Familienkarte Duisburg: Imagepflege für Unternehmen
Man verstehe mich bitte, bitte, bitte nicht falsch: Echt, ich habe nichts dagegen. Wirklich nicht. Vor allem dass Alleinerziehende von dieser geplanten Familienkarten in Duisburg profitieren können in Zukunft und natürlich dann auch die Familien - keine Frage, Rabatte für Familien finde ich total toll.
Und die Partner, die jetzt schon von der Stadt dabei sind, die sind auch sehr beeindruckend: Die Stadt Duisburg wird mit zahlreichen Angeboten in Vorlage gehen. Vergünstigte Eintrittspreise in Museen, Bädern, dem Zoo und anderen städtischen Einrichtungen sollen helfen, das Familienbudget zu schonen und die Familien in Duisburg zu halten. Steht so in der Pressemeldung. Toll, oder?
Die Karte wurde im letzten Jahr im Rat beschlossen damit eben nicht die Geringverdiener, die Bedürftigeren "diskreditiert" werden.
Bedürftige hätten natürlich auch eigentlich auch in den Genuss des geplanten DU-Passes mit Sozialticket kommen können. Der nicht nur Familien sondern grundsätzlich alle Bedürftigen umfasst hätte. DIELINKE hat im letzten Jahr dafür kräftig geworben - etwas scrollen, die Meldung steht ganz unten auf der Seite - und oh Wunder, die SPD war ausnahmsweise auch für etwas, für dass DIELINKE war: Der Duisburg-Pass sieht für alle DuisburgerInnen unterhalb der Armutsgrenze, EmpfängerInnen von ALG II und Sozialgeld umfangreiche Ermäßigungen bei Kultureinrichtungen, Kinderfreizeiten, Hallen- und Freibädern etc. vor. Überdies ermöglicht das angegliederte Sozialticket günstige Mobilität im öffentlichen Nahverkehr.
CDU und Grüne allerdings haben das damals abgelehnt und die Familienkarte durchgedrückt. Weil die Familie ja so schlecht weggekommen sei in der Vergangenheit. Laut Pressemitteilung sucht die Stadt Duisburg zur Zeit Unternehmen, die die Familienkarte unterstützen wollen. Sozusagen Öffentlich-Private-Partnerschaften: Gesucht werden jetzt familienfreundliche Unternehmen und Vereine, die mithelfen, dass die Familienkarte in Duisburg ein voller Erfolg wird. Die Beteiligung kann in Form einer Sach- oder Dienstleistung, mit einem Spezialangebot nur für Familien, mit einem Rabatt oder einer einmaligen oder wiederkehrenden Aktion erfolgen. Vereine können dazu beitragen, musikalische, sportliche oder sonstige Interessen der Kinder und Jugendliche zu wecken. Es gilt, den Kids eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten oder Hilfen bei Hausaufgaben, Bewerbungen und vieles mehr zu verschaffen.
Nochmal: Ich bin nicht gegen Rabatte für Familien und wenn Kinder gefördert werden ist das wirklich eine gute Sache. Es riecht allerdings nach billiger Imagepflege für Unternehmen. Denn natürlich hebt ein Siegel das Image enorm in den Augen der Bevölkerung - Nachfragen ob das Unternehmen dann auch sonst familienfreundlich handelt wird man dann kaum stellen. Also ob Telearbeitsplätze vorhanden sind, ob es interne Kinderbetreuung gibt, ob Teilzeit für Mütter möglich ist und so weiter. Was ja eigentlich viel wichtiger wäre um beurteilen zu können ob ein Unternehmen familienfreundlich ist. Stattdessen wird einfach ein Siegel verteilt, auf die Tür gepflatscht und voila - wird sind auf einmal total für die Familie. Prima. Familywashing in Reinkultur.
Dass darüber hinaus es natürlich auch noch andere Bedürftige gibt, die kein Kind erziehen und deswegen nicht in den Genuss der Ermäßigungen kommen obwohl sie es genau so nötig hätten - dass ist dann wohl mit den Worten der Bürgermeisterin gemeint, dass man halt gewisse Gruppen nicht diskreditieren wolle. Natürlich tut man dass dann nicht, wenn man nur gewisse Gruppen bevorzugt. Neeeeiiinnn...
