TI-D: DAS war schnell
Geht aber irgendwie am Kern vorbei:
Sehr geehrter Herr M,
Sie wissen so gut wie ich, dass es in Deutschland Datenschutz gibt und Transparency hält sich an Gesetze. Wir sind durchaus offen für Kritik und wissen auch mit ihr umzugehen, aber die Fakten, auf denen Kritik beruht,
müssen schon stimmen. Der Gesetzgeber hat Meinungsfreiheit Art. 5 GG einerseits und den Schutz des Persönlichkeitsrechts Art. 2 GG gegeneinander abgewogen. TI-D wird Personalangelegenheiten nicht in der Öffentlichkeit diskutieren, auch wenn die Angelegenheit dann in einem anderen Licht erscheinen würde.
Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Schröder
Sehr geehrte Frau Schröder,
danke für Ihre schnelle Antwort.
Ich teile Ihre Ansicht, dass Personalpolitik kein Gesprächsthema für das Internet ist und auch, dass eine Vertraulichkeit gewahrt werden muss, ebenso wie die Tatsache, dass jede Geschichte 2 Seiten hat.
Doch darum ging es mir nicht, mir ging es nur um das WIE, um das Vorgehen. Ich würde nicht schreiben, wenn Ihr Anwalt einfach um Entfernung des Schreibens gebeten hätte, vielleicht so begründet wie jetzt von Ihnen. Die als solche Verstanden Drohung mit dem Ruin ist es, was mich störte.
Trotzdem danke für Ihre Antwort. Ich lehne mich nun wieder zurück und harre der Dinge, die da kommen.
Eine schöne Woche wünscht:
Stefan M.
Sehr geehrter Herr M,
Sie wissen so gut wie ich, dass es in Deutschland Datenschutz gibt und Transparency hält sich an Gesetze. Wir sind durchaus offen für Kritik und wissen auch mit ihr umzugehen, aber die Fakten, auf denen Kritik beruht,
müssen schon stimmen. Der Gesetzgeber hat Meinungsfreiheit Art. 5 GG einerseits und den Schutz des Persönlichkeitsrechts Art. 2 GG gegeneinander abgewogen. TI-D wird Personalangelegenheiten nicht in der Öffentlichkeit diskutieren, auch wenn die Angelegenheit dann in einem anderen Licht erscheinen würde.
Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Schröder
Sehr geehrte Frau Schröder,
danke für Ihre schnelle Antwort.
Ich teile Ihre Ansicht, dass Personalpolitik kein Gesprächsthema für das Internet ist und auch, dass eine Vertraulichkeit gewahrt werden muss, ebenso wie die Tatsache, dass jede Geschichte 2 Seiten hat.
Doch darum ging es mir nicht, mir ging es nur um das WIE, um das Vorgehen. Ich würde nicht schreiben, wenn Ihr Anwalt einfach um Entfernung des Schreibens gebeten hätte, vielleicht so begründet wie jetzt von Ihnen. Die als solche Verstanden Drohung mit dem Ruin ist es, was mich störte.
Trotzdem danke für Ihre Antwort. Ich lehne mich nun wieder zurück und harre der Dinge, die da kommen.
Eine schöne Woche wünscht:
Stefan M.
unkreativ.net - 27. Mrz, 14:01 - abgelegt unter: Poli-Tickt (nicht richtig)
blogger.de:webfraeulein - 27. Mrz, 14:18
Die Frage bleibt offen,
ob ein Anwalt in seinen Persönlichkeitsrechten durch die Veröffentlichung eines von ihm selbst verfassten Schreibens verletzt wird. Ich gehe davon aus, dass dem nicht so ist, da der Inhalt seines Briefes im Rahmen eines Zitates veröffentlich wurde.
Über den ursprünglichen Artikel von Moni kann man sich (unter Umständen) streiten, über die Veröffentlichung des Briefes des Anwalts jedoch nicht.
