Bericht eines WLAN-Reisende
Seit Jahren habe ich das nicht mehr gemacht: Mit eingeschaltetem WLAN-Scanner durch die Gegend zu fahren. 2 Städte, beide etwa gleich groß, wenn auch nicht sehr. Eine jenseits des Rhein, die andere Diesseits.
Und ich bin perplex. Ohne Autobahn sicherlich nur etwa 20km Straße gefahren und fast 500(!) Wlan gefunden.
Davon ~70 nicht verschlüsselt, von diesen wiederum 4 als FON-Hotspots erkennbar, meiner eingeschlossen.
Der bleibteste Router ist die Fritz!-Box, dicht gefolgt von einem Arcor-Gerät und den Geräten des magenta T. Interessant auch: während keines (0%) der FRITZ!-Netze auf Verschlüsselung verzichtet, sind von 10 T-Geräte nur 3 mit eingeschalteter Verschlüsselung, 70% funken also frei durch die Gegend.
Wie viel Potential das hätte, wenn jeder von denen seine Bandbreite mit anderen teilen würde? Wie viel Potential das hätte, wenn sich Nutzer zusammentun und statt X Leitungen pro Haus nur eine nehmen (Ein Router, x-1 * mal gesparte Stromkosten im Jahr, auch auf Anbieterseite).
Wie schade, dass viele nur für sich leben. Vermutlich gar nicht wissen, was für Möglichkeiten sich bieten und wie groß bei vielen vermutlich die Angst vor dem bösen Nachbarn ist.
Ergo: Das Internet und WLAN ist defintiv in der Breite angekommen. Aber leider läßt es noch die soziale Komponente vermissen, von der ich träumte, als ich dachte, man würde irgendwann alle Häuser einfach untereinander vernetzen um den ISPs einen Strich durch die Kalkulation zu machen.
Gut, ICH bin ja auch nur ein Träumer.
Gute Nacht. Und süsse Träume ;-)
Und ich bin perplex. Ohne Autobahn sicherlich nur etwa 20km Straße gefahren und fast 500(!) Wlan gefunden.
Davon ~70 nicht verschlüsselt, von diesen wiederum 4 als FON-Hotspots erkennbar, meiner eingeschlossen.
Der bleibteste Router ist die Fritz!-Box, dicht gefolgt von einem Arcor-Gerät und den Geräten des magenta T. Interessant auch: während keines (0%) der FRITZ!-Netze auf Verschlüsselung verzichtet, sind von 10 T-Geräte nur 3 mit eingeschalteter Verschlüsselung, 70% funken also frei durch die Gegend.
Wie viel Potential das hätte, wenn jeder von denen seine Bandbreite mit anderen teilen würde? Wie viel Potential das hätte, wenn sich Nutzer zusammentun und statt X Leitungen pro Haus nur eine nehmen (Ein Router, x-1 * mal gesparte Stromkosten im Jahr, auch auf Anbieterseite).
Wie schade, dass viele nur für sich leben. Vermutlich gar nicht wissen, was für Möglichkeiten sich bieten und wie groß bei vielen vermutlich die Angst vor dem bösen Nachbarn ist.
Ergo: Das Internet und WLAN ist defintiv in der Breite angekommen. Aber leider läßt es noch die soziale Komponente vermissen, von der ich träumte, als ich dachte, man würde irgendwann alle Häuser einfach untereinander vernetzen um den ISPs einen Strich durch die Kalkulation zu machen.
Gut, ICH bin ja auch nur ein Träumer.
Gute Nacht. Und süsse Träume ;-)
unkreativ.net - 7. Sep, 22:43


Ad Astra
Generell gilt wohl: Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. Ich bezweifle, dass sich da viel ändern wird. Nicht aus Angst vor den bösen Nachbarn, sondern aus Bequemlichkeit. Absprachen, Kommunikation, die über ein "Guten Tag" hinaus gehen ist vielen Menschen doch scheinbar fremd, wenn nicht sogar unangenehm.
Aber erstaunliche Zahlen, die du da gemessen hast. Hätte ich nicht gedacht!