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Montag, 3. September 2007

Utopische Utopie...

Ich war gerade am Bahnhof, ein Ticket abholen. Also nicht hier am Bahnhof, sondern im Nachbarkaff. Wollte ein wenig Bewegung, bin also gelaufen. Sind ja nur 11km (normal gegangen, 2h).

Und wie immer, wenn ich so mit meinem iPod unterwegs bin, kommen mir wirre Gedanken. Wie ein Fremdkörper sich in eine Muschel schleicht und um ihn herum die Perle entsteht, entstehen so in meinem Kopf Fantasien, Geschichten, Blogbeiträge.

Und machnmal auch Utopien. So wie heute...

Wenn die im Öl-Business involvierten Firmen so arbeiten und denken, wie andere Firmen im "Freien Markt", dürften sie kein Interesse haben, verläßliche Zahlen zu liefern, wie schnell das Öl alle sein wird. Sie werden den Eindruck erwecken wollen, dass noch lange Vorräte da sind, damit die Suche nach Alternativen, insbesondere beim Kunden, nicht an Dringlichkeit gewinnt.

Somit wird irgendwann - Überraschung! - plörtlich das Öl alle sein, die wenigen staatlichen Reservern für Rettungsdienste etc. vorgesehen sein und der Bürger dumm dastehen.

Jetzt vertrete ich ja schon lange die Meinung, dass die Erdöl"produzenten" schon lange Pläne, eventuell sogar Techniken für die Zeit danach in den Schubladen haben. Zum einen werden sie JETZT das auf-den-Markt-kommen verhindern wollen, zum anderen wollen sie DANN weiter Geld verdienen.

Und plötzlich sieht sich der Mensch damit konfrontiert, dass er kein Auto mehr hat und in der Not, bei den wenigen Anbietern, Elektrofahrzeuge kaufen muss.

Dummerweise werden die Preise auf Grund des "Kaufzwangs" recht hoch sein und ob Atomstrom (wobei ich bezweifel, dass es dann noch Uran gibt...) ökologisch sinnvoll wäre oder die Frage der Umweltbelastung bei der Produktion der Energiespeicher und bei ihrer Lagerung als Schrott eigentlich zulassen wird, so weiter zu machen, wäre kritisch zu hinterfragen...

Egal.

Jetzt stellen wir uns mal mein Utopia vor. Mündige Bürger, vor den Kopf geschlagen und den Konzernen einmal mehr ausgeliefert. Und dann das:

Aus der Vergangenheit kommt eine Transportalternative für Kurzstrecken. Lange Strecken fährt man mit der Bahn (mit Wind- und Solarstrom gespeist), ganz lange Strecken vielleicht mit dem Schiff (auch mit Solar :-D). Und kurze...

Erst sieht man den einen. Dann den anderen. Langsam werden es mehr und irgendwann hat man sich an den Anblick gewohnt. Wie sie da auf ihren Pferden zur Arbeit reiten.

Pfiffige Tankstellenbesitzer machen auf die Schnelle einen Umbau zu einem Mietstall, wo man sein Pferd unterstellen kann, wo es gefüttert und gepflegt wird. Ganze Berufsstände kommen wieder zur Bedeutung (Straßenkehrer), andere sehen düster in die Zukunft (wer braucht dann noch chemische Dünger??). Durch die geringe regionale Reichweite der einzelnen Pferdezüchter und Händler entstehen Tausende neue "Transportmittelerwerbsstellen", die nicht an die großen Konzerne gebunden sind, es entsteht richtiger Wettbewerb.

Familien entdecken den Reiz der Umgebung in Kutschen. Kinder lernen schon früh zu reiten und überhaupt mit Tieren umzugehen, Verantwortung zu übernehmen.

Und so weiter. Und so fort.

Und die CO2-Bilanz eines Pferdes? Sicherlich besser als die eines Autos. Die Energiebilanz? Bestimmt auch.

Mal ehrlich, wäre das nicht genial? Warum hat man eigentlich die Pferde abgeschafft? ;-)

Also lautet mein Rat für heute Abend: Kauft schon mal einen Acker.

Wenn das CMS Amok läuft :-)

Manchmal sind komplett automatisierte Prozesse und Systeme nicht das Gelbe vom Ei. Manchmal sollte man den Menschen nicht außen vor lassen. Erinnert sich noch jemand an den KZ-Artikel mit der Eon-Werbung?

Nicht ganz so kraß, aber doch irgendwie makaber, was ich gerade bei der Süddeutschen gesehen habe. Blondes Mädchen-Foto mit der Überschrift: Hannah ist tot.

Etwas tiefer: Blondes Mädchen-Foto mit der Headline: Neue Kinder braucht das Land...


Schon wieder...

Montag???

unkreativ

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hier rollt der Übwachungsminister...o
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