Über den ursprünglichen Artikel von Moni kann man sich (unter Umständen) streiten, über die Veröffentlichung des Briefes des Anwalts jedoch nicht.
unkreativ.net - 27. Mrz, 14:24
Mir erschließt sich aktuell nicht, wie ein Persönlichkeitsrecht betroffen sein könnte, wenn ein Schreiben veröffentlicht wird, dass er nicht als Privatperson, sondern in seiner Funktion veröffentlicht hat?
TomsDiner - 27. Mrz, 18:04
Die Frage ist leicht zu beantworten:
Wäre es ein persönlicher Brief/Mail gewesen, der als Gegenstand Dinge enthält die nur Person A und Person B angehen, greift das Persönlichkeitsrecht.
Da aber in der Mail darauf hingewiesen wird nicht öffentlich (!) über die Personalpolitik von TI-D zu berichten, das Schreiben auch noch von einer dritten Person verfasst wurde, richtet sich die Aufforderung quasi an die Öffentlichkeit. Es ist keine persönliche Bitte nichts mehr zu schreiben, sondern eine offizielle Aufforderung.
Mit diesen Sachverhalt musste ich mich auch schon mal auseinander setzen und hatte mich da rechtlich beraten lassen.
Ich denke die Grenzen sind ein wenig fliessend wenn es darum geht was man veröffentlichen darf und was nicht. Grade bei Mails/Briefen, da beide unter das Briefgeheimnis fallen.
Es ist halt auch ein wenig Bauchgefühl dabei zu entscheiden ob es nun ein persönliches Schreiben zwischen zwei Personen. Oder eher ein "offizielles" (unpersönliches) Schreiben ist.
Abmahnungen und dergleichen dürften aber wohl alle interessieren. Von daher ist schon ein gewisses öffentliches Interesse gegeben. Unpersönlicher geht es wohl nicht mehr.
Wäre es ein persönlicher Brief/Mail gewesen, der als Gegenstand Dinge enthält die nur Person A und Person B angehen, greift das Persönlichkeitsrecht.
Da aber in der Mail darauf hingewiesen wird nicht öffentlich (!) über die Personalpolitik von TI-D zu berichten, das Schreiben auch noch von einer dritten Person verfasst wurde, richtet sich die Aufforderung quasi an die Öffentlichkeit. Es ist keine persönliche Bitte nichts mehr zu schreiben, sondern eine offizielle Aufforderung.
Mit diesen Sachverhalt musste ich mich auch schon mal auseinander setzen und hatte mich da rechtlich beraten lassen.
Ich denke die Grenzen sind ein wenig fliessend wenn es darum geht was man veröffentlichen darf und was nicht. Grade bei Mails/Briefen, da beide unter das Briefgeheimnis fallen.
Es ist halt auch ein wenig Bauchgefühl dabei zu entscheiden ob es nun ein persönliches Schreiben zwischen zwei Personen. Oder eher ein "offizielles" (unpersönliches) Schreiben ist.
Abmahnungen und dergleichen dürften aber wohl alle interessieren. Von daher ist schon ein gewisses öffentliches Interesse gegeben. Unpersönlicher geht es wohl nicht mehr.
unkreativ.net - 27. Mrz, 18:15
@Tom
Ganz so einfach will es nicht sein. Zunächst fallen Mails nicht per se unter das Briefgeheimnis, zum anderen darfst Du im Prinzip durchaus die Post veröffentlichen, die Du bekommst. Aber das ist alles ein sehr weites Feld....
SternchenJG - 27. Mrz, 15:13
Täusche ich mich, wenn ich annehme, dass es sich da um eine Körperschaft öffentlichen Rechts handelt? Wenn nicht, dann würde es mich mal interessieren, inwiefern diese Persönlichkeitsrechte nach Art. 2 GG haben kann?!?
Respektlos (anonym) - 27. Mrz, 15:16
Ist das nicht ein e.V.? Kann sowas eine Körperschaft sein?
