Samstag, 2. August 2008

Dem Redaktör ist nischt zu schwör

Ich mag Zeitungen. Weil in Zeitungen schreiben Journalisten und Journalisten bilden die 4. Gewalt im Staat. Oder zumindest sollten sie das. Sie sind Investigativ, decken Verschwörungen auf, erklären uns warum zum Beispiel der EU-Reform-Vertrag für die Tonne ist, sie fahren nicht nach China, weil sie dem Regime nicht in die Hände spielen wollen und berichten statt über Joggen im Peking-Smog über die schwierige Arbeit von Amnesty International. Oder so ähnlich.

Dabei sind sie manchmal natürlich objektiver als man erwarten würde und manchmal sind sie vielleicht auch angefressen oder persönlich einfach in einer schwierigen Situation. Journalisten sind, so habe ich mir versichern lassen, letztlich auch nur Menschen. So einer scheint auch Herr Alihodzic zu sein.

Ich mag Musik. Andere Menschen schreiben und machen Musik, eine Form der Kunst in der sich oft Fantasie & Fiktion, Realität und Erlebnisse zu einer bunten Mischung vereinen, die manchmal zum Nachdenken, Schmunzeln, Weinen oder Kopf schütteln anregt. Manchmal ist Musik ein Statement. Manchmal ist Musik nur Kunst. Und gefällt dem einen, dem anderen nicht. Einer dieser Menschen die sich mit Musik ausdrücken ist Marcel Wojnarowicz.

Marcel ist Sänger der Band Bandbreite, die ich schonmal vor langer Zeit mit ihrem Lied "Habt Ihr Das Vielleicht Selbst Gemacht" hier verlinkt habe. Ein Lied, das mir vor allem auf Grund seines Textes gefallen hat.

Vor einiger Zeit habe ich Marcel dann kurz auf einem Bloggertreffen kennen gelernt und er war mir nicht unsympatex.

Eher im Gegenteil: er machte den Eindruck eines intelligenten, weltoffenen, jungen Mannes, der seine Umgebung sehr wach beobachtet. Daraus entstand dann zum Beispiel das Duisburg-Lied, welches durchas pointiert auf den einen oder anderen nicht so glücklichen Umstand in DU hinweisen will.

Gestern Abend und heute morgen liefen dann bei mir diverse Meldungen auf, die Bandbreite hätte in der WAZ einen... sagen wir nicht so positiven Artikel kassiert. Der erschien dann folglich auch auf dem Haus-und-Hof-Portal: derwesten.

Und hier schließt sich der Kreis meiner Einführung. Denn der Beitrag ist von dem eingangs erwähnten Journalisten geschrieben. Oder Redakteur. Und beim Lesen bin ich echt sprachlos geworden:

Der Artikel ist nicht nur in meinen Augen unglaublich schlecht im Stil, er ist auch dermaßen arrogant, dass einem fast die Spucke weg bleibt. Und als wäre das alles noch nicht genug, hat der Autor entweder nicht verstanden, was in den Liedern besungen wird, oder möglicherweise wollte er es nicht verstehen.

Die Vorwürfe des "die sind Rechts" sind schonmal unglaublich absurd und werden nicht weniger absurd durch die Vergleiche und Analogien: Nazis und Ultrarechte assimilieren und okkupieren bekanntlich alles und jeden, der die oder das irgendwie für ihre Zwecek verwendet werden kann.

Aber eine Band, die regelmäßig auf Konzerten gegen Rechts spielt und die sich über die möglicherweise homosexuelle Ader von Adolf lustig macht als Rechts zu bezeichnen?

Vollends kurios wird es mit der Behauptung des Redakteur, das Lied über Adolfs schwule Neigungen wären eine sexualpsychologische Betrachtung. Da fragt man sich, ob der "Schriftsteller" (denn das ist in meinen Augen Prosa, kein Journalismus) eigentlich verstanden hat, wovon er da redet.

Interessant ist auch die Zweifel an 9-11 mit folgendem Zitat abzutun:
Seine intellektuell offenkundig eher schlichte, von historischen Fakten unbelastete Gedankenwelt bricht sich hier in Verschwörungstheorien Bahn. Das immer wiederkehrende Thema: Die islamistischen Anschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001.

Aher. Die islamistsichen Aschläge. Ne ist klar. Historische Fakten. Ne ist klar. Wie sang Pippi Langstrumpf über die Welt, die sie sich macht, wie sich ihr gefällt?

Bin ich auch intellektuelle eher schlicht, weil ich erhebliche, in meinen Augen begründete Zweifel an der Geschichte rund um 9-11 habe?

