Ich muss zugeben, langsam schiesse ich mich auf den Wiefelspütz ein. Der Name taucht in meinem Blickfeld immer wieder und immer öfter mit Aussagen auf, die mir die Haare zu Berge stehen lassen. Obwohl die das ja eigentlich immer machen. Die Haare, meine ich.
So lese ich heute bei Heise:
Die "Gespensterdebatten" von Datenschützern und anderen Gegnern einer weiteren Befugnis zur staatlichen Bespitzelung versteht Wiefelspütz dagegen nicht. Da werde immer so getan, "als wären wir ein Überwachungsstaat".
Ahhhh ja. Sind wir das nicht? Ist es nicht so, dass auf der einen Seite, wie in dem verlinkten Artikel beschrieben, neue und weitere Überwachungen gefordert werden,
während die Menschen und die Wirtschaft unter den bereits beschlossenen Maßnahmen noch ächzen und stöhnen?
Ist es nicht so, dass der Staat immer mehr und immer genauer wissen will, was ich wann wo mit wem wie warum mache? Werden dabei nicht sogar munter
die Zweifel unserer Verfassungschützer an der ausaufernden Überwachung gerne mal tot geschwiegen?
Und dann kommt eine Fortsetzung des Zitates, die mich ehrlich aus dem Stuhl haut:
Dabei fordere hierzulande niemand Folter oder Guantanamo.
Lieber Herr W. von der S.: Guantanamo und Co regen Widerstand gegen die Mißachtung der persönlichen Rechte, die sich kein demokratisch legitimiertes System leisten darf. Dort geht es um staatliche Gewalt, nicht um Überwachung.
Was sie hier machen, lieber Herr W. ist Bullshit-Bingo. Sie werfen mit Worten um sich, die emotionale Wirkung erzeugen soll und wie sie selbst denken, dass kann sich jeder selber denken. Nach Lektüre von Artikeln wie diesem bei Rabenhorst:
Klick!
Und sowas an so einem schönen Morgen...