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Dienstag, 27. Juni 2006

Ich Frappr.

Machst Du mir die Freude?

--> http://www.frappr.com/unkreativ

Problemrelativierung

Mir geht es gut. Anderen Menschen nicht. Aber sie freuen sich, wenn wir Kenntnis nehmen. Wenn wir da sind. Schweigend. Oder sprechend. Hauptsache, man ist nicht alleine.


Sonja@Kulando
(Danke SternchenJG. Ich habe genau das genau heute gebraucht! Bist ein Goldstück, wie es nur wenige gibt!)

Ich bin Liebe...

... und Liebe ist mit mir.

Steht da:

Der Problembär ist nicht mehr...

... was bleibt sind Problempolitiker und ein fader Beigeschmack!

Ist schon merkwürdig, oder? Nachdem es richtig teuer und sinnlos war, wird der Bär dann doch zum Abschuss freigegeben und - welch Zufall - unmittelbar danach erlegt.

Da haben wir nach mehr als 150 Jahren wieder einen Bären in Deutschland. Und dann verhalten wir uns so. Die Gothaer hat gegen den Schaden durch den Bären versichert, aber wer versichert uns vor dem Wahn, in dem sich manche Entscheider zu befinden scheinen?

Und während das Fruchtzwergi noch vermutet, den Aufenthaltsort des Kadavers zu kennen, beginnt auch schon wieder die Diskussion, ob man sich darüber ärgern darf. In einem Kommentar schreibt "Wilbur Larch"
Das ist die tägliche Ration Wahnsinn.
Ja, das ist die tägliche Ration Wahnsinn.
Die Blogosphere trauert um Bruno als wenn es keine wichtigeren Themen gäbe.
Tausende Blogger drücken ihr Mitgefühl wegen eines Bären aus, aber kaum jemand mit den tausenden Kindern, die jeden Tag an ein vermeidbaren Krankheiten sterben. Vor ziemlich genau einem Jahr riefen viele dazu auf Make Poverty History.


Wilbur, natürlich hast Du Recht. Aber der Bär ist ein Symbol, ein Zeichen. Noch etwas, bei dem man gehofft hat. Bruno war ein Rebell, jemand der es wagte, sich gegen das System aufzulehnen. Und die Folgen sind ja sehr deutlich geworden, oder?

Oder um den Kreis zu den von Dir angeprangerten sozialen und wirtschaftlichem Mißständen zu schliessen, darf ich jemanden zitieren, der üblicherweise nah - sehr nah - dran ist:


ich hatt ja insgeheim gehofft die deutsche bürokratie plus
jäger erweist sich zu blöd um ihn zu töten...

Nö, das war doch schon vorher klar. Es wurde ein *eine bestimmte Partei*-Parteigenosse gesucht, der an geeigneter Stelle geeignete Schmierung anwenden würde. Die drei Jäger sind ganz sicher *eine bestimmte Partei*-Mitglieder und haben nach meiner unmassgeblichen Meinung fett Geld bezahlt um die Schweinerei selbst ausführen zu können.


Immerhin stehen sie vermutlich Seite an Seite. Der Letzte und der jetzt vorletzte geschossene Bär Deutschlands....
Nachtrag: der denkt ja fast wie ich ;-)
http://kueperpunk.blogspot.com/2006/06/bruno-ist-tot.html
Nachtrag 2: Live und in Farbe :-)
http://www.youtube.com/watch?v=ymQvoFgGGeA
Nachtrag 3: Titanic, das ist nicht nett ;-)
http://textundbild.twoday.net/stories/2239897/
Nachtrag 4: Bruno-Kondolenzbuchblog
http://blog.brunoderbaer.de/
Nachtrag 5: Das Fruchtzwergi hatte Recht
http://www.bildblog.de/?p=1489
Nachtrag 6: Aus den Tagesthemen
http://bigberta.twoday.net/stories/2261209/

Stell Dir vor...

... es ist Fussball und sogar ich bin am Stadion zu finden.

Unwahrscheinlich? Unglaublich? Unmöglich?

Eigentlich schon. Uneigentlich war ich gestern zum Spiel Schweiz - Ukraine in unmittelbarer Nähe des Kölner Stadions. Dabei ging es allerdings primär um etwas mehr dokumentarisches:


Aber wenn man schon mal da ist, kann man sich ja schon umsehen. Wofür sonst den weiten Weg? Und man fühlt sich ja auch irgendwie sicher, bietet doch die Ordnungsmacht auf, was ihr zur Verfügung steht:





Den Einlass hatte ich mir vom Schlangestehen bis zum obligatorischen Eiergrabschen allerdings etwas mehr... Trecki-mäßig vorgestellt. Ich erwartete Roboter, RFID-Prüfgeräte, Computer, Röntgen-Gänge wie in "Total Recall", umherschwirrende Bits und Bites. Weniger erwartet habe ich eine... ähhh... eher konventionelle Kontrolle am Zugang zum Stadiongelände:









Und während mein Partner sich noch rührend um die Verständigung und die Unterhaltung der (im subjektiven Schnitt) deutlich betrunkeneren ukrainischen Fans kümmerte...



