Freitag Morgen noch schnell was zu erledigen gehabt, dann mit der ersten Beifahrerin die Zweite und
die dritte Mitfahrerin - Mirtana - eingeladen und ab nach Berlin.
Dort dann wegen unerwartet leerer Autobahnen doch schon viel früher angekommen, als erwartet und genug Zeit die eine abzusetzen, der anderen den Schlüssel zu organisieren und die Dritte im Foyer sitzen zu lassen, während
ich wir mein
feines Hotelzimmer bezogen haben.
Da es dann zu spät war etwas anderes zu unternehmen, sind wir halt etwas früher als geplant in das
ZOE eingelaufen. Zusammen mit der (angekündigten) Verspätung unserer Mitesserin haben wir dann auch nur ungefähr eineinhalb Stunden inmitten der leckersten Düfte warten müssen. Zusätzliche Grausamkeit am Rande war sicherlich, dass wir selber seit dem Frühstück ja nix mehr gegessen hatten.
Nachdem wir dann mit viel Spass unser lecker Essen verschlungen hatten, endete der Abend im Grunde auch wieder. Ein Teil der Mädels abgesetzt und dann weiter ins Hotel… schlafen.
Samstag war eigentlich ein früher Start in den Tag geplant, dummerweise war das Bett aber reichlich bequem, also erstmal liegen bleiben! Kurz vor Mittag dann die Entscheidung doch das Hotel zu verlassen und erstmal in die Innenstadt. Dort dann auch direkt einen Parkplatz gefunden (!), dafür aber kein Cafe zum Frühstücken.
Wir sind dann im
Mövenpick gelandet und haben uns über ein Buffet hergemacht, dass Gott in Frankreich nicht hätte besser hinbekommen können. Satt und zufrieden haben wir uns dann von der Bedienung erklären lassen, dass Frau „ich habe halb Berlin im Kopf“ leider keine Ahnung hatte, wo die Museen und Ausstellungen waren, zu denen wir wollten. Die hatten wir nämlich auf einem Spickzettel notiert –
der dann nach dem Essen gleich im Restaurant liegen blieb. Nicht so praktisch. Dank der Umsicht meiner Museums-Begleitung hatten wir aber einen Flyer von einer der Veranstaltungen und so konnten wir doch noch (geschätzte 5 Stunden später als geplant)
die Tibet-Ausstellung besuchen, die durchaus nicht nur einen wohligen Schauer zu erzeugen wusste, wir hatten auch humorig-komische Erlebnisse. Wer rechnet schon mit der therapeutischen Wirkung eines sich auf Dich setzenden Elefanten?
Netter Weise sind wir sogar für ganz wenig Geld rein gekommen, da die Kassenmaus sich meiner Argumentation zwar nicht anschließen wollte, wegen eines „guten Tages“ aber trotzdem auf einen Großteil des Eintritts (wir sprechen von bis zu 100% pro Person) verzichtet hat. Nett und herzlichen Dank :-D
Nach der Ausstellung dann noch mal so richtig auf Dicke Hose gemacht und mit dem Notebook und der UMTS-Karte im Foyer sitzend die Runde neu geplant, auf Grund der fortgeschrittenen Zeit blieb aber auch wieder nur noch ein Besuch einer Foto-Ausstellung mit einem kleinen Abstecher vorher zu der
Luzie ihrem Laden…
Der Luzie ihr Laden ist übrigens ein kleines, buntes Allerlei und ich fand es nicht so prickelnd, noch so satt vom Frühstück zu sein, weil die Torten („mit viel Liebe selbst gebacken“) sahen wirklich lecker aus und die Vorstellung, Torte mampfend, Kaffee schlürfend zwischen all den süßen Kleinigkeiten zu sitzen, die sie dort verkauft hat was.