SternchenJG - 27. Mrz, 15:22
Ok, ein e.V. ist wohl eine privatrechtliche Körperschaft. Aber immer noch Körperschaft. Also, kennt sich da wer aus, von wegen Art. 2 GG?
genevainformation (anonym) - 27. Mrz, 16:13
Naja, Madame meinen wohl daß es vertraglich vereinbarte Verschwiegenheitspflichten gibt, die es einem Vertragspartner untersagen können, über den Inhalt und die Ausgestaltung eines Vertrages mit Dritten zu reden. "Datenschutz" ist etwas anderes.
unkreativ.net - 27. Mrz, 16:21
Zu Pauschal
und widerlegbar. Was wäre z.B. wenn TI nicht über die Mitarbeiterin öffentlich redet, weil das nach deren Aufassung dem Datenschutz unterliegt?
Man neigt dazu, solche Schreiben nach dem eigenen Gusto zu interpretieren, aber die Antwort die ich erhalten habe ist so ausweichend wie schlau. Mein Dad würde sagen: A lawyers answer. Not worth the paper it's printed on. ;-)
Man neigt dazu, solche Schreiben nach dem eigenen Gusto zu interpretieren, aber die Antwort die ich erhalten habe ist so ausweichend wie schlau. Mein Dad würde sagen: A lawyers answer. Not worth the paper it's printed on. ;-)
Florian Laws (anonym) - 27. Mrz, 17:54
So ausweichend das auch formuliert ist, ich denke auch, dass TI sich hier auf den Datenschutz der Ex-Mitarbeiterin bezieht.
Und hier sehe ich TI oder auch andere Unternehmen auch ein wenig in der Zwickmühle. Was wäre, wenn sie nicht gleich mit der juristischen Keule zugeschlagen, sondern nur freundlich um Entfernung des Artikels gebeten hätten, aber die Bloggerin hätte trotzdem ein Fass aufgemacht?
Und mal angenommen, genügend andere Blogger würden sich dann auch noch am Sautreiben beteiligen. Wie soll ein Unternehmen sich denn in der Sache verteidigen, ohne den Datenschutz der Ex-Mitarbeiterin zu verletzen?
Und hier sehe ich TI oder auch andere Unternehmen auch ein wenig in der Zwickmühle. Was wäre, wenn sie nicht gleich mit der juristischen Keule zugeschlagen, sondern nur freundlich um Entfernung des Artikels gebeten hätten, aber die Bloggerin hätte trotzdem ein Fass aufgemacht?
Und mal angenommen, genügend andere Blogger würden sich dann auch noch am Sautreiben beteiligen. Wie soll ein Unternehmen sich denn in der Sache verteidigen, ohne den Datenschutz der Ex-Mitarbeiterin zu verletzen?
unkreativ.net - 27. Mrz, 17:59
Ich bin so deppert ;-)
Ich rechne immer noch mit dem mündigen Bürger. Daher denke ich, wenn Deine Vermutung
"Was wäre, wenn sie nicht gleich mit der juristischen Keule zugeschlagen, sondern nur freundlich um Entfernung des Artikels gebeten hätten, aber die Bloggerin hätte trotzdem ein Fass aufgemacht?"
eingetroffen wäre, wäre genau NICHTS passiert, es wäre zu einer Abmahnung gekommen. Keiner der Blogger die den Stab bei diesem Staffellauf übernommen haben hat das ohne eigenen Wertung des Geschehens gemacht. Tag für Tag wird irgendwo über wen schlechtes berichtet.
Gleichwohl entwickelt die Sache natürlich eine Eigendynamik: wie viele jetzt mitlaufen ohne die Sache von Anfang an verfolgt zu haben, vermag ich nicht sagen. Tatsache ist aber: nur durch das Auftreten des Ethikbeauftragten konnte ein Problem entstehen und nur durch sein Nachtreten ist letztlich ein großes Problem entstanden.
