladen. Dermaßen Multi-Kulti besetzt ging es dann in die Hauptstadt der Republik. Eine Tour auf die ich gerne verzichten kann, weil ich Berlin nämlich gar mag :-D Alles in allem war es aber sehr lustig im Auto. Auch wenn ich nicht immer alles verstanden habe, was da auf meiner Rückbank geredet wurde. Kann auch an den Themen gelegen haben: wenn eine ehemalige Mitarbeiterin eines Jobcenters sich mit einer geringverdienenden, alleinerziehenden Mutter unterhält.
"Unsere" Jobcenterin hat übrigens gekündigt, weil sie mit der Einstellung ihrer Kollegen und dem Leid der "Kunden" nicht so wirklich klar kam. Fand ich gut.
In Berlin habe ich mir dann das "Best Mexican Restaurant in Town" empfehlen lassen. Und das war preiswert, aber wenn das der beste Mexikaner von Berlin ist, hat Berlin noch ein Problem mehr.
Auf dem Rückweg, irgendwann nach 23 Uhr, dann ein.... Schock. Irgendwo im dunkeln knallt mein linkes Vorderrad an einen Randbegrenzungstein. PENG. Und der einzige Gedanke: Oh mein Gott, das war es.
Die Nacht auf Dienstag dann nicht geschlafen: die Angst, dass der Reifen platt ist und wo ich wohl einen Neuen oder einen Mietwagen her bekomme, ob wir pünktlich sein werden. Daneben schnarcht mein Mitfahrer noch, als wäre er im Holzfällerpraktikum in Nova Scotia. Und wäre das nicht genug, drehen sich Gedanken, Namen, Menschen, Emotionen in einer Endlosschleife in meinem Kopf.
Morgens um halb 7 dann wieder zum Auto und festgestellt, dass der Reifen Gott-Sei-Dank Luft hat und nur eine kleine Macke an der Felge ist. Mehr Glück als Verstand.
Nett dann, warum bauen die im Osten eigentlich neue Autobahnen und sollte ich die CDs im Navi von Stand 99-00 vielleicht doch mal updaten? Also grob nach Himmelsrichtung gefahren und eigentlich ganz gut durchgekommen. Zeitplanung war so, dass wir eine Stunde vor der Veranstaltung am Ziel sein wollten. Einfach um noch Zeit zu haben, sich mit der Location vertraut zu machen.
Was mir irgendwie niemand gesagt hat, was ich vielleicht hätte raus bekommen können war, dass die Verkehrssituation auf Rügen... äh... suboptimal ist. Ich habe fast so lange bis zum Kap A gebraucht (auf der Karte ist das oben rechts), wie für die Strecke Berlin - Rügen. Enge Landstraßen, langsame Fahrzeute. Gott sei Dank hatte ich eine Karte mit eingezeichneten Blitzern (wie viele Blitzer bekommtman auf wie wenig Insel??) und Hinweisen auf die Strecken mit Video-Fahrzeug.
Ergebnis war dann, dass ich EXAKT zur verabredeten Zeit da war. Und damit 10 Minuten vor dem Bräutigam, der noch hinter einem Traktor versauerte und dessen Navi auch keine Lust mehr auf Inselhopping hatte :-D
Und so konnte es dann los gehen. Es waren alle da: Trauzeugen und Partner, Hochzeitspaar, Fotografen, Standesbeamtin. Und um die lange Geschichte jetzt mal ein wenig kürzer zu machen: es war schön, eine richtig tolle Hochzeit und wenn ich mir was wünschen dürfte, falls ich mal selber so doof sein sollte: so und nicht anders soll es sein!
Erste Impressionen:
Keine Frage, absolut eine Traumhochzeit aus Liebe und *schnüff* schön, dass ich dabei sein durfte. Unvergesslich.
Übrigens, wer meint, Fotograf wäre ein leichter Job und wer zudem noch meint, ich hätte die graziele Agilität einer Gazelle (also der großen Tiere mit dem grauen Rüssel), dem kann ich jetzt belegen, dass es nicht so ist. Niemand war nasser als ich. Aber ich konnte mich ja im Auto umziehen :-D Ja, Fotografieren ist halt ein Knochenjob, für den man mit allen Wassern gewaschen sein muss. Quasi.
Als Braut und nicht Selbstfahrer hat man es da richtig gut, finde ich. Schon fast beneidenswert...
Der Rückweg dann führte erst wieder nach Berlin. Q! absetzen und da lassen, weil er bis Freitag zu tun hat und erst Samstag morgen wieder in Düsseldorf aufschlagen wird. Von da aus bin ich dann nach Leipzig weiter gefahren, um mit Raffalea noch eine Cola zu trinken. Um 23 Uhr dann von da aus nach Hause gefahren, aber nur eine Stunde weit gekommen. Also Schlafsack ausgepackt und ein paar Stunden geschlafen. Heute morgen dann weiter und mit viel Stau nach vielen, vielen Stunden wieder daheim zwischengelandet.
Morgen geht's weiter :-D Aber die Hochzeit toppen dürfte diese Woche wohl nix mehr. :-)