Ich persönliche warte ja derzeit auf einen Terroranschlag oder zumindest, dass vermeintliche Terroristen vermeintlich daran gehindert werden, einen vermeintlichen Terroranschlag zu verüben.
Um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, heute mal ein kurzes Rätsel:
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unkreativ.net - 21. Apr, 00:56
... so nennt man die Zeit zwischen Mitternacht und Eins, von ihr ist just in diesem Augenblick die Hälfte abgelaufen.
Geisterstunde... ein guter Moment um Geister der Vergangenheit zu beschwören. Hierzu braucht es manchmal nicht viel, bei mir ist es gerade Tony Braxton mit Unbreak My Heart.
Wir sind im Jahre 1997, es ist beginnt der Sommer und ich schaue aus dem Fenster meines Büros auf das Gelände, sehe Kameraden vorbei laufen. Ich kann das gesamte Gebiet vor meinem inneren Auge durchstreifen, alles ist noch da. 1997 ist das Jahr, in dem wir dort im Büro Duke Nukem 3D spielen und es ist das Jahr in dem ein Abschnitt meines Lebens seinen Lauf nimmt, der mit Sicherheit der bisher Beste war. Vielleicht auf ewig der Beste gewesen sein wird.
Ich bin unter Freunden, was ich mache scheint einen Sinn zu haben, alles geht seinen geregelten Weg. Ich arbeite mit Menschen, sie mit mir. Einen Großteil meiner Gedanken verwende ich auf die jeweils kommenden Wochenenden. In der Woche treiben wir Sport, planen und arbeiten, am Wochenende bin ich ganz woanders, auch wenn sich einige Menschen in beiden Teilen finden. Eine unglaubliche Zahl von Menschen mag mich, einige mögen mich nicht, ein paar verabscheuen mich.
2007. Zehn Jahre danach ist alles anders. Das Gelände ist verlassen und aufgegeben, die Menschen von damals sind nicht mehr Teil meines Lebens, meine Aufgabe wurde eine andere mit weniger Sinn, der damals begonnen Abschnitt meines Lebens ist schon eine Weile vorbei.
Die Anzahl der Menschen die mich mögen ist kleiner geworden, die derer die mich verabscheuen stark gestiegen. Und sei es nur, dass sie mich hassen, damit sie mich nicht lieben müssen. So obskur das auch ist, begleitet es mich doch durch mein Leben.
Zehn Jahre sind vergangen, aus denen ich nicht viel zu berichten weiss, durch die ich hindurchgewatet bin wie durch einen Sumpf. Es gab schöne Momente, mehr am Anfang als am Ende und schlechte Momente, am Ende mehr als am Anfang.
Alles ist anders, nichts ist gleich. Neue Leute in meinem Leben haben neue Bedeutungen, im Guten wie im Schlechten. Alte Leute aus meinem Leben haben im Grunde keine Bedeutung mehr und wenn sie eine haben, dann im Schlechten, denn dann mit Schmerz verbunden. Die Welt ist kälter geworden, als ich es damals jemals erwartet hätte, Deutschland ist asozial bis ins Letzte und ich...
... ich bin.
Warum auch immer.
Und leise verklingt das Lied in meinen Ohren. Unbreak my Heart...
unkreativ.net - 21. Apr, 00:30