Was mich dagegen verwundert ist die schon fast ruhige Sachlichkeit. Ich kann nicht sagen, dass ich die üblichen dummen Hasspostings wirklich vermisse, aber die Gesprächskultur, das Niveau auf Seite der Blogger scheint sehr hoch zu sein. Zumal der absolut überwiegende Teil besser ausformuliert wurde, als gewisse Schreiben.
"Was wäre, wenn sie nicht gleich mit der juristischen Keule zugeschlagen, sondern nur freundlich um Entfernung des Artikels gebeten hätten, aber die Bloggerin hätte trotzdem ein Fass aufgemacht?"
eingetroffen wäre, wäre genau NICHTS passiert, es wäre zu einer Abmahnung gekommen. Keiner der Blogger die den Stab bei diesem Staffellauf übernommen haben hat das ohne eigenen Wertung des Geschehens gemacht. Tag für Tag wird irgendwo über wen schlechtes berichtet.
Gleichwohl entwickelt die Sache natürlich eine Eigendynamik: wie viele jetzt mitlaufen ohne die Sache von Anfang an verfolgt zu haben, vermag ich nicht sagen. Tatsache ist aber: nur durch das Auftreten des Ethikbeauftragten konnte ein Problem entstehen und nur durch sein Nachtreten ist letztlich ein großes Problem entstanden.
Was mich dagegen verwundert ist die schon fast ruhige Sachlichkeit. Ich kann nicht sagen, dass ich die üblichen dummen Hasspostings wirklich vermisse, aber die Gesprächskultur, das Niveau auf Seite der Blogger scheint sehr hoch zu sein. Zumal der absolut überwiegende Teil besser ausformuliert wurde, als gewisse Schreiben.
unkreativ.net - 27. Mrz, 19:58
Ähhhm.... naja... Ausnahmen, die Regel und die Bestätigung, gell? ;-)
-->
http://www.jensscholz.com/2006_03_01_archive.htm#114348012023295179
-->
http://www.jensscholz.com/2006_03_01_archive.htm#114348012023295179
Thomas Hofmann (anonym) - 27. Mrz, 16:38
Pauschalantwort
Hallo,
ich habe die gleichlautende Antwort bekommen. Das scheint also vorgefertigt zu sein und die Sekretärin schickt es im Namen der Chefin raus. Das erklärt auch, warum auf weitere Mails keine Antwort mehr kommt.
Gruß, Thomas
ich habe die gleichlautende Antwort bekommen. Das scheint also vorgefertigt zu sein und die Sekretärin schickt es im Namen der Chefin raus. Das erklärt auch, warum auf weitere Mails keine Antwort mehr kommt.
Gruß, Thomas
unkreativ.net - 27. Mrz, 16:42
War in der kurzen Zeit zu erwarten.... :-D
Aber naja... ich habe es versucht. Was hast Du geschrieben?
Aber naja... ich habe es versucht. Was hast Du geschrieben?
Gregor Keuschnig - 27. Mrz, 17:04
Fakten
Wie der Justitiar antwortet auch diese Dame dahingehend, dass die "Fakten" stimmen müssten bzw. wird insinuiert, dass sie nicht stimmen würden. Das alles ohne Beleg - also steht Aussage gegen Aussage.
Hier steht einiges, was auf diesen Fall auch angewandt werden könnte.
Entscheidend wird nachher sein, die Kausalität zwischen der Kündigung in der Probezeit und dem abgelehnten Angebot der Organisation herzuleiten.
Hier steht einiges, was auf diesen Fall auch angewandt werden könnte.
Entscheidend wird nachher sein, die Kausalität zwischen der Kündigung in der Probezeit und dem abgelehnten Angebot der Organisation herzuleiten.
macdet (anonym) - 27. Mrz, 18:57
Presse ist richtig und wichtig!
