Sonntag, 15. Oktober 2006

Nicht allein....

Es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist mit seinen Sorgen, Ängsten und manchmal auch mit seiner Wut. Denn wenn ich das hier lese, dann schmunzel ich und denke daran, dass der Zug zur Weiterfahrt mit dem mein Wochenendgast heute gefahren ist, etwa die selben 20 Minuten Verspätung hatte, wie der Zug, mit dem mein Gast Freitag Nacht eingetroffen ist...

Ist ja auch was konstantes und
was konstant ist ist gut.

Ich mag nämlich eigentlich
keine Änderungen. ;-)

Soundtrack: a Nerds Life

Ich arbeite und daddel schon recht lange mit Computern rum. Über meinen Schneider CPC464, diverse Sinclairs, Commodores und anderen Schnickschnack im Bekanntenkreis, über den Atari Mega ST zum IBM PS/2 und von da nur noch PCs der Marke Eingenbau.

Angefangen mit 12 - und wer mich alten Sack kennt der weiß, dass das lange her ist - und nie aufgehört.

Irgendwann, das soll das Thema hier werden, kam die DFÜ dazu, die DatenFernÜbertragung und daran erinnerte mich Mauzi heute:

Ich bin mit dem Internet erst 1998 in Berührung gekommen. Habe mir einen PC gekauft, ein Modem und habe dann eine CD vom Provider eingelegt. Also wirklich - ich hatte absolut keine Ahnung. Was das Internet ist, wie es geht... ich wußte nichmal, dass man oben in die Zeile die Webadressen eingibt. Und welche es gibt. Und überhaupt. Das war schon lustig... tagelang bin ich verzweifelt herumgeirrt, bis ich alles begriffen habe... ich konnte noch nicht mal jemanden fragen!

Ich selber bin schon im "Internet" seit... ähhh... seit... ähh.... ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, es ist EWIG. Ich habe damals mit Mailboxen angefangen, bin dann zum FIDO gekommen und das waren - für die unter Euch die zu jung sind um das zu wissen - die Vorläufer des Internets. Andere waren übrigens bei MAUS, es gibt Leute die sagen, dass meine Liebe zu Computern aus der später die Liebe zu Frauen wurde, mich so geprägt hat, dass ich deswegen heute alle Frauen liebevoll Maus nenne :-D

Egal, back to Topic: Damals gab es kein ISDN. Nein. Und DSL schon mal erst recht nicht. Nein, nein. Damals gab es analoge Telefone und als ich anfing, gab es noch nichtmal Modem dafür. Was es damals gab, waren Akkustikkoppler, quasi ein weiblicher Telefonhörer, in den man den männlichen Hörer des eigenen Telefons eingesteckt hat, wenn die Leitung stand.

Damals bewegte man sich zwischen 300 und 1.200 Baud Übertragungsgeschwindigkeit, wenn ich Euch das in das heute übliche Kbit/s oder gar Mbit/s umrechnen würde, würdet Ihr mich einen Lügner nennen, doch es gab Zeiten, da war das die Welt und - das war noch geiler - es funktionierte.

Surfen bestand damals zuerst aus Mailboxen, in denen lokale eMail getauscht wurden, Software und Bilder (und schon damals waren die heissen Bildchen das, was zog) rauf und runter geladen wurden.

Gelegentlich zoffte man sich mit dem Admin, der damals noch liebevoll Sysop genannt wurde, im Grunde waren DFÜler aber sowas wie die alternativen Golf-Tuner. Aber irgendwie nie so cool, ich glaube die Mädels haben damals nicht verstanden, dass wir die Zukunft waren. Gleichwohl auf unseren Treffen sicherlich nicht weniger über Mädels hergezogen wurde, als auf einem Golf-Treffen... Anders als die Golfer mit den Halbnackten aus dem D&W-Katalog, hatten wir aber "richtig Nackte" in unseren Boxen :-D

Egal, ich schweife wieder ab.

Jedenfalls kamen irgendwann die Netze und man konnte "plötzlich" überall mit jedem schreiben und Daten tauschen. Das war schon irgendwie sehr aufregend damals. Zu Zeiten, als das runterladen von Daten für eine Diskette noch mehrere Stunden dauerte!

Irgendwann kam dann das sogenannte "Wardialing" auf. Dabei suchte man nicht unbedingt einen Computer um ihn zu hacken, manchmal ging es auch nur um den Spieltrieb oder gar um die Möglichkeit, im Ortsnetz einen Rechner zu finden, in den man sich einwählen konnte um von dem aus über eine weitere Leitung teure Verbindungen in andere Netze (USA) zu bekommen.

