Borat
Oh je… wieder so ein Film, bei dem ich eigentlich nicht weiss, was ich schreiben soll und möchte.
Als wir Freitag aus dem Kino kamen, habe ich meine Begleitung gefragt, ob der Film gut gewesen ist. Sonntag, als ich immer noch über ihn gesprochen habe, war mir klar: DAS ist ein guter Film, denn er regt zum Nachdenken an.
Ich bin sicher, man wird so viele verschiedene Meinungen über ihn finden, wie es Menschen auf der Erde gibt. Einfache Gemüter fanden ihn lustig oder langweilig, nachdenkliche Menschen fanden ihn ergreifend, bewegend oder zu oberflächig. Manche wie ich verweisen dann zudem auf die Ekel-Note, die dem Film teilweise angediehen wurde.
Nicht, dass wir uns missverstehen: auch wenn ich mich stellenweise geekelt habe wie selten zuvor im Kino, habe ich zu gleich gelacht wie lange nicht mehr.
Wenn man ein paar Lektionen der Weltgeschichte, Weltpolitik und etwas mehr Englisch als der Pisa-geplagte Schüler versteht, kann man an dem Film einen sehr eigenen Spass haben. Lachen, weil man eigentlich weinen müsste über das, was Cohen dem Zuschauer da vor Augen führt. Ein Spiegelbild einer Gesellschaft, die – wie es zunächst scheint – weit weg von unserer, unserem Werte- und Normensystem ist und doch auf ihre Weise viel näher am Alltag ist, als wir es glauben würden.
Man kann den Film ohne jeden Hintergedanken ansehen, ihn schlicht konsumieren und sich vergnügen. Aber das wird ihm nicht gerecht. Im Grunde ist es sogar einen Film, den man nicht nur einmal gesehen haben sollte, sondern mehrfach. Und in dem man sich immer wieder die eine Frage stellen sollte: Warum glauben wir, wir wären die Krone der Schöpfung?
Das der Film in einigen Regionen zu protesten, wenn nicht gar zu Verboten führte, wundert mich nicht. Er ist kritisch, er ist direkt und er verlangt ein großes Maß an Offenheit und er hat sicherlich mehr Potential, einen Clash of Civilisations zu verursachen, als die Mohammed-Karikaturen und wir wissen alle, wo die uns hingeführt haben. Nicht für gut, wie ich meinen möchte.
Egal. Kern meiner Worte sollte sein, dass der Film den einen oder anderen Besuch im Kino aber mal ganz, ganz locker rechtfertigt. Und das man ihn sehen sollte. Kritisch. Mit wachen Augen und wachem Verstand.
Und wer kann, sollte unbedingt am Ende sitzen bleiben, die Hymne (auf Englisch) anhören und sich seinen Teil denken.
Fazit: Unbeding empfehlenswert, vielleicht ein neuer Standardfilm für Lehrer um mal aufzuzeigen, in was für einer Welt wir eigentlich leben.
Als wir Freitag aus dem Kino kamen, habe ich meine Begleitung gefragt, ob der Film gut gewesen ist. Sonntag, als ich immer noch über ihn gesprochen habe, war mir klar: DAS ist ein guter Film, denn er regt zum Nachdenken an.
Ich bin sicher, man wird so viele verschiedene Meinungen über ihn finden, wie es Menschen auf der Erde gibt. Einfache Gemüter fanden ihn lustig oder langweilig, nachdenkliche Menschen fanden ihn ergreifend, bewegend oder zu oberflächig. Manche wie ich verweisen dann zudem auf die Ekel-Note, die dem Film teilweise angediehen wurde.
Nicht, dass wir uns missverstehen: auch wenn ich mich stellenweise geekelt habe wie selten zuvor im Kino, habe ich zu gleich gelacht wie lange nicht mehr.
Wenn man ein paar Lektionen der Weltgeschichte, Weltpolitik und etwas mehr Englisch als der Pisa-geplagte Schüler versteht, kann man an dem Film einen sehr eigenen Spass haben. Lachen, weil man eigentlich weinen müsste über das, was Cohen dem Zuschauer da vor Augen führt. Ein Spiegelbild einer Gesellschaft, die – wie es zunächst scheint – weit weg von unserer, unserem Werte- und Normensystem ist und doch auf ihre Weise viel näher am Alltag ist, als wir es glauben würden.
Man kann den Film ohne jeden Hintergedanken ansehen, ihn schlicht konsumieren und sich vergnügen. Aber das wird ihm nicht gerecht. Im Grunde ist es sogar einen Film, den man nicht nur einmal gesehen haben sollte, sondern mehrfach. Und in dem man sich immer wieder die eine Frage stellen sollte: Warum glauben wir, wir wären die Krone der Schöpfung?
Das der Film in einigen Regionen zu protesten, wenn nicht gar zu Verboten führte, wundert mich nicht. Er ist kritisch, er ist direkt und er verlangt ein großes Maß an Offenheit und er hat sicherlich mehr Potential, einen Clash of Civilisations zu verursachen, als die Mohammed-Karikaturen und wir wissen alle, wo die uns hingeführt haben. Nicht für gut, wie ich meinen möchte.
Egal. Kern meiner Worte sollte sein, dass der Film den einen oder anderen Besuch im Kino aber mal ganz, ganz locker rechtfertigt. Und das man ihn sehen sollte. Kritisch. Mit wachen Augen und wachem Verstand.
Und wer kann, sollte unbedingt am Ende sitzen bleiben, die Hymne (auf Englisch) anhören und sich seinen Teil denken.
Fazit: Unbeding empfehlenswert, vielleicht ein neuer Standardfilm für Lehrer um mal aufzuzeigen, in was für einer Welt wir eigentlich leben.
unkreativ.net - 14. Nov, 18:00

