Hier sitze ich nun... die "Arbeit" ist getan, Laufen war ich, der Körper wurde mit einem Lachbaguette belohnt, geduscht bin, Kaffee steht hier...
Zeit, sich mal um eine Nachbetrachtung von gestern Abend zu bemühen. Das ist natürlich dann extrem subjektiv und vielleicht für den einen oder anderen auch nicht ganz so schmeichelnd. Das soll dann aber nicht darüber täuschen, dass ich den Abend gestern in weiten Teilen sehr genossen habe. Aber der Reihe nach.
Da ich direkt aus dem Büro in das
Cafe Museum gedüst bin, war ich der Erste vor Ort. Das kann daran gelegen haben, dass mein Wille zur Büroarbeit am Freitag Abend nicht sehr ausgeprägt ist.
Ich war überrascht, dass wir einen eigenen Raum hatten. Und ich hatte die böse Vorahnung, dass der zu groß gewählt war.
Zu meiner Verwunderung war der
Prospero als Gastgeber noch nicht vor Ort, dafür hat er sich aber mit der ersten und sehr umfassenden Berichterstattung wieder in das rechte Licht gerückt ;-)
Nachdem ich gerade das Foto oben gemacht hatte, kam der
Olle Osel. Er fragte, ob das der Bloggerraum sei, ob es wirklich ein Nichtraucher-Raum sei. Aber nicht nach meinem Namen. Das war in sofern interessant, als das ich "inkognito" da war, nichts an mir ließ auf meine "Identität" schliessen.
Wir bestellten eine erste Runde Getränke. Pils für ihn, Kaffee für mich.
Kurz darauf erschien dann
Thomas von den Ruhrbaronen. Thomas ist nach seinem Selbstverständnis "Politik-Journalist" und betrat den Raum mit der obligatorischen Frage, ob es der Raum des Bloggertreffens wäre - und warum es ein Nichtraucherraum ist.
In der Zwischenzeit hat der Olle Osel mich anhand einer Kreuztabelle als wahrscheinlichen Betreiber meines Blogs identifiziert. Okay, da hat jemand seine Hausaufgaben gemacht ;-)
Relativ kurz darauf erschienen
Fenrir,
Kueperpunk, Prospero und dann Schlag auf Schlag andere.
Bald füllte sich der Raum und sehr bald schon war klar, dass er nicht zu groß war. Eher zu klein. Deutlich zu klein.
Neben mir saß dann der
Namenlose. Auf der anderen Seite tauchte irgendwann jenseits meiner Sitznachbarn der
Flusskiesel auf... Am Ende des Tisches saß die
Singlemama, daneben der
Herr Schlauschiesser.
Zur Singlemama kann man nicht viel sagen. Sie ist einfach eine der guten Seelen der Treffen. Außerdem hat sie mich zum Abschied gar wunderbar geknuddelt und dürfte spätestens jetzt eh fast alles ;-) Auch wenn sie nicht unkritisch auf meine Schleifpapierbeschaffenheit hinwies. Ich gestehe, ich hatte morgens einfach keine Lust, die Klinge zu schwingen. ;-)
Der Schlauschiesser war ja schon auf dem ersten Treffen im Paulaner jemand, der als sehr sympatex aufgefallen ist. [Und wohl nicht nur mir ;-) ] Gestern hatte ich - nach dem Brunch in Wesel - wieder die Gelegenheit, mit ihm zu reden und der Eindruck verfestigt sich von Mal zu Mal.
Gegenüber saß zunächst eine sehr interessante Mischung: Die Frau, die nicht Frau, auch nicht Fräulein, aber
Sprunghaft oder Asa genannt werden möchte. Sie ist eine bemerkenswerte Person, nicht nur wegen der farblichen Abstimmung ihres Pullis und ihrer Ohren, auch wegen ihrer charmant-intelligenten Art. Ganz abgesehen davon, dass sie sich sehr gut gehalten hat ;-) Daneben
Mirtana, die derzeit nicht bloggt, aber durchaus präsent ist ;-)
Durchaus interessante Mischung von Menschen, die mir den einen oder anderen Lacher beschert haben. Nur... das waren nicht alle:
Es kamen noch etliche Leute, die ich nicht kannte. Teilweise aber gerne kennen (lernen) würde, wie zum Beispiel die
Psychokatze. Leider hatte ich keine Gelegenheit, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Was sicherlich auch daran lag, dass sie so früh wieder gegangen ist. Und damit auch ihre Begleiter/-innen, von denen ich leider nichtmal den Namen kenne.
Anwesend war auch der
Sänger der Band "Bandbreite", was für mich besonders interessant war. Denn ich habe hier noch eine Liste mit Menschen, die ich in der näheren Zukunft ansprechen muss, und er gehört dazu.
Als es dann leerer wurde, kamen endlich auch Gespräche zwischen denen zustande, die sich bisher nicht kannten. Leider war das vorher nicht der Fall, was ich sehr, sehr schade fand. Aber das ist ein Problem, dass nicht nur ich so wahrgenommen habe, sondern auch andere und ich bin sicher, dass man sich Lösungen überlegt.
Ach Gott, das liest sich hier alles so wenig positiv. Dabei war es das gar nicht. Aber es ist schwer, so viel Positives zu schreiben,
wenn Prospero schon so extrem gut vorgelegt hat.
Da müßte ich übrigens nochmal drauf eingehen: Ich habe nicht verraten, in welcher Partei ich bin. Ich habe verraten, in welcher Fraktion ich sitze. Aber ich bin
nicht Mitglied dieser Partei ;-)
Allgemein kann man übrigens sagen, dass der Raum eine sehr gute Wahl war. Auch das Cafe Museum. Trotzdem muss ich auch hier Kritik üben: Hätte der Kellner mich aufgefordert, mir das Besteck selber zu holen (mir hat er es gebracht), hätte ich laut widersprochen. Auch schon das Cafe Museum mit der Anzahl der Gäste trotz Reservierungen überfordert zu sein... was ich einfach mal unter anderem an der Wartezeit auf das Essen messe. Und ein Kellner, der sich in den Raum stellt und ruft "will noch wer was trinken", wäre auch Kritik wert.
Ich danke dem Prospero, dass er das inzwischen sechste (stimmt das?) Duisburger Treffen organisiert hat. Und wie ich den Gesprächen entnehmen durfte, war man allgemein angetan davon, dass es ihm so gut gelingt, die Treffen so offen zu gestalten, dass jedes Mal neue Gesichter dazu kommen.
P.S.: Leute die darum bitten, nicht fotografiert zu werden, sollten nicht "wahllos" und ungefragt andere Leute fotografieren. Sag ich jetzt mal so direkt: das fand ich unverschämt.