Die Luzie sieht übrigens ganz anders aus, als sich das manch eine
Bloggerin vorgestellt hat. Aber alles andere als unsympathisch, eher richtig nett. Und so kommt sie dann auch rüber. Kleine Anekdote am Rande: Wir sind natürlich erfolgreich an ihrem Laden vorbei gelaufen weil uns NICHT klar war, dass in Teilen von Berlin die Hausnummern nicht alternierend, vielmehr umlaufend verteilt werden. Briefträger möchte ich da auch nicht sein ;-)
Von da dann wieder in Richtung ZOE um dann in einer kleinen Seitenstraße eine
eigenwillige Foto-Ausstellung zu besuchen mit Bildern, die ich nicht wirklich zuordnen kann, teilweise konnte ich nichtmal sagen, in welcher Technik so was produziert sein könnte. Für Digital zu eigen, für Analog zu glatt, für gemalt zu realistisch.
Und schon war es Zeit die
Anfängerin aufzulesen und das Restaurant zu suchen & zu finden. Sogar das Parken war gut möglich, so lange man gut zu Fuß war, da wir leider 5 Gehminuten vom Lokal weg parken mussten. Das hatte aber den unbestreitbaren Vorteil, einige sehr… ähhh… interessante Galerien sehen zu können. Leider war nicht so viel Zeit und so waren wir dann quasi pünktlich im
Restaurant Nord-Süd angekommen.
Das Restaurant war klein und spartanisch eingerichtet, die Stühle eher unbequem, die Tische bunt zusammengewürfelt. Aber nicht unsympatex. Das war eher der Anblick der WC, über deren Qualität ich hier kein Wort verlieren mag.
Positiver formulierte das der Mann an meiner Seite :-D
Der Inhaber war nett, der Musiker toll wenn er die Klappe hielt, der Hauptgang war okay aber etwas lieblos arrangiert. Der Salat vorher eine Frechheit und offensichtliche Resteverwertung und das Dessert okay, aber sicherlich nichts Besonderes. Gleichwohl hatte der Abend seinen ganz eigenen Charme, was sicher auch an den Leuten neben mir und mir gegenüber gelegen hat. Vor allem die neuen Bekanntschaften waren sehr angenehm zu schließen und
die eine oder
die andere würde ich gerne wieder sehen und die meisten sah ich sogar noch mal :-D
Menschlich fand ich das Treffen nicht so prall. Was nicht nur daran lag, dass ich nicht mit allen Leuten viel geredet habe, mit denen ich es hätte gewollt - allen voran natürlich
N aus Berlin - , auch schienen einige Leute vergessen zu haben, dass wir ein Miteinander feiern. Das merkt man auch daran, dass fast alle für ein gemeinsames Brunchen am Sonntag waren, ein solches dann aber wegen persönlicher Befindlichkeiten einzelner nicht zu realisieren war, im Gegenteil hätten sich beinahe Leute entscheiden müssen, mit welcher Gruppe sie denn jetzt Brunchen. Aber egal, ich kann das ignorieren, weil die Leute mit denen ich Sonntag noch unterwegs war, einfach göttlich waren.
Trotzdem war ich von einigen Teilnehmern sehr enttäuscht und von der Tatsache, dass offensichtlich niemand Interesse hatte, die Krusten aufzubrechen. Aber wer bin ich, dass ich wage das zu beurteilen? Vermutlich geht eine Teilschuld zu meinen Lasten, weil meine Begleitung am Sonntag auf dem Weg zu den Booten nicht zu Unrecht meinte, dass ich vermutlich der Einzige gewesen bin, der wirklich verstanden hat, was wo warum lief.
Auch halte ich meine Entscheidung für richtig, alle einfach machen zu lassen. Auch wenn offensichtlich nicht unbemerkt blieb – vor allem
der Liebesblüte – das es mir doch auf die Laune geschlagen hat und ich viel weniger gelacht habe, als sonst.
Wir sind dann relativ früh abgedackelt, also vor Mitternacht. Es wurde dann trotzdem 1 bis ich bei meinem Gastgeber, dem dynamischen
Parteibuch angekommen war und an Schlaf war dort aus verschiedenen Gründen nicht zu denken.
