Wehrrechtänderungsgesetz und Rückstellungen
Die Pressemitteilung des Deutschen Bundestages liest sich ja, als würde die Gesetzesänderung, die da bevorsteht, nur wunderbare neue Aspekte bringen.
Mit dem Wehrrechtsänderungsgesetz soll unter anderem der Einsatz von Reservisten vereinfacht werden. In Zukunft sollen sie auf freiwilliger Basis auch zu vorbereitenden Übungen einberufen und im Fall einer Katastrophe unverzüglich eingesetzt werden können. Dies soll auch bei humanitären Einsätzen der Bundeswehr im Ausland gelten. Das nach Ansicht der Bundesregierung "umständliche und zeitaufwändige" Verfahren der Unabkömmlichkeitsstellung soll in Friedenszeiten durch einen neuen Zurückstellungstatbestand ersetzt werden. Das Verfahren der Unabkömmlichkeitsstellung soll auf den Spannungs- und den Verteidigungsfall beschränkt werden.
Klingt doch großartig, nicht wahr? Und wenn man sich das Ganze so anschaut ist tatsächlich eine Menge, was da geändert wird. Das in der Meldung verlinkte PDF hat 93 Seiten...
Da blickt man natürlich nicht so auf Anhieb durch und kleine Änderungen entgehen einem beim Lesen. Zumal man eigentlich auch den momentanen Gesetzestext vor sich liegen haben sollte um zu beurteilen was da geändert wird.
Na wie gut dass wir das Internet haben und Seiten, die das einem erklären.
So erfährt man dort, dass die Umstellung des Studiums auf Bachelor/Master im Gesetz selbst keinen Wiederhall gefunden hat. Im Gesetz steht nun nicht, dass ein Masterstudiengang direkt nach dem Bachelor als EIN einziges Studium gewertet wird. Theoretisch könnte man also direkt nach dem Bachelor-Studium einberufen werden... (Ach, Master, ist auch nicht so wichtig...)
Gut, das "duale Studium" wird jetzt endlich anerkannt. Solange man nicht über acht Semster studiert und innerhalb von drei Monaten das Studium antritt - und natürlich enden alle Studiengänge immer pünktlich mit dem achten Semester...
Soweit, so gut - oder so schlecht, denn der dicke Hammer kommt ja noch. Ist es nicht so, dass allerorten gejammert wird, Deutschland würden Fachkräfte fehlen? Heißt es auch nicht, dass man sich immer beruflich weiterbilden soll? Lebenslanges Lernen und so?
Richtig. Dafür gabs bisher eine Rückstellungspraxis für junge Männer, die Techniker, Meister oder Fachwirt berufsbegleitend erlernen wollen.
Man rate mal auf welche nette Idee unsere Politiker gekommen sind? Na?
Richtig, der Stern bringt es so schön auf den Punkt: Demnächst sollen auch junge Männer, die eine Ausbildung zum Fachwirt, zum Techniker oder zum Handwerksmeister absolvieren, diese unterbrechen müssen, wenn sie zum Wehr- oder Zivildienst abkommandiert werden. Das war bisher nicht so. Und auch Männer, die eine duale Ausbildung anfangen, also eine Kombination aus Arbeit und Studium, sollen verstärkt gezogen werden.
Wirklich sehr grandios, nicht wahr? Aber wäre ja nicht das erste Mal, dass Politiker vorausschauend Gesetze machen würden...
Mit dem Wehrrechtsänderungsgesetz soll unter anderem der Einsatz von Reservisten vereinfacht werden. In Zukunft sollen sie auf freiwilliger Basis auch zu vorbereitenden Übungen einberufen und im Fall einer Katastrophe unverzüglich eingesetzt werden können. Dies soll auch bei humanitären Einsätzen der Bundeswehr im Ausland gelten. Das nach Ansicht der Bundesregierung "umständliche und zeitaufwändige" Verfahren der Unabkömmlichkeitsstellung soll in Friedenszeiten durch einen neuen Zurückstellungstatbestand ersetzt werden. Das Verfahren der Unabkömmlichkeitsstellung soll auf den Spannungs- und den Verteidigungsfall beschränkt werden.
Klingt doch großartig, nicht wahr? Und wenn man sich das Ganze so anschaut ist tatsächlich eine Menge, was da geändert wird. Das in der Meldung verlinkte PDF hat 93 Seiten...
Da blickt man natürlich nicht so auf Anhieb durch und kleine Änderungen entgehen einem beim Lesen. Zumal man eigentlich auch den momentanen Gesetzestext vor sich liegen haben sollte um zu beurteilen was da geändert wird.
Na wie gut dass wir das Internet haben und Seiten, die das einem erklären.
So erfährt man dort, dass die Umstellung des Studiums auf Bachelor/Master im Gesetz selbst keinen Wiederhall gefunden hat. Im Gesetz steht nun nicht, dass ein Masterstudiengang direkt nach dem Bachelor als EIN einziges Studium gewertet wird. Theoretisch könnte man also direkt nach dem Bachelor-Studium einberufen werden... (Ach, Master, ist auch nicht so wichtig...)
Gut, das "duale Studium" wird jetzt endlich anerkannt. Solange man nicht über acht Semster studiert und innerhalb von drei Monaten das Studium antritt - und natürlich enden alle Studiengänge immer pünktlich mit dem achten Semester...
Soweit, so gut - oder so schlecht, denn der dicke Hammer kommt ja noch. Ist es nicht so, dass allerorten gejammert wird, Deutschland würden Fachkräfte fehlen? Heißt es auch nicht, dass man sich immer beruflich weiterbilden soll? Lebenslanges Lernen und so?
Richtig. Dafür gabs bisher eine Rückstellungspraxis für junge Männer, die Techniker, Meister oder Fachwirt berufsbegleitend erlernen wollen.
Man rate mal auf welche nette Idee unsere Politiker gekommen sind? Na?
Richtig, der Stern bringt es so schön auf den Punkt: Demnächst sollen auch junge Männer, die eine Ausbildung zum Fachwirt, zum Techniker oder zum Handwerksmeister absolvieren, diese unterbrechen müssen, wenn sie zum Wehr- oder Zivildienst abkommandiert werden. Das war bisher nicht so. Und auch Männer, die eine duale Ausbildung anfangen, also eine Kombination aus Arbeit und Studium, sollen verstärkt gezogen werden.
Wirklich sehr grandios, nicht wahr? Aber wäre ja nicht das erste Mal, dass Politiker vorausschauend Gesetze machen würden...
Prospero - 15. Feb, 05:00 - abgelegt unter: Poli-Tickt (nicht richtig)
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