Dazu müßt Ihr daran denken, dass ein Modem immer eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung darstellte. Wollte also eine Mailbox mehr als einen Benutzer gleichzeitig haben, brauchte sie die notwendige Anzahl von Anschlüssen. Sollten zugleich noch Datentransfere mit anderen Mailboxen stattfinden (die in regelmäßigen Abständen gemacht wurden), brauchte man halt n+1 Anschluss.

Nun gab es bekannte Mailboxen z.B. in den USA oder auch nur anderen Ortsnetzen (die Vorwahlen hatten ja mal einen gewissen Gebühren-Charakter) und die Idee war, eine Mailbox zu finden, sich einzuwählen und die zu veranlassen, eine Mailbox in den USA anzuwählen. Andere mögen das geschafft haben, ich habe es nie hinbekommen. Dafür anderes ;-)

Zugleich entwickelte sich in Deutschland das Usenet und holte gewaltig auf. Das Usenet bestand aus sogenannten Newsgroups, sowas wie "Mailinglisten", bei denen jeder lesen und fast jeder antworten konnte. Ich selbst war bis 2004 in einer der größten Newsgroups Deutschlands aktiv: de.rec.fotografie

Damals verwendete ich zum Mailen und für Newsgroups übrigens XP, und das zu zeiten, als wir alle mit DOS unterwegs waren und noch schworen, niemals Windows, allenfalls OS/2 zu benutzen. XP war allerdings damals die gebräuchliche Abkürzung für "Crosspoint", ein ungemein gutes Mailprogramm.

Ja... damals unter DOS wußte man noch, was fdisk, xcopy, fc, command.com und ansi.sys waren *lol* Und man wußte was die verschiedenen Protokolle waren, was eine 7-Bit-Mail war, was Steuerzeichen waren, was ALTGR+xyz für ein Zeichen ergab, warum Umlaute bäh waren, man sprach AT-kompatibel vor sich hin und wußte gute Packer zu schätzen und guckte nicht dumm aus der Wäsche wenn jemand sagte, dass es natürlich so nicht gehen kann, weil das halt nur mit 4.800 8 N 1 geht :-D

Aber gut: irgendwann kam dann "Compuserve" als mein erster großer ISP. Über das, was damals Internet zuzüglich der Telefonkosten gekostet hat, hülle ich den Mantel des Schweigens. Damals haben wir verschiedene Dinge ausprobiert: Surfen aus Telefonzellen, Anzapfen der Anschlüsse von anderen Häusern, Einwahlen in Netz über die ich vielleicht wann anders schreibe. Um unsere Kosten zu drücken. Das brachte mir erstaunliche Fähigkeiten im Umgang mit TK-Technik, aber auch erste Erfahrungen mit dem MAD und dem FBI. Aber gut, das ist ein anderes Thema...

Aber es fing auch an bunter zu werden.

Irgendwann kam dann als 2.-Account T-Online und hat irgendwann Compuserver bei mir abgelöst. In diesem Übergang irgendwann bin ich auf das "Internet" gestoßen, von dem heute immer alle reden, wenn sie das Klickibunti-WWW meinen. Das Netz, das zur Verrohung der Sitten geführt hat.

Denn plötzlich kamen Mails in HTML, waren 10kb groß mit 1kb Text, hatten keine ">" mehr um die Zitate und deren hierarchische Einordnung zu zeigen, plötzlich wollte jeder "ins Netz", die Firmen begannen aufmerksam zu werden und was weiß ich nicht noch.

Damals schon ist mir aufgefallen, dass es nicht möglich war "unser" Internet zu transportieren. Das WWW und die Netiquette schienen nur bedingt kompatibel, manchmal so scheint mir das Internet ein anarchischer und wilder Ort geworden zu sein, der nur noch wenig von dem sozialen Miteinander hatte, dass man früher gespürt hat.

Es gibt keine zentralen Newsgroups mehr, heute macht jeder ein Forum. Header in eMails sind spätestens seit Outlook / Outlook-Express nicht mehr die Bytes wert, mit denen sich verschickt werden.

Ich gebe zu, auch das Internet heute hat Vorteile. Keine Frage. Und auch ich mag es, ich hänge an ihm. Aber es ist anders geworden. Und leider auch anders, als ich gehofft habe. Es hat noch immer Potential, uns zu einer besseren Welt zu verhelfen, aber die Chancen werden immer kleiner, mit jeder bekloppten Abmahnung schneller.

Für mich war einer der persönlichen Tiefpunkte dann 2004 erreicht, als ich das hier geschrieben habe. Seit dem ist bei mir und für mich vieles anders. Aber auch das ist ein andere Thema.

Zurück zu Mauzi: Damals in der Zeit des Umbruchs von den Mailboxen hin zum "Internet" begab sich folgendes: Ein FeF bat mich, ihm einen Internetanschluss zu verpassen. Gesagt getan, ein paar Tage später war er online - zusammen mit seinem neuen, 250 DM teuren Modem mit damals UNGLAUBLICHEN 33,6Kbit/s. Und wieder ein paar Tage später stinke sauer auf mich, weil er der Meinung war, ich hätte ihm sagen sollen, wie langweilig das Netz ist, wie wenig sich da tut, allenfalls mal alle 24h oder so.