In den Augen des Autors vermutlich. In meinen eher nicht und - Erstaunen macht sich breit - der überwiegende Teil meiner Bekannten ist entweder genauso schlicht wie ich oder anderweitig intellektuell eingeschränkt, wenn diese Menschen nämlich ähnliche Zweifel haben. Aber was solls, ich lese ja jetzt, dass alles ganz anders ist.

Insgesamt ist der Artikel wirklich unterste Schublade. Und ich bin froh, dass sich das nicht nur in den Kommentaren dort auch so widerspiegelt, sondern auch in anderen Blogs. Sowohl zu diesem Thema (z.B. bei Islmampress), als auch an anderen Stellen und bei ganz anderen Themen, an denen sich Herr Alihodzic "verbrannt" hat (wie z. B. MSV).

Jetzt wäre das alles hier keine 2 Worte wert
. Vielleicht einen Kommentar auf derwesten, vielleicht eine Mail an die Redaktion. Aber was ficht mich ein Redakteur an, der möglicherweise unglücklich ist und das vielleicht so verarbeitet, dass er versucht, seinen eventuell vorhandenen Lebensfrust auf andere zu projezieren? Man weiss es nicht...

Nur... wie gesagt, ich bin darauf angesprochen worden. Und das aus folgendem Grund: Wie Euch bekannt ist, berate ich ja den Kandidaten der SPD für die kommende Oberbürgermeisterwahl in Duisburg.

Und dort findet sich unter "Podcast" ein Lied der Bandbreite.

In Zeiten von Sarrazin & Clement ist man jetzt natürlich "empfänglich" für veremeintliches oder echtes Störfeuer und so wurde ich unter anderem im Bezug auf den Artikel in der WAZ auf den Podcast angesprochen.

Und um es kurz zu machen: Nach Rücksprache mit Jürgen C. Brandt, dem Kandidaten der SPD, bleibt der Podcast und wird nicht gelöscht.

Weder er noch ich sind der Meinung, dass die Bandbreite dem rechten Spektrum angehört oder gar durch übertriebene Paranoia aufällt.

Allerdings, so eine weitere Info, aus sehr verlässlicher Quelle, von heute morgen, wird sich wohl die Spitze der Lokalredaktion demnächst mit dem Thema befassen, bzw. gebeten werden, sich dazu zu äußern.

Geäußert hat sich übrigens auch Marcel. in einem zweiteiligen Youtube-Clip (Teil 1, Teil 2), in dem er auf viele Details des Artikels nochmal eingeht.

Ich persönlich hätte mir die Mühe gar nicht gemacht. Denn Alihodzic Äußerungen werden nur bei Kleingeistern, Stammtischproleten und ähnlichen auf fruchtbaren Boden fallen.

Bei intelligenten Menschen werden sie vermutlich sogar Neugier auslösen. Seine Auforderung dem nächsten Auftritt fern zu bleiben, wird vermutlich das Gegenteil bewirken. Ich hatte von dem anstehenden Gig noch nichts mitbekommen, jetzt steht er im Kalender.

Interessant, und deswegen an dieser Stelle gezeigt, ist auch ein Schreiben von Werner Jurga an mich. Werner, der sich schonmal für die Bandbreite und gegen die eingesetzt hat, die politische und künstlerische Texte missverstehen wollen schreibt:

Hi Stefan,

was mich selbst betrifft:
ich mache einen Blog, der meine Kleinlichkeit in Sachen gegen Rechts und pro Israel dokumentiert.

Ende letzten Jahres bin ich mich für Wojna in den Ring gegangen
http://www.jurga.de/html/diebandbreite.html
obgleich mir die Vorwürfe aus dem pro-israelischen bzw. jüdischen Umfeld gegen diebandbreite bekannt waren. Ich hatte auch mit ihm korrespondiert und bin zum Ergebnis gekommen: "Wojna" ist ein guter Kerl. Die Amis hat er etwas zu arg auf dem Picker; aber macht ja nix. Er wird verfolgt von einer amerikanischen Weltverschwörung, nicht von einer jüdischen.

Auch der Hinweis in der NRZ / WAZ, er fände Nuklearwaffen in den USA schlimmer als eine mögliche im Iran, dokumentiert m.E. nicht, dass er ein Freund der Mullahs wäre, sondern nur, dass auch er die USA für den "großen Satan" hält. Kann er machen, kein Problem.

Ihr - also Jürgen und Du - habt Recht: wir wären ja nicht ganz bei Trost, würden wir auf Wojnas Wahlkampfhilfe verzichten, und uns stattdessen unseren Schuldanteil daran erwerben, dass der Junge wirklich mal in die Fänge der Rechten gerät.