... fiel mir der unglückliche Part zu, mich um die mehrheitlich weiblichen Fans aus der Schweiz zu kümmern. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie anstrengend sowas sein kann...







Aber was tut man nicht alles für die Internationalität? Ist es nicht Ziel, dass sich jeder bei uns wohl fühlt, wie bei Freunden? Und dafür gebe ich alles. *höhö* Andere gehen derweil auf Schnitzeljagd ;-)

[ Zusatzaufgabe: Was ist der Unterschied zwischen Wicky und "Ich möchte mitten in der Schweiz sein" zu dem Fan aus der Ukraine im Hintergrund? ;-) ]

Köln, Du bist Spitze, Du bist Deutschland!

Ehrlich, ich find das total klasse. Da macht sich eine Stadt echt Gedanken um all das Geld, dass man für die WM ausgeben muss darf und wie man das geschundene Stadtsäckel wieder füllen kann. Eine Option wäre ein Wegzoll, aber sowas ist ja seit geraumer Zeit verpönt. Steuererhöhungen sind auch nicht gerade populär, aber was immer ankommt, vor allem bei den Hartz IV - Empfängern ist, wenn man den Reichen was wegnimmt.

Da heute ja jeder mit mehr als dem Existenzminimum als wohlhabend gelten kann, ist das Finden solcher Leute recht einfach. Muss nur noch was her, wie man an Geld kommt. Und nicht an das Kleine, das grosse Geld ist gefragt. Hunderte von Euros - pro Person.

Da liegt es doch Nahe, das Geld von den wohlhabenden Autobesitzern zu nehmen, die ihren Reichtum ja durch Kauf eines Tickets nur unterstrichen haben. Jetzt kann man aber natürlich leider nicht mal eben ein oder 2 grüne Scheine Parkgebühren verlangen, also macht man das so, wie Köln mir das gestern gezeigt hat.
  1. Step One: Du stellst überall dort, wo die Fläche groß genug ist einen Kleinwagen abzustellen, Schilder auf. Absolutes Halteverbot. Ist ganz einfach.
  2. Step Two: Du wartest bis genau zum Anpfiff. Wenn die Menge tobt und die Straße ruhig ist, dann ist Deine Stunde gekommen.
  3. Step Three: Du schlägst mit allem zu, was Du hast.
    Schlepper
  4. Step Four: Du siehst dem Geld beim Reinkommen zu, freust Dich ob Deines gerechten Werkes und... machst das TV an, um das Spiel zu sehen.

Liebe TUI!

Was lese ich da auf BooCompany über Euch? Da steht doch tatsächlich:

Die TUI plant bei ihrer IT-Dienstleistungsfirma die Vernichtung von 90 Arbeitsplätzen. Teile davon sollen nach Indien ausgelagert werden.

Mal unter uns, liebe TUI, das solltest Du Dir nochmal überlegen. Ich meine, hey, ich habe nichts gegen Indien. Auch nix gegen indisches Essen. Aber ich habe einfach Sorge, dass Dein Niveau sinkt, dass Du den Level nicht halten kannst. Und weißt Du was?

Schon bevor ich heute den Artikel auf BooCompany gelesen habe, war mir klar, dass bei Dir in der Reisebranche was nicht stimmt. Seit gestern abend. Weil da habe ich 2 Fotos gemacht, die ich Dir gerne mal kurz zeigen möchte. Mit einer kleinen Geschichte. Und die geht so:

Ich bin Deine Zielgruppe. Ich bin jung, gebildet (kann lesen - und das soll Dir zum Verhängnis werden), relativ erfolgreich (kann also einen Job länger als 4 Wochen behalten), verdiene relativ gut (also über dem Hartz IV-Regelsatz), bin Single, Männlich, unter 30 (noch!) und wohne in einer ruhigen Gegend. Ich bin das Optimum für Dich.

Dummerweise aber... naja... dummerweise habe ich ein paar Ansprüche. Und zum Teil erfüllst Du Ihr die hervorragend, nicht nur mit Deinem... ähh... unterschwelligen Apell an meine Libido. Denn der passt wie die legendäre Faust auf das noch legendärere Auge. Die Frau gefällt, das Plakat nehme ich wahr:



Besser für Dich, liebe TUI, wäre aber gewesen, ich hätte nicht so genau hingesehen. Tja. Und zusammen mit der Meldung die ich eingangs zitiert habe, muss ich Dir leider sagen: Mich hast Du habt Ihr als Kunden verloren.

Weil, wenn Du schon nach Indien auslagerst, dann achte doch trotzdem bitte darauf, dass die halbwegs intelligenten Bürger sich nicht von Dir für Blöd verkauft fühlen:

...

unkreativ

& ohne Bedeutung!

Geh weg!



A pretty woman is a welcome guest.
- Lord Byron










Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen.
- Wolfgang Schäuble



hier rollt der Übwachungsminister...o
L_/
OL



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