Wahrnehmung der Öffentlichkeit
Ich bin... irritiert.
Früher dachte ich immer, Firmen würden auf einen guten Ruf wert legen, der sei förderlich für das Geschäft. Ich dachte, mit Kunden und Mitarbeitern die unzufrieden sind, einigt man sich hinter verschlossenen Türen, schlechte Presse gilt es um jeden Preis zu vermeiden. Ich dachte so vieles.
Wenn ich mir aber ansehe was - und das sind im Prinzip ja willkürliche Beispiele aus einer viel größeren Menge - Firmen wie Easydentic, die UGV Inkasso GmbH oder meg24 für ein Gebahren an den Tag legen, läuft es mir kalt den Rücken hinab.
Da werden Google-Ergebnisse "angepasst" (unerhblich für mich ob durch Aktion der Betroffenen oder Dritte), Anwaltskanzleien beauftragt, Abmahnungen ausgesprochen und das alles mit dem immer gleichen Muster von Druck das damals schon bei Transparency International versagt hat.
Versagen mußte, weil sich eine Gegenöffentlichkeit gebildet hat, deren Wirkungsweise und Macht den Akteuren scheinbar verschlossen geblieben ist.
Wäre ich eine Firma und hätte ein Problem, ich würde versuchen die Sache still und vernünftig im Dialog zu bereinigen. Aber immer wieder bei den gleichen Mitspielern die gleichen Fehler zu machen, das zeugt von... einer flachen Lernkurve. Dabei wäre es doch so einfach zu sehen, wie schon andere gescheitert sind und die eigene Strategie dem anzupassen, oder?
Liebe Geschäftswelt: niemand verwehrt Euch das Recht, ungerechtfertigte Kritik korrigieren zu wollen, Stellung zu nehmen oder auch Eure Interessen zu wahren.
Aber Ihr müßt einfach die Verhältnismäßigkeit im Auge halten: Eine Abmahnung zum Beispiel an mein-parteibuch mag kurzfristig erfolgreich scheinen, wenn die Artikel geändert werden um die es Euch geht. Langfristig habt Ihr aber ein Problem mit Eurer Glaubwürdigkeit, wenn es so läuft wie mit meinen Beispielen. Im Endergebnis steht Ihr einfach in einem unglaublich schlechtem Licht. (Vor allem, wenn der Eindruck entsteht, es mangelt Euren Anwälten an Kenntnis der Materie oder auch nur an Kenntis der gültigen Rechtslage in Deutschland)
Das gilt für die Kleinen, wie die Grossen.
Glaubt mir, das geht nach hinten los.
Das muss nach hinten los gehen.
Psssst: noch ein Tip hinterher.
Siemens hat richtig reagiert: um die Wogen zu glätten die BenQ in die Welt geschlagen hat, gibt man nicht den Unbeteiligten, sondern leistet einen (wenn auch eher symbolischen) Beitrag zur Schadensminderung. Das hat mich überrascht, aber ich bin sicher es kommt in weiten Teilen der Bevölkerung gut an...
Früher dachte ich immer, Firmen würden auf einen guten Ruf wert legen, der sei förderlich für das Geschäft. Ich dachte, mit Kunden und Mitarbeitern die unzufrieden sind, einigt man sich hinter verschlossenen Türen, schlechte Presse gilt es um jeden Preis zu vermeiden. Ich dachte so vieles.
Wenn ich mir aber ansehe was - und das sind im Prinzip ja willkürliche Beispiele aus einer viel größeren Menge - Firmen wie Easydentic, die UGV Inkasso GmbH oder meg24 für ein Gebahren an den Tag legen, läuft es mir kalt den Rücken hinab.
Da werden Google-Ergebnisse "angepasst" (unerhblich für mich ob durch Aktion der Betroffenen oder Dritte), Anwaltskanzleien beauftragt, Abmahnungen ausgesprochen und das alles mit dem immer gleichen Muster von Druck das damals schon bei Transparency International versagt hat.
Versagen mußte, weil sich eine Gegenöffentlichkeit gebildet hat, deren Wirkungsweise und Macht den Akteuren scheinbar verschlossen geblieben ist.
Wäre ich eine Firma und hätte ein Problem, ich würde versuchen die Sache still und vernünftig im Dialog zu bereinigen. Aber immer wieder bei den gleichen Mitspielern die gleichen Fehler zu machen, das zeugt von... einer flachen Lernkurve. Dabei wäre es doch so einfach zu sehen, wie schon andere gescheitert sind und die eigene Strategie dem anzupassen, oder?
Liebe Geschäftswelt: niemand verwehrt Euch das Recht, ungerechtfertigte Kritik korrigieren zu wollen, Stellung zu nehmen oder auch Eure Interessen zu wahren.
Aber Ihr müßt einfach die Verhältnismäßigkeit im Auge halten: Eine Abmahnung zum Beispiel an mein-parteibuch mag kurzfristig erfolgreich scheinen, wenn die Artikel geändert werden um die es Euch geht. Langfristig habt Ihr aber ein Problem mit Eurer Glaubwürdigkeit, wenn es so läuft wie mit meinen Beispielen. Im Endergebnis steht Ihr einfach in einem unglaublich schlechtem Licht. (Vor allem, wenn der Eindruck entsteht, es mangelt Euren Anwälten an Kenntnis der Materie oder auch nur an Kenntis der gültigen Rechtslage in Deutschland)
Das gilt für die Kleinen, wie die Grossen.
Glaubt mir, das geht nach hinten los.
Das muss nach hinten los gehen.
Psssst: noch ein Tip hinterher.
Siemens hat richtig reagiert: um die Wogen zu glätten die BenQ in die Welt geschlagen hat, gibt man nicht den Unbeteiligten, sondern leistet einen (wenn auch eher symbolischen) Beitrag zur Schadensminderung. Das hat mich überrascht, aber ich bin sicher es kommt in weiten Teilen der Bevölkerung gut an...
unkreativ.net - 3. Okt, 18:24


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