Ich habe nur deshalb einen Ton abgegeben, weil ich nichts, aber auch gar nichts darüber weiß, warum Zlatan Alihodzic so ein enormes Spektakel veranstaltet. Ein extrem scharfer Text, fast so bösartig wie meine.

Wisst Ihr, warum der das macht? - Es könnte ja sein, dass sein Motiv die gleiche ideologische Verbissenheit ist - wie eben mit umgekehrtem Vorzeichen beim Wojna. Dann wäre ja alles okay, dann hält man sich da raus.

Was aber, wenn nicht? Was aber, wenn Zlatan Alihodzic "geschickt" wurde? Nochmal: Euer Festhalten an diebandbreite halte ich für richtig. - Aber interessieren würde es mich schon.


Vielleicht kann ich hier ein wenig "Licht" erzeugen. Allerdings keines auf Grundlage konkret beweisbarer Fakten:

Ich habe gestern und heute aus verschiedenen Quellen gehört, dass es ein persönliches Problem von Alihodzic mit Marcel sein könnte, dass diesen Artikel letztlich hat zu dem werden lassen, was er ist.

Wichtig: das ist Hörensagen und kann nicht belegt werden. Es erscheint in meinen Augen aber nicht so unwahrscheinlich. Erscheint mir jedenfalls näher als eine angenommene ideologische Geschichte. Vor allem. wenn es so ist, wie mir zugetragen wurde. Wobei sich da natürlich die Frage stellt, wie es sein kann, dass ein Redakteur einer "renommierten" Tageszeitung seine möglicherweise vorhandenen persönlichen Differenzen auf diese Art austragen will. Das wirft auch ein nicht so gutes Licht auf das QM der Zeitung selbst, das solche Auswüchse eigentlich verhindern müsste.

Vielleicht ist es aber auch Fan-sein? Es bestünde auch die Möglichkeit, dass der Herr von der WAZ gerne sowas wie der "Franz Josef Wagner des Ruhrgebiets" werden möchte ;-)

Letztlich wäre ich nicht ich, wenn ich Marcel nicht auch noch gebeten hätte mir mal seine Meinung kund zu tun. Daraus wurde dann ein offener Brief, den ich gerne mit veröffentliche:

Klick!

Und jetzt gehet hin und leset. Nutzt die graue Masse zwischen Euren Ohren zur Abwechslung mal wieder für was Sinnvolles ;-)



Neben den bereits genannten Menschen, wie Jürgen, Werner und Marcel bedanke ich mich übrigens noch ausdrücklich bei Dirk für seinen frühen Hinweis und ganz besonders bei Asti für die Hintergrundinformationen und den Scan. Das alles hat mir etliche Stunden Arbeit und Internetrechere erspart, Ihr habt was gut ;-)

Verlinken, zitieren, backtracken, weitergeben und so fort für diesen Beitrag ausdrücklich erwünscht!

Offener Brief an die Geschäftsleitung und Redaktion der WAZ-Duisburg

Duisburg, der 2. August 2008

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Sänger der Duisburger Band "Die Bandbreite" möchte ich Bezug nehmen auf den Artikel "Von rinks nach lechts" von Zlatan Alihodzic, der am 1. August 2008 in der Lokalausgabe der Duisburger WAZ erschienen ist.

Meine Band "Die Bandbreite" ist eine Politipop-Band, die in ihren Texten stets versucht, gesellschaftliche und politische Missstände aufzuzeigen und in das Bewusstsein der Menschen zu tragen.

Mit unserer Band haben wir zahlreiche Auftritte in In- und Ausland bestritten und uns dabei auf politischen Veranstaltungen, Friedensdemonstrationen, Anti-Nazi-Demos und Gewerkschaftsveranstaltungen einen Namen gemacht.

Wir fühlen uns der politischen Linken zugehörig und erfahren aus diesem Lager stets Bestätigung und Zuspruch.

Um so mehr verwundert mich, dass Herr Alihodzic in seinem Artikel in der WAZ bereits in der Überschrift versucht, uns in die rechte Ecke zu stellen. Der Satz "Einige Texte von Sänger Marcel Wojnarowicz finden auch bei Neonazis großen Anklang" ist in Sachen Polemik kaum noch zu übertreffen.