Leicht angeschlagen und noch müde bin ich dann Sonntag nach einer heißen und langen Dusche losgefahren und habe die Frühstückscrew eingesammelt. Da der angekündigte Herr der Schöpfung natürlich wohl keine Lust hatte, musste ich also ganz alleine mit 3 überaus charmanten jungen Damen frühstücken. Es sind diese Prüfungen, that seperates the Men from the Boys. Wenn Ihr wisst, was ich meine *lol*
Wir haben beim
Indisch-Pakistanisch-Brunch uns kringelig gelacht und ich wünsche mir sehr, dass Lina- und Hikari Recht haben mit Ihren Vermutungen zukünftiger Entwicklungen. Das wäre doch mal was :-D
Von da sind wir dann in einer Untermenge der Brunchteilnehmer zur Museumsinsel gefahren und haben eine gemütliche Bootstour durch Spree und Spreekanal gemacht. Schiffchen fahren und sich vom Guide berieseln lassen mit Witzen, die er wohl schon tausende Male einem ähnlichen Publikum erzählt hat.
Und dann? Dann war schon wieder Zeit meine Mitfahrer und Mitfahrerinnen einzusammeln und den Heimweg anzutreten. Noch eine kleine Anekdote? Eine meiner Mitfahrerinnen, die dann aber doch noch bis Dienstag in Berlin blieb, wollte kurz zu ihrer Bank. Die habe ich auch gefunden, dabei aber übersehen, dass es auch direkt an dem Treffpunkt mit einem weiteren Mitfahrer war. Sie war am Automaten, wir sind weitergefahren und ich dachte: hey, wo ist der denn? Naja, Handy sei Dank haben wir dann doch noch alle Leute gefunden und letztlich war es sogar von Vorteil, 10 Minuten verloren zu haben, die hätten sonst später vermutlich eine lange Nacht bedeutet.
Zumindest wäre ich aber nicht verhungert, ich bin vorher mit super leckerem Möhrenkuchen und Berlins besten Crossaints versorgt worden. Schlecht für die Linie, gut für's Gemüt :-D
Die Rückfahrt begann ziemlich entspannt, aber relativ schnell fiel mir auf, dass der Spritverbrauch höher als Erwartet war. Das hätte an der Zuladung liegen können, beim Nachtanken habe ich dann aber gesehen, dass sich der Unterfahrschutz an einer Seite ausgehängt hatte – was damit auch die merkwürdigen Windgeräusche erklärte. Allerdings war ich doch arg verwundert, dass das wirklich einen halben Liter Mehrverbrauch ausmachte… na egal.
Die Autobahn war sehr frei und wir sind mit einem guten Schnitt durchgekommen, immer so um die 150-160 km/h. Bis auf eine kleine Verzögerung an einer Stelle, wo sich offensichtlich kurz vorher ein BMW und ein anderes Auto böse abgeschossen hatten. Die Polizei war wohl soeben erst eingetroffen und ich würde mal vermuten, wenn wir nicht die Verzögerung bei der Abfahrt gehabt hätten, wäre das „unser“ Unfall geworden. So aber blieb das gesamte Wochenende überraschend und erfreulich unfallfrei, sieht man mal von dem Spinner ab, der Samstag Nacht versuchte, sich vor unsere Autos zu werfen.
So kam ich dann gestern zu Hause an und muss sagen, mein Gefühl ist reichlich gemischt, schon fast durchwachsen. Das Wochenende hatte absolute Highlights wie emotionale Tiefpunkte, das Treffen war schön, aber keines davon. Zugleich waren da noch einige Ereignisse, die ihren Lauf am Wochenende begannen, werden sich erst in den nächsten Tagen entscheiden…
Na, schauen wir mal…
(P.S. Das Dingel am Auto ist ausgerissen, irreparabel, macht dann 150 Euro bitte… und das nach einem Wochenende in der Stadt in der ein Frühtstück bald mehr kostet denn 2 Abendessen in Ddorf...)