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Das Leben der C - eine Liebestragödie?

"Ich schreibe nicht über Dich. Ich schreibe nie über die Menschen, die mir wirklich wichtig sind. Die mir nahe stehen. Ich mag das nicht, ich zerre sie an eine Öffentlichkeit, die ich selber schaffe und die sich doch meiner Kontrolle entzieht. Ich will Dich da nicht mit hineinziehen"
Offensichtlich keine Regel ohne Ausnahme....


C. ist eine tolle junge Frau. Sie ist Bildhübsch und hoch intelligent, der Typ Frau, nach der sich die Männer verzehren würden, wenn sie auch nur den Hauch einer Chance hätten, ihr nahe zu kommen.

Sie könnte glücklich sein, die Grundlagen dafür sind da. Alles wird laufen, wie es soll und sie hat die Gabe, etwas aus ihrem Leben zu machen. Und wenn sie lacht, dann sprühen ihre Augen Funken und leuchten wie Sterne im Dunkeln.

Leider lacht sie in letzter Zeit zu selten ehrlich. Sie hat Sorgen und ihre Sorge ist ihre Liebe oder ihre Liebe sorgt sie. Ganz, wie man das sieht.

Es ist die klassische Konstellation: Sie ist jung, sehr jung und er ist alt. Verglichen mit ihr sehr alt, alt genug um ihr Vater zu sein und jede Art der Vorurteile treffend zu bedienen. Aber es muss ja nicht immer so sein, wie man denken könnte.

Ist es hier auch nicht. Es ist viel schlimmer, denn er ist nicht nur "nebenbei" verheiratet, er hat auch noch Kinder und offensichtlich nicht den Willen, am Status Quo - der für ihn zugegeben sehr gut zu sein scheint - etwas zu ändern.

Sie glaubt an ihn, sie glaubt an die gemeinsame Liebe, an die gemeinsame Zukunft. Sie glaubt, dass er seine Frau nicht verlassen kann, weil er dann kein Geld hätte. Sie glaubt, dass er nur noch mit ihr schläft, weil sie es von ihm fordert, damit er bei ihr wohnen darf.

An der Stelle komme ich ins Spiel. Ich versuche mit freundschaftlichem Taktgefühl und ehrlichen Worten zu vermitteln, was schief läuft, aber ich renne immer und immer wieder vor eine Betonwand und immer wieder flüstert eine Stimme in meinem Ohr, dass es ihr Leben ist, dass ich sie machen lassen soll, dass es mich nicht stören soll.

Aber sie ist eine Freundin. Oder könnte eine werden und sein was nicht darf, weil er es nicht will - aus Eifersucht. Kann ich da einfach wegsehen?

Sie und ich, das ist im Moment wie Feuer und Wasser.

Ich bin die Vernunft, die sie eigentlich selber in sich trägt und sie haßt mich dafür, dass ich nicht einfach still sein kann.

Sie ist das Gefühl, die mir sagt, wie sehr sie ihn braucht, wie viel er ihr gibt.

Tja... was macht es da, wenn ich ihr erkläre, was der Hintergrund seiner verklausulierten Suizid-Drohungen ("ich kann Dich nicht haben, sie will ich nicht, ich mach schluss!) ist oder wenn ich ihr sage, dass seine Frau bestimmt nicht mit ihm schlafen würde, wenn sie wirklich wüßte, dass er eigentlich keine Zukunft mehr mit seiner Familie erstrebt sondern mit seiner Geliebten?

Und so führen wir Dialoge wie diesen (hab sie gefragt ob ich das hier zeigen darf...):

[17:07] sie: es ist so schlimm, er hat es heute nacht mit ihr getan, er hat es mir erzählt, aber ich weiß, dass er es nur für mich amcht, auchw enn du jetzt wieder was anderes denst, aber ich glaube ihm und das ist das schlimme!

[17:08] ich: wie kann das gehen? wie kann er für dich mit ihr?

[17:09] sie: damit er zuhasue bleiben kann, weil er nix hat wenn er weg muss, und sie hatte jetzt schon weieder vor auszuziehen und dann verliert er alles, aber er hat kein geld!

[17:10] ich: das stimmt nicht, das weißt Du, das weiss ich und wir wissen beide, das eine gehörnte ehefrau keinen Sex will.

[17:11] sie: das ahbe ich nicht ganz verstanden

[17:11] ich: Stell Dir vor, du wärest sie. Dein Mann betrügt Dich mit einer viel jüngeren und hegt Pläne mit der, will sich von Dir trennen. Willst DU dann Sex von und mit ihm?

[17:13] sie: nein, aber sie will das er bei ihr bleibvt, und er möchste noch weiter da wohnen, udn muss ihr ebend zeigen, dass er sie "liebt" was er nicht tut!also will sie sex sie hat so oft gefragt!ich könnte es nicht aber sie anscheiened schon

[17:14] ich: Entschuldige, hass mich ruhig dafür, aber ich muss es dir sagen: er belügt und verarscht Dich nach Strich und Faden.