Finden nicht auch Texte von "Die Ärzte" oder "Ton Steine Scherben" Anklang bei den Rechten? Sind das seit neuestem jetzt Nazi-Bands? Neonazis nehmen sich mittlerweile auch Themen wie Arbeitslosigkeit oder Globalisierung an. Heißt das für ihren Autor dann automatisch, dass jeder, der sich mit solchen Dingen auseinandersetzt ein Nazi ist oder einer rechten Ideologie anhängt?

Nicht einmal die WAZ ist dagegen gefeit, dass Nazis Texte aus ihrer Zeitung für gut befinden. Trotzdem würde ihnen deshalb niemand eine Nähe zur rechten Szene unterstellen. Warum aber tut ihr Redakteur genau das mit uns?

Für diese nicht einmal subtile Unterstellung schuldet Herr Alihodzic uns eine Entschuldigung. Wegen Liedtexten wie "Kein Sex mit Nazis" laufen wir Gefahr, von Rechtsradikalen mit körperlicher Gewalt bedroht zu werden. Um so abstruser erscheint es mir, dass Herr Alihodzic ausgerechnet diesen Songtext heranzieht, um verbal auf uns einzudreschen.

Als Redakteur für "junge Kultur" übersieht er hier zudem, dass unsere Lieder - und Kunst im Allgemeinen - nicht immer für bare Münze zu nehmen sind. Oftmals versteckt sich in den Songs eine weitere Interpretationsebene oder gar Ironie, so dass wir uns nur an den Kopf fassen können, wenn Herr Alihodzic mutmaßt, wir würden in diesem Lied ernsthaft Adolf Hitlers unerfüllte "homoerotische Neigungen" als "Ursache für sein Handeln" ansehen. Vielleicht sollten Sie Herrn Alidhodzic einmal auf ein Seminar schicken, wo ihm die Bedeutung von Kunst näher gebracht wird. Als Redakteur für den Kulturbereich ist solches Basiswissen nämlich unabdingbar.

Mir graut es schon jetzt davor, sollte Herr Alidhodzic einmal gezwungen sein, die Hitler-Parodie in der Fernsehsendung "Switch" kommentieren zu müssen. Und zu welchen Erkenntnissen über die Künstler mag er kommen, wenn er sich den Song "Männer sind Schweine" von den Ärzten anhört?

In der Überschrift zu dem besagten Artikel fällt des Weiteren der Satz "Trotz ihres Hangs zu Verschwörungstheorien soll die Gruppe Die Bandbreite im Kulturzentrum 'Parkhaus' auftreten. "

Herr Alihodzic bezieht sich dabei in seinem Artikel auf unserern Song "Selbst gemacht", einem Lied, dass wir über den 11. September 2001 geschrieben haben. Eine Verschwörung ist eine heimliche Absprache von mindestens zwei Menschen mit dem Zweck jemandem Schaden zuzufügen. Es kann also eine Absprache zwischen zwei Terroristen oder aber auch zwischen zwei oder mehreren Politikern oder Geheimdienstlern sein.

Somit ist die offizielle Darstellung der Ereignisse des 11. September ebenfalls eine Verschwörungstheorie, zumal Beweise für die Täterschaft von Osama bin Laden und seiner Clique bis heute auf sich warten lassen. Dokumentationen wie "Loose Change" oder "Unter falscher Flagge" liefern da in unseren Augen ein wesentlich plausibleres Bild jener Vorfälle in 2001.

Wie dem auch sei, es steht hier jedem frei, sich sein eigenes Bild von diesem historischen Ereignis zu machen.

An dieser Stelle sei auch noch einmal darauf hingewiesen, dass viele unserer Partner und Kunden unsere Meinung in dieser Hinsicht nicht teilen, sie aber trotzdem respektieren. Da wir aber in einer Demokratie mit dem Recht auf Meinungsfreiheit leben, steht es jedem Menschen frei, zu glauben was er möchte.

Wieso suggeriert Herr Alihodzic in seiner Überschrift ein Auftrittsverbot für uns, nur weil wir in dieser Hinsicht eine andere Meinung haben als die des Mainstreams?

Wünscht sich Herr Alidhodzic eine gleichgeschaltete Meinung in Deutschland, wie es in einer Diktatur üblich ist?

Oder wie kann ich den subtilen Aufruf zum Auftrittsverbot in seiner Überschrift verstehen? Wer hat in Duisburg überhaupt ein Auftrittsverbot für "Die Bandbreite" gefordert?

Augenscheinlich niemand. Wie kommt dann diese Überschrift zu Stande? War an dieser Stelle vielleicht der Wunsch der Vater des Gedanken?

In einem weiteren Teil des Artikels versucht der Autor Alihodzic uns in einen Kontext mit dem iranischen Präsidenten und Holocaust-Leugner Mahmud Ahmadineschad zu bringen.

