"Jetzt mit 30% mehr" prangt auf der Packung, die so verlockend im Regal prangt. Als Jäger nach dem größten Profit fragt man natürlich nicht genauer nach, worin nun genau diese 30%-Zuwachs bestehen - im Gewicht? Bekommt man jetzt fünf Kekse gratis dazu? Egal, das Unterbewußtsein ruft uns zu: "Nimm es mit, los, los, sammel, jage, los, los, los. Braver Homo Sapiens..."
In Zukunft könnten diese 30% mehr einfach nur - Luft sein. Denn schließlich kommt jeder Trend aus den USA auch irgendwann einmal zu uns und wir können schon mal eine neue Vokabel für den Englischaufsatz lernen: "Shrink Ray". Ausgeschrieben heißt das: Weniger Inhalt für den selben Preis. Ein Phänomen, dass man in den USA jetzt schon desöfteren sieht, so
MSNBC.
Klar: Wir als Einkäufer wollen für unseren kleinen Geldbeutel das beste Ergebnis erzielen. Ironischerweise wollen das die Unternehmer ja auch. Also das beste Ergebnis erzielen. Und da man ja nicht einfach so die Kosten unverholen auf den Verbraucher abwälzen kann, weil sonst die nächste Revolution a la francaise bevorsteht füllen die Firmen halt weniger Inhalt in die genau baugleichen Verpackungen. (Na immerhin: Kuchen bleibt wohl gleich groß, hurra.)
Falls jemand meint, dass sowas nur in den USA passieren kann -
nö. Der WDR hatte z. B. schon 2002
einen interessanten Beitrag - nur noch im Google-Cache zu finden, also schnell hin und lesen - ebenso wie es eine interessante Broschüre beim
LBME NRW gibt. Und aus dem Jahr 2006 stammt
ein konkretes Beispiel: Wie nämlich Pringles-Packungen manipuliert werden. Und ich bin mir sicher, wenn man ein wenig die Augen aufhält wird man noch mehr Beispiele finden...
(Übrigens lohnt sich generell mal der Vergleich zwischen den Verpackungsgrößen bei Markenprodukten und No-Name-Artikeln bzw. wieviel man für wieviel Euro bekommt...)