Und die Partner, die jetzt schon von der Stadt dabei sind, die sind auch sehr beeindruckend: Die Stadt Duisburg wird mit zahlreichen Angeboten in Vorlage gehen. Vergünstigte Eintrittspreise in Museen, Bädern, dem Zoo und anderen städtischen Einrichtungen sollen helfen, das Familienbudget zu schonen und die Familien in Duisburg zu halten. Steht so in der Pressemeldung. Toll, oder?
Die Karte wurde im letzten Jahr im Rat beschlossen damit eben nicht die Geringverdiener, die Bedürftigeren "diskreditiert" werden.
Bedürftige hätten natürlich auch eigentlich auch in den Genuss des geplanten DU-Passes mit Sozialticket kommen können. Der nicht nur Familien sondern grundsätzlich alle Bedürftigen umfasst hätte. DIELINKE hat im letzten Jahr dafür kräftig geworben - etwas scrollen, die Meldung steht ganz unten auf der Seite - und oh Wunder, die SPD war ausnahmsweise auch für etwas, für dass DIELINKE war: Der Duisburg-Pass sieht für alle DuisburgerInnen unterhalb der Armutsgrenze, EmpfängerInnen von ALG II und Sozialgeld umfangreiche Ermäßigungen bei Kultureinrichtungen, Kinderfreizeiten, Hallen- und Freibädern etc. vor. Überdies ermöglicht das angegliederte Sozialticket günstige Mobilität im öffentlichen Nahverkehr.
CDU und Grüne allerdings haben das damals abgelehnt und die Familienkarte durchgedrückt. Weil die Familie ja so schlecht weggekommen sei in der Vergangenheit. Laut Pressemitteilung sucht die Stadt Duisburg zur Zeit Unternehmen, die die Familienkarte unterstützen wollen. Sozusagen Öffentlich-Private-Partnerschaften: Gesucht werden jetzt familienfreundliche Unternehmen und Vereine, die mithelfen, dass die Familienkarte in Duisburg ein voller Erfolg wird. Die Beteiligung kann in Form einer Sach- oder Dienstleistung, mit einem Spezialangebot nur für Familien, mit einem Rabatt oder einer einmaligen oder wiederkehrenden Aktion erfolgen. Vereine können dazu beitragen, musikalische, sportliche oder sonstige Interessen der Kinder und Jugendliche zu wecken. Es gilt, den Kids eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten oder Hilfen bei Hausaufgaben, Bewerbungen und vieles mehr zu verschaffen.
Nochmal: Ich bin nicht gegen Rabatte für Familien und wenn Kinder gefördert werden ist das wirklich eine gute Sache. Es riecht allerdings nach billiger Imagepflege für Unternehmen. Denn natürlich hebt ein Siegel das Image enorm in den Augen der Bevölkerung - Nachfragen ob das Unternehmen dann auch sonst familienfreundlich handelt wird man dann kaum stellen. Also ob Telearbeitsplätze vorhanden sind, ob es interne Kinderbetreuung gibt, ob Teilzeit für Mütter möglich ist und so weiter. Was ja eigentlich viel wichtiger wäre um beurteilen zu können ob ein Unternehmen familienfreundlich ist. Stattdessen wird einfach ein Siegel verteilt, auf die Tür gepflatscht und voila - wird sind auf einmal total für die Familie. Prima. Familywashing in Reinkultur.
Dass darüber hinaus es natürlich auch noch andere Bedürftige gibt, die kein Kind erziehen und deswegen nicht in den Genuss der Ermäßigungen kommen obwohl sie es genau so nötig hätten - dass ist dann wohl mit den Worten der Bürgermeisterin gemeint, dass man halt gewisse Gruppen nicht diskreditieren wolle. Natürlich tut man dass dann nicht, wenn man nur gewisse Gruppen bevorzugt. Neeeeiiinnn...
Prospero - 4. Mrz, 02:24