Als Mitglied der deutsch-iranischen Band Tapesh 2012 weiß ich um die menschenverachtende und frauenfeindliche Politik von Ahmadineschad und distanziere mich auf das Schärfste von diesem
tyrannischen Poltiker.

An meiner Aussage aus dem Song „Story of Iran“ halte ich jedoch fest: „Ich hab mehr Angst vor Atombomben in der Hand von Amerika.“

Bis jetzt hat erst eine Nation es gewagt, eine Atombombe zu werfen und es ist mein gutes Recht, Angst davor zu haben, dass sie es noch einmal tut – zumal die Entwicklung sogenannter Mini-Nukes insbesondere in den USA forciert wird.

Ich frage mich nur, warum Herr Alihodzic so suggestiv die Tatsache erwähnt, dass Ahmadineschad den Holocaust leugnet.

Was soll das bewirken? Welche Bedeutung hat diese Bemerkung für den Aritkel?

Meiner Ansicht nach gar keine.

Außer, dass dem unbeholfenem Leser der Eindruck vermittelt wird, wir würden mit einem Holocaustleugner sympathisieren.

Möchte er gar das Bild vermitteln, wir selbst würden den Holocaust leugnen?

Wir weisen diese infamen Beschuldigungen aufs Heftigste von uns und sind entsetzt, wie Sie solch perverse Suggestion in ihrer Zeitung zulassen können.

Die Berichterstattung über "Die Bandbreite" in ihrer Zeitung ist bisweilen sehr widersprüchlich. So erscheint es mir höchst verwunderlich, warum wir in der WAZ vom 19.02.2008 als Newcomer auf dem Rheinhauser Stadtfest angepriesen werden. Alle Videos und Songs auf die sich Herr Alihodzic in seinem Artikel bezieht, waren zu dem Zeitpunkt bereits online auf unserer Homepage verfügbar.

Recherchieren Sie nicht, welche Bands Sie in ihrer Zeitung anpreisen? Und warum fallen Herrn Alihodzic diese angeblichen moralischen Verfehlungen erst fünf Monate später auf?

Hat Herr Alihodzic möglicherweise erfahren, dass wir den Wahlkampf von SPD-OB-Kandidat Jürgen C. Brandt unterstützen und hat hier die Chance ergriffen, seinen politischen Gegner zu diskreditieren?

Im Sinne ihrer Leser und einer homogenen Berichterstattung sollten Sie sich sich entscheiden, ob Sie uns nun an den Pranger stellen oder über den grünen Klee loben möchten. Dauerhaft werden ihnen ihre Leser diese Wankelmütigkeit nämlich nicht verzeihen.

Zumindest Herr Alihodzic bleibt seiner Art der Berichterstattung über uns treu: Bereits im Jahr 2006 verfasste er eine Rezension über unser Album "komplett durch" in der WAZ.

Auffällig war dabei, dass er unserer CD dabei absolut nichts Positives abgewinnen konnte. Nicht ein gutes Haar hat er daran gelassen, weswegen ich mir die Frage stelle, wieso um alles in der Welt er dann überhaupt über uns geschrieben hat.

So entstand bei uns allmählich der Eindruck, dass Herr Alidhodzic ein persönliches Problem mit uns zu haben scheint, das er über ihre Zeitung zum Ausdruck zu bringen versucht.

Wie sonst kann es sein, dass er unser Lied "Dat is Duisburg" in seinem Artikel als "eher belanglos" tituliert? Über 500.000 Zuschauer haben das Video zu dem Lied auf Youtube gesehen. Dieses Lied ist offenkundig ein Stadtgespräch und Radio Duisburg spielt es in der Rotation. Mit welchem Hintergrund kann man hierbei von Belanglosigkeit sprechen?

Auch hier drängt sich mir wiederum der Verdacht eines persönlichen Affronts gegen uns auf, der nichts mit sachlicher Berichterstattung zu tun hat.

Sie sollten sich die Frage stellen, ob sie sich vor diesen Karren spannen lassen wollen.

Mit dieser Art der unlauteren Berichterstattung riskieren Sie, etliche Duisburger Leser zu brüskieren, wie die zahlreichen Protestnoten belegen sollten, die bereits jetzt per E-Mail bei Ihnen eingegangen sind. Eine Korrektur der Darstellung unserer Band in ihrer Zeitung halte ich für mehr als überfällig.

Hochachtungsvoll
Marcel „Wojna“ Wojnarowicz
- Die Bandbreite -

unkreativ

& ohne Bedeutung!

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Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen.
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