Hier ist es still, gell?
Keine Aufreger, keine Links, nichtmal was wirklich lustiges. Alles wirkt unfertig, unentschlossen, unausgereift.
Und damit ist mein Blog wohl Spiegel meines Ich, wie ich hier sitze, "Gimme! Gimme! Gimme!" von Shana Vangarde höre und mir überlege, dass die wenigen Besucher heute hier ein Ergebnis der wenigen Texte sein könnten, die ich in den letzten Tagen geschrieben habe.
Es ist nicht so, dass nichts passiert wäre. Ich habe durchaus interessante, vor allem verwirrenden Dinge erlebt und ich habe mit tollen Menschen gesprochen und so weiter und so fort.
Viel zu denken, viel zu verarbeiten, viel zu verstehen und zu vieles, das ich (noch) nicht verstehe. Und wie könnte ich das kommunizieren? Wie kann ich mit Euch über Dinge reden, die ich nicht verstehe? Zumal es ein Musterbeispiel unidirektionaler Kommunikation wäre: ich schreibe. Ihr lest.
Ich transzendiere in eine Welt hinüber, die ich nicht greifen, nicht fassen, nicht verstehen kann. Es ist eine Welt, in der Entscheidungen nicht von mir abhängen, während sie von nichts anderem abhängen. Ich kann nichts machen und muss es machen, damit sich etwas ändern kann, dass sich nicht ändern wird. Mache ich nichts, ist das falsch. Mache ich was, ist das falsch. Denke ich darüber nach, was ich machen könnte, ist es ganz falsch.
Das Telefonat vorgestern hätte mich beruhigen können, hat es aber nicht. Es hat mich... verwirrt. Denn um so mehr
sie meint, ich würde etwas richtig machen, oder so richtig wie es unter den gegebenen Umständen möglich ist, um so mehr ziehe ich es und damit mein Handeln in Zweifel.
Das Irre ist, dass ich im Moment so neben der Spur stehe, dass mich nichtmal mehr meine
üblichen Aufreger nocht aufregen, wenn ich bei der
Anfängerin einen Hinweis darauf finde.
Vielleicht hätte ich heute - Schmerzen hin oder her - doch laufen gehen sollen. Oder in den Kraftraum. Oder beides. Bis zur völligen Erschöpfung. Na gut, gehe ich morgen laufen? Nein, gehe ich nicht weil meine Schuhe in Bielefeld stehen. So weit ist es schon. Das muss dann also bis Montag warten.
Hey, Sonntag steht ein Shooting an, auf das ich mich richtig freue.