[17:15] sie: nein udn das ist es, was du nicht weißt, er amchet es ebend nicht da bin ich mir sicher, und er zeigt es mir auch!

[17:15] sie: er verarscht seine frau

[17:16] ich: Mann Maus. Es tut weh zu sehen, wie blind Du vor Liebe bist. Er verarscht vielleicht auch seine Frau, mit Sicherheit sogar, aber Dich hält er unter den Fingern mit einer Masche, die du aus der klassischen Psychologie kennst. 2. Semester.

[17:16] sie: nein ebdn nicht das ist der unterschied, er macht es ebend nicht!!

[17:17] ich: woran machst du das fest?

[17:18] sie: an allem, wie er mit mir umgeht, er sagt mir alles, es ist so viel

[17:18] ich: Das ist der Trick an der Sache. Auf die Art und Weise bist Du in einer dauernden Emotionalen Ausnahmesituation und sorgst Dich um ihn. Das verhindert effektiv, dass Du siehst, was dir eigentlich schon lange klar sein muss: er wird seine Frau nicht verlasssen. Nicht für Dich.

[17:20] sie: doch wird er, sie hat es selbst gesagt ich weiß es, und das ist es was mich an ihm hällt, oda meisnt du ich bin so ein kleibes verklemmtes, geklammertes mädel das sdo naiv ist?

[17:21] ich: passt übrigens wie die Faust aufs Auge zu dem, was ich heute bloggen wollte. Sollte nämlich von Dir handeln ;-) Wenn sie das gesagt hat, warum sollte sie dann sex mit ihm wollen und wollen, das er bei ihr bleibt oder das sie bei ihm bleibt? Ich halte dich nicht für naiv. Im Gegenteil, ich bewundere Deinen Verstand. Aber Verstand und Liebe funktionieren seltenst parallel

[17:23] sie: ich weiß aber das ist nicht so wied du denkst

[17:23] ich: ich weiss *seufz*

[17:24] sie: hahaha!

[17:26] sie: du machst duich über mcih und meien gefühle lustig wieso?

[17:26] sie: weil du vorurteile hast

[17:26] ich: Mache ich nicht. Im Gegenteil, ich bin extremst besorgt um Dich

[17:27] sie: hahaha

[17:29] sie: weißt du was verrückt klingt und du es wieder
nicht verstehen wirst??

[17:30] ich: sag

[17:30] sie: mir fehlt eigentlich nix an IHM er ist genau so wie ich ihn will, nur ebend das verstecken aber er gibt mir alles die wärme die ich bracueh die liebe die ich bracuhe und ihn

[17:32] ich: Ein hoher Preis....

[17:32] sie: ja und ich will und kann es nicht aufgeben!

[17:32] ich: irgendwann wirst du das nicht mehr müssen

[17:34] sie: wie meisnt dud as?

[17:34] ich: Naja, jetzt könntest Du es aufgeben, irgendwann wirst du die wahl nicht mehr habenm befürchte ich



Es ist schlimm für mich, denn sie preßt mich in die Ecke derer, die ihr die Beziehung zu einem älteren Mann ausreden wollen. Denn das will ich nicht; ich will sie glücklich sehen und wenn sie mit ihm glücklich sein kann, dann wünsche ich ihr genau das. Aber ich sehe auch, was passiert, ich habe meine eigenen Lebenserfahrungen und ich habe eine Ausbildung genossen, in der solche Verhaltensmuster im ersten oder 2. Semester besprochen worden sind. Und jetzt?

Will ich der Freund sein, der sich eine Packung nach der anderen abholt, weil er versucht ihr zu sagen, was schief geht?

Kneife ich den Schwanz ein und lasse sie machen, hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten?

Es ist so schwer, Dinge richtig zu machen von denen man nicht weiß, was an ihnen eigentlich richtig oder falsch ist. Es ist so schwer, objektiv zu handeln, wenn es um Freundschaft und das Wohl von Menschen geht, die eine Rolle in meinem Leben spielen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich mich immer so wehre, Menschen in mein Leben zu lassen?

C. ich kann Dir nicht nahe bringen, was ich denke und was mir Sorgen macht. Ich war nie jemand, der über Gedanken oder gar Emotionen gut reden konnte. Aber vielleicht liest Du irgendwann das hier und merkst, dass es mir nicht darum geht, Dir irgendwas auszureden oder Dich zu bevormunden. Dass es Sorgen sind um Dich, die mich an den Rand der Verzweiflung bringen.

Und unter uns. Ein Geheimnise, das ich nie jemandem anvertraute: Ich war wie er.

P.S. ich würde Dich gerne fotografieren. Ruf mich an, wenn Du Lust hast ;-)

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