.... Ich teile Ihre Ansicht, dass Personalpolitik kein Gesprächsthema für das Internet ist und auch, dass eine Vertraulichkeit gewahrt werden muss, ebenso wie die Tatsache, dass jede Geschichte 2 Seiten hat. .....
ne. das sehe ich ganz anders. wo diese nicht in Ordnung ist muß sie ins Licht der Öffentlichkeit.
http://wiki.mobbing-gegner.de/PresseArchiv hat zwar nichts gebracht, ändert aber nicht an meiner Einstellung :(
macdet
ne. das sehe ich ganz anders. wo diese nicht in Ordnung ist muß sie ins Licht der Öffentlichkeit.
http://wiki.mobbing-gegner.de/PresseArchiv hat zwar nichts gebracht, ändert aber nicht an meiner Einstellung :(
macdet
unkreativ.net - 27. Mrz, 19:04
Ich sehe das differenzierter: Personalpolitik im allgemeinen darf gerne öffentlich diskutiert werden. Namen und personenbezogene Details haben aber meiner Meinung nach nichts im Internet verloren. Will sagen:
Ich will nicht, dass TID den Namen oder die Geschichte der Mitarbeitern publizieren. Das gehört sich einfach nicht.
Und es ist so: Geschichten haben meist 2 Seiten. Wer sagt mir, dass alles genau so ist, wie von Moni geschildert? Bei all der Glaubwürdigkeit darf nicht vergessen werden, dass es sich um die Geschichte eines FeF handelt. Also auch hier differenzieren.
Ein prinzipelles Veröffentlichen aller Details ist nicht der richtige Weg. Richtig wäre, wenn TID offiziell bestätigt, dass der Anwalt einen Maulkorb hat und man mit Moni in Kontakt getreten ist, um die "Mißverständnisse" aus der Welt zu räumen. Denn nicht alles geht uns was an...
Ich will nicht, dass TID den Namen oder die Geschichte der Mitarbeitern publizieren. Das gehört sich einfach nicht.
Und es ist so: Geschichten haben meist 2 Seiten. Wer sagt mir, dass alles genau so ist, wie von Moni geschildert? Bei all der Glaubwürdigkeit darf nicht vergessen werden, dass es sich um die Geschichte eines FeF handelt. Also auch hier differenzieren.
Ein prinzipelles Veröffentlichen aller Details ist nicht der richtige Weg. Richtig wäre, wenn TID offiziell bestätigt, dass der Anwalt einen Maulkorb hat und man mit Moni in Kontakt getreten ist, um die "Mißverständnisse" aus der Welt zu räumen. Denn nicht alles geht uns was an...
filmfacts - 27. Mrz, 20:40
Eben!
Nicht alles gehört erzählt. Allerdings hat sich Moni meiner Meinung nach bei ihrem ursprünglichen Posting auch nicht sonderlich weit aus dem Fenster gehangen. Der Aufruhr, der im Moment durchs Dorf rauscht, beruht doch nur auf der Tatsache, dass eine "Kleine" von einem "Großen" angemacht wird. David gegen Goliath. Und da hat man natürlich als David leichtes Spiel mit dem Wohlwollen.
Es ist alles ein wenig merkwürdig. Was aber ohne Frage absolut daneben ist, ist die Reaktion von TID an sich. Eine kurze telefonische Nachfrage hätte das sicher besser geklärt. Und wenn es nur so gewesen wäre, dass Moni einfach den Namen der Organisation ge-x-t hätte. Leider ist die Chance nun verpasst. Es ist jetzt auch für TID sehr schwierig zurück zu rudern. Was sollen die denn noch machen? Das Gesicht ist eh verloren.
Es ist alles ein wenig merkwürdig. Was aber ohne Frage absolut daneben ist, ist die Reaktion von TID an sich. Eine kurze telefonische Nachfrage hätte das sicher besser geklärt. Und wenn es nur so gewesen wäre, dass Moni einfach den Namen der Organisation ge-x-t hätte. Leider ist die Chance nun verpasst. Es ist jetzt auch für TID sehr schwierig zurück zu rudern. Was sollen die denn noch machen? Das Gesicht ist eh verloren.