Nach einigem Fragen stand dann fest, dass er nicht wußte, was bei seinem Netscape Navigator die Adressleiste war und wofür die gut war. Ein paar ausführende Worte später, ein paar Tastendrücke zu einer bekannten Seite (heise.de) und ein erstauntes "Wow, da gibt es mehr als dieses eine Bild" (gemeint war die Startseite, die ich eingerichtet hatte) und ich wußte, es gibt sie wirklich: die Daus.

Aber gut. Der UntergangFortschritt ist halt nicht aufzuhalten und so schauen wir in die Zukunft und warten mal auf das, was da noch kommt... und immer, wenn ich ein Modem pfeiffen höre, bekomme ich noch heute einen sentimentalen Glanz im Auge... *schnüff*



Ich wette übrigens, Mauzis CD ware NICHT von AOL.
Die kamen nämlich erst viel später dazu :-D

Soundtrack Du HBf - Voerde

Abfahrt - Lollipopp von The Chordettes
Hauptstraße - Praise You von Fat Boy Slim
Autobahn - Staring at the Sun von The Offspring
Landstraße - Killboy Powerhead von The Offspring
Letztes Stück - A Horse with No Name von America

Stöckchen: Haarig

  1. Wäscht Du Deine Haare täglich?
    Im Grunde genommen ja, teilweise 2x. Halt bei jedem Duschen
  2. Wenn nein: Warum nicht?
  3. Hast Du lange oder kurze Haare?
    Eher... kurz
  4. Wenn Du lange Haare hast: Hattest Du schon mal kurze Haare oder kannst Du Dir vorstellen, Deine Haare kurz schneiden zu lassen?
  5. Wenn Du kurze haare hast: Hattest Du schon mal lange Haare bzw. hättest Du gerne lange Haare?
    Ich mag langes Haupthaar, aber an mir kann ich mir das so gar nicht vorstellen. Schon 3 Wochen ungeschnittenes Wachstum lassen mich eher nach einem mißglückten DNA-Experiment aussehen.
  6. Welche Haarfarbe hast Du?
    Dunkel Braun mit mehr oder weniger Grau
  7. Hattest Du schon mal eine andere Haarfarbe?
    Nein
  8. Wenn Du blond bist:
    Bin ich nicht.
  9. Wenn Du dunkelhaarig bist:
    Was dann?
  10. Wie stylst Du Deine Haare?
    Stylen? Erübrigt sich. Ab un an ein wenig Gel zum fixieren, aber in der Regel gar nix.

Crank ist krank :-)

Und das ist durchaus als Kompliment gemeint. Der Film ist krank, absolut. Und so typisch amerikanisch: bitte keinen blanken Busen, aber haltet die abgehackte Hand doch bitte nochmal in die Kamera, danke.

Letztlich ist der Film einfach klasse. Der Schauspieler Jason Statham gefiel mir ja schon in Transporter unglaublich gut, auch wenn ich ja Transporter: The Mission eher übel fand.

Und auch in dem Film kommt er einfach saugut rüber, bemerkenswert cool, dabei absolut unrealistisch und doch irgendwie authentisch. Schwer das zu beschreiben, auf Filmfacts ist das deutlich besser zu lesen als hier in meinem Gestammel.

Was dort allerdings nicht rüber kommt: ich habe mich bald nass gemacht vor lachen. Ein Action-Film der dermaßen viel Humor versprüht, sich selbst dabei derbe auf die Schippe nennt und von vornherein klar macht: er will unterhalten, er will erzählen, nicht analysiert werden.

Wer gerne Action mag, die allerdings zwischendurch auch jenseits des guten Geschmacks landet, und zugleich Freund des bildhaften Humors ist, sollte sich den unbedingt ansehen.

Frauen bitte nicht ohne männliche Beschützer, die Mädels gestern hatten mit leichten Panik-Attacken zu kämpfen. Männer bitte nicht ohne weibliches Schutzobjekt, die Jungs gestern haben gerne aufgepasst.

Übrigens: wie kann man so kaputt und zugleich so gut aussehen?

Also für einen Mann, mein ich?

Hier fehlt doch was?

Genau, die tägliche Dosis Weisheit meiner Seelenheilbeauftragten, dem SternchenJG.

Sternchen... alles klar bei Dir? Und es vermissen bestimmt noch andere Deine süssen täglichen Sprüche. Zumindest all die, die das jetzt hier in die Kommentare schreiben...

Wer macht sie voll?

Die 55.555 ?

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen. :-D

unkreativ

& ohne Bedeutung!

Geht weg!





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