Freitag, 26. Januar 2007

Ey, das GEHT doch nicht!

Manche Dinge sind schlicht unfassbier. So eigen, dass es Stunden braucht, sie zu begreifen.

Gestern Abend hatte ich eine Diskussionsrunde mit einigen (sich selbst so empfindenen) wichtigen Menschen bei meinem Brötchengeber.

Schon im Vorfeld waren mir Infos zugegangen, die meine Laune auf Sub Zero brachten und ich habe sie gewarnt. Soll keiner sagen, ich hätte nicht gewarnt.

Es kam wie es kommen mußte, mir platzte der Kragen und in Folge ließ ich die Veranstaltung platzen. Nicht, dass die nicht ohne mich hätte geführt werden können. Ebenfalls hatte ich nicht die Position die Runde aufzulösen, aber wer dabei war weiss, warum alles plötzlich gehen mußten :-D

In dem Zusammenhang habe ich gesagt, dass ich einfach keine Verantwortung mehr übernehmen werde. Das ich einfach hinwerfe und sie doch sehen sollen, wie sie klar kommen.

Auslöser für meinen - und die sind extrem selten - Wutanfall war ein weiterer unqualifizierter Kommentar eines grünen Männchen, der dann noch meinte, ich wolle ihn nicht verstehen. Als Rache des kleinen Mannes wollte man mir dann (welch Strafe) meine Dienstreisen verbieten. Nur knapp konnte ich das "macht nix, komm ja gerade erst aus Hamburg wieder" daran hindern, meinen Mund zu verlassen. Welcome to the kindergarten.

Wie dem auch sei, im Nachgang sprachen noch Teilnehmer in verschiedenen Kombinationen miteinander und nachdem ich einfach nach Hause gefahren bin und mich von meiner Massagefee habe verwöhnen lassen, hat man auch den Chef der Chefs hinzugezogen.

Der ließ mir dann abends auf den AB sprechen, dass er sich freuen würde, mich heute zwischen 7 Uhr 30 und 8 zu einem Gespräch treffen zu dürfen.

Ich war während dessen mit einem tollen Menschen was essen und habe mich abgeregt. Danach den AB abgehört und gedacht: Hey, warum nicht.

Heute morgen habe ich mir dann einen Schlachtplan ausgedacht. Argumente, Gründe, Erklärungen, Forderungen. In der Reihenfolge. Wenn sie mich wirklich halten wollten, würde es sie was kosten. Und ich würde auf keinen Fall klein bei geben, ich würde bis zum letzten Atemzug kämpfen.

Und was passiert?

Man begrüßt mich, bietet mir einen Kaffee und fängt an zu reden:

Ich möchte Sie auf jeden Fall in dem Projekt halten. Schon weil ich niemand anderes habe, der Sie in absehbarer Zeit ersetzen könnte. Was kann ich machen, damit Sie weitermachen?

Und das Tempo in dem meine "Forderungen" Wünsche abgenickt wurden läßt glauben, dass ich viel zu wenig gefordertwünscht habe.

Nur... danach war irgendwie doof. Wie ein Krieg der entschieden war, bevor es zu einer Schlacht kam. Die ganze Energie, die ich gesammelt hatte, die schönen Argumentationsketten, all das war in mir... und durfte nicht raus.

Irgendwie hat dieser Sieg nicht nach Sieg geschmeckt. Es war mehr... eine bedingungslose Kapitulation der Gegenseite vor einem eigentlich völlig unterlegenem Gegner.

Ach, ich bin immernoch ganz verwirrt.



P.S. (Dienst-)reisen darf ich natürlich wieder. Oder noch. :-D

unkreativ

& ohne Bedeutung!

Geht weg!





hier rollt der Übwachungsminister...o
L_/
OL



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