Register22 - 27. Mrz, 23:10
Nur der Vollständigkeit halber
Meine sehr höflich formulierte E-Mail an den deutschen Vorstand und das allgemeines Postfach wurde nicht beantwortet. Mehr als einen Formbrief hätte ich nicht erwartet. Gar keine Antwort ist auch ok. Sagt auch was aus.
Iris (anonym) - 28. Mrz, 07:53
Okay, noch ein bisschen differenzierter
"Ich sehe das differenzierter: Personalpolitik im allgemeinen darf gerne öffentlich diskutiert werden. Namen und personenbezogene Details haben aber meiner Meinung nach nichts im Internet verloren."
Und ich sehe das noch ein bisschen differenzierter ;o): Die namentliche Nennung der Organisation, um die sich die Geschichte in Monis ursprünglichem Blog-Artikel dreht, hielt und halte ich persönlich schon für angebracht und gerechtfertigt.
Begründung: Es handelt sich hierbei um einen angeblich gemeinnützigen Verein, der hohe ethische Anforderungen an politisch Verantwortliche und Unternehmen der freien Wirtschaft stellt. Da muss man sich imo schon mal fragen lassen, wie es denn um die Ethik in der eigenen Organisationsstruktur bestellt ist. Und das sollte die "Zivilgesellschaft" m.E. auch öffentlich diskutieren dürfen. Man beachte dabei auch besonders das Wörtchen 'gemeinnützig'. Das bedeutet doch wohl nicht der Verbreitung von Gemeinheit förderlich, sondern immer noch dem Wohl der Allgmeinheit dienend, oder? Und wer ist die Allgemeinheit? Sind das nicht wir? Und haben wir nichts mehr dazu zu sagen, was uns dienlich ist und was nicht?
"Ich will nicht, dass TID den Namen oder die Geschichte der Mitarbeitern publizieren. Das gehört sich einfach nicht."
Auch hier kann ich Dir nur in Teilen zustimmen. Den Namen der ehemaligen Mitarbeiterin zu publizieren, wäre doch gar nicht nötig, um Monis Geschichte eine Gegendarstellung aus Sicht der TI-D gegenüberzustellen, falls Monis Geschichte tatsächlich einseitig unvollständig oder sogar in Teilen falsch gewesen wäre. Und da Moni bzw. ihre Freundin über Monis Blog (vorausgesetzt diese war mit der Veröffentlichung einverstanden - was man auch seitens TI sicherlich erfragen kann) selbst den Weg in die Öffentlichkeit gesucht haben, ist es m.E. nur fair, wenn TI-D ihre Version der Geschichte ebenfalls öffentlich darlegt.
Was tat man stattdessen? Man übte massiven Druck auf Moni aus (massiv deshalb, weil der justitiare Ton m.E. sehr bestimmend, die Beanstandungen völlig undiffenrenziert und der zeitliche Entscheidungsrahmen für Moni durch m.E. inakzeptable Fristsetzungen bewusst sehr eng gesetzt wurde), um JEDEN Bericht und JEDE Nennung der Transparency Deutschland in Monis Blog rigoros zu unterbinden. Und das ist imo auf alle Fälle eine Beschneidung der Meinungs- und Redefreiheit, die ich auf gar keinen Fall bereit bin, wort- und tatenlos hinzunehmen.
Und ich sehe das noch ein bisschen differenzierter ;o): Die namentliche Nennung der Organisation, um die sich die Geschichte in Monis ursprünglichem Blog-Artikel dreht, hielt und halte ich persönlich schon für angebracht und gerechtfertigt.
Begründung: Es handelt sich hierbei um einen angeblich gemeinnützigen Verein, der hohe ethische Anforderungen an politisch Verantwortliche und Unternehmen der freien Wirtschaft stellt. Da muss man sich imo schon mal fragen lassen, wie es denn um die Ethik in der eigenen Organisationsstruktur bestellt ist. Und das sollte die "Zivilgesellschaft" m.E. auch öffentlich diskutieren dürfen. Man beachte dabei auch besonders das Wörtchen 'gemeinnützig'. Das bedeutet doch wohl nicht der Verbreitung von Gemeinheit förderlich, sondern immer noch dem Wohl der Allgmeinheit dienend, oder? Und wer ist die Allgemeinheit? Sind das nicht wir? Und haben wir nichts mehr dazu zu sagen, was uns dienlich ist und was nicht?
