Hier stolper ich über den nächsten
Fall von Abmahnwut...
... und alles, was ich denken kann ist: nimmt das eigentlich nie ein Ende?
Man liest weiter und liest dann
hier über den abmahnenden Anwalt:
Interessanterweise ist Herr R. alleiniger Gesellschafter der p. G. z. S. g. E. mbH; diese wiederum sucht laut seinem Serienabmahnschreiben im Internet nach Rechtsverstössen, schustert ihm somit die Fälle zu, bei denen er anschließend abkassieren will. Damit liegt subjektiv der Schluss nahe, dass es vorrangig weniger um redliche Rechtsverfolgung sondern um Gebührenerzielungsinteressen geht.
Und spätestens jetzt geht mir jeder Glaube verloren. An das Rechtssystem. Aber auch an das Gute im Menschen. Wenn das stimmt, sollte dem ein Riegel vorgeschoben werden. Aber eigentlich gibt es nur einen wirksamen Riegel:
Der Gesetzgeber ist gefordert, zu bestimmen, dass die erste Abmahnung kostenfrei ist!
An die Vernunft zu apellieren dürfte schon wegen der zu verdienenden Summen i. V. m. dem minimalen Aufand sinnlos sein: Anwälte sind auch nur Geschäftsleute - Gewinn maximieren bei minimiertem Einsatz.
in
d.r.f. gab es mal einen Sozial-Sovjet, der Leuten ohne genug Mittel erlaubt hat, am Jahrestreffen teilzunehmen. Vielleicht sollte man einen solchen "Fond" auch für Abmahnopfer einrichten um endlich Rechtsicherheit erlangen zu können?
Das größte Problem ist imho, dass die meisten "Opfer" einfach alles akzeptieren, sofern sie irgendwie da wieder raus kommen und Ruhe haben. Das darf so nicht sein! Es muss ein für alle mal auch Grenzen für Juristen geben und vor allem:
Gewisse Industrien sollten langsam wirklich wieder anfangen, Kunden als Kunden und nicht als Kriminelle zu behandeln.
Und vielleicht, aber wirklich nur
vielleicht, kaufe dann auch ich mal wieder eine CD....