"Ich will nicht, dass TID den Namen oder die Geschichte der Mitarbeitern publizieren. Das gehört sich einfach nicht."
Auch hier kann ich Dir nur in Teilen zustimmen. Den Namen der ehemaligen Mitarbeiterin zu publizieren, wäre doch gar nicht nötig, um Monis Geschichte eine Gegendarstellung aus Sicht der TI-D gegenüberzustellen, falls Monis Geschichte tatsächlich einseitig unvollständig oder sogar in Teilen falsch gewesen wäre. Und da Moni bzw. ihre Freundin über Monis Blog (vorausgesetzt diese war mit der Veröffentlichung einverstanden - was man auch seitens TI sicherlich erfragen kann) selbst den Weg in die Öffentlichkeit gesucht haben, ist es m.E. nur fair, wenn TI-D ihre Version der Geschichte ebenfalls öffentlich darlegt.
Was tat man stattdessen? Man übte massiven Druck auf Moni aus (massiv deshalb, weil der justitiare Ton m.E. sehr bestimmend, die Beanstandungen völlig undiffenrenziert und der zeitliche Entscheidungsrahmen für Moni durch m.E. inakzeptable Fristsetzungen bewusst sehr eng gesetzt wurde), um JEDEN Bericht und JEDE Nennung der Transparency Deutschland in Monis Blog rigoros zu unterbinden. Und das ist imo auf alle Fälle eine Beschneidung der Meinungs- und Redefreiheit, die ich auf gar keinen Fall bereit bin, wort- und tatenlos hinzunehmen.
unkreativ.net - 28. Mrz, 08:13
Naja...
... das ist alles so eine Sache.
Kurz der Hinweis, dass es mir bei Namen nicht um Namen der Organisationen, sondern lediglich um die der (Ex-) Mitarbeiter gint. Ich bin sehr wohl der Meinung, dass das Personalwesen von Unternehmen publik gemacht werden sollte: so wie heute Mitarbeiter im Bereich des (Achtung, GEILES Wort:) Human Ressource Managment ihre Beweber per Google zu durchleuchten versuchen, sollte gleiches auch für Bewerber möglich sein. Beispiele aus der Presse und dem Internet finden sich zahlreiche, ob es TI, Euroweb oder Lidl ist. Oder auf der Gegenseite Aldi. Spielt keine Rolle.
Gleichwohl kann man nicht verlangen, dass Interna veröffentlicht werden. Es geht uns nichts an, warum man irgendwem irgendeine Gehaltsforderung verweigert, dass ist Sache der beiden Verhandlungspartner in dem von uns selbst gewählten Wirtschaftssystem. Dafür hat sich niemand zu rechtfertigen, finde ich. Das Widerspricht aber in meinen Augen nicht der Möglichkeit, persönlichen Unmut zu äußern. Ich seh das so: eine der beiden Parteien legt vor und die andere reagiert.
Das hier die Reaktion voll in die Hose ging ist offensichtlich. Interessant ist das konsequente Schweigen von TI-D und das wird ein Grab, dass man sich selber schaufelt. Denn gerade in diesem besonderen Fall ist Transparenz geboten und wird nicht erbracht. Mit offensichtlichen Folgen.
Übrigens stimem ich Dir zu und erweitere Deine Aussage: "um JEDEN Bericht und JEDE Nennung der Transparency Deutschland in Monis Blog rigoros zu unterbinden. Und das ist imo auf alle Fälle eine Beschneidung der Meinungs- und Redefreiheit, die ich auf gar keinen Fall bereit bin, wort- und tatenlos hinzunehmen."
Das ist richtig, gilt aber nicht nur für TI-D. Das Recht, seine Meinung frei zu äußern, muss als eines der unantastbarsten Rechtsgüter gelten. Was das in Zeiten des großen Lauschangriffs allerdings noch Wert sein mag, steht auf einem anderen Blatt.
Kurz der Hinweis, dass es mir bei Namen nicht um Namen der Organisationen, sondern lediglich um die der (Ex-) Mitarbeiter gint. Ich bin sehr wohl der Meinung, dass das Personalwesen von Unternehmen publik gemacht werden sollte: so wie heute Mitarbeiter im Bereich des (Achtung, GEILES Wort:) Human Ressource Managment ihre Beweber per Google zu durchleuchten versuchen, sollte gleiches auch für Bewerber möglich sein. Beispiele aus der Presse und dem Internet finden sich zahlreiche, ob es TI, Euroweb oder Lidl ist. Oder auf der Gegenseite Aldi. Spielt keine Rolle.
Gleichwohl kann man nicht verlangen, dass Interna veröffentlicht werden. Es geht uns nichts an, warum man irgendwem irgendeine Gehaltsforderung verweigert, dass ist Sache der beiden Verhandlungspartner in dem von uns selbst gewählten Wirtschaftssystem. Dafür hat sich niemand zu rechtfertigen, finde ich. Das Widerspricht aber in meinen Augen nicht der Möglichkeit, persönlichen Unmut zu äußern. Ich seh das so: eine der beiden Parteien legt vor und die andere reagiert.
Das hier die Reaktion voll in die Hose ging ist offensichtlich. Interessant ist das konsequente Schweigen von TI-D und das wird ein Grab, dass man sich selber schaufelt. Denn gerade in diesem besonderen Fall ist Transparenz geboten und wird nicht erbracht. Mit offensichtlichen Folgen.
Übrigens stimem ich Dir zu und erweitere Deine Aussage: "um JEDEN Bericht und JEDE Nennung der Transparency Deutschland in Monis Blog rigoros zu unterbinden. Und das ist imo auf alle Fälle eine Beschneidung der Meinungs- und Redefreiheit, die ich auf gar keinen Fall bereit bin, wort- und tatenlos hinzunehmen."
Das ist richtig, gilt aber nicht nur für TI-D. Das Recht, seine Meinung frei zu äußern, muss als eines der unantastbarsten Rechtsgüter gelten. Was das in Zeiten des großen Lauschangriffs allerdings noch Wert sein mag, steht auf einem anderen Blatt.
macdet (anonym) - 30. Mrz, 18:51
Mobbing bis in die Schwerbehinderung
"""Ich bin sehr wohl der Meinung, dass das Personalwesen von Unternehmen publik gemacht werden sollte: so wie heute Mitarbeiter im Bereich des (Achtung, GEILES Wort:) Human Ressource Managment ihre Beweber per Google zu durchleuchten versuchen, sollte gleiches auch für Bewerber möglich sein. Beispiele aus der Presse und dem Internet finden sich zahlreiche, ob es TI, Euroweb oder Lidl ist. Oder auf der Gegenseite Aldi. Spielt keine Rolle. """
Dem kann ich nur zustimmen. Auf meiner Seite befindet sich folgenden Link zum NDR :
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID1132516_REF2436,00.html
Im Film seht ich mich und den Personalchef der Autostadt. Bildet euch ein Urteil. Dann bittet noch klar machen was der Verlust eines Arbeitsplatzes heute bedeutet. Diese Personalpolitik gehört an die Öffentlichkeit.
Dem kann ich nur zustimmen. Auf meiner Seite befindet sich folgenden Link zum NDR :
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID1132516_REF2436,00.html
Im Film seht ich mich und den Personalchef der Autostadt. Bildet euch ein Urteil. Dann bittet noch klar machen was der Verlust eines Arbeitsplatzes heute bedeutet. Diese Personalpolitik gehört an die Öffentlichkeit.


Trackback URL:
http://unkreativ.twoday.net/stories/1752536/modTrackback