Barcamps sind "Freizeitvergnügen"...
Liebe Arge,
dass Eure Mitarbeiter nicht wissen können was ein Barcamp ist, das sei Ihnen mal geschenkt. Das ist auch kompliziert mit all den neuen tollen Angeboten, die es für Bibliotheken gibt und die Bibliotheken nutzen möchten. In welchem Rahmen soll das ERSTE BIBLIOTHEKARISCHE BARCAMP DEUTSCHLANDS ja an diesem Wochenende - genauer, schon am heutigen Freitag eigentlich - klären.
Bisher habe ich das als reine Privatveranstaltung betrachtet, aber da mir gestern ein Schreiben ins Haus flatterte, dass mich offiziell einlud war mir klar: Hin zur ARGE und schauen, ob die Fahrtkosten übernommen werden. Diese 39,- Euro-Tickets gibts ja nur im Grunde DREI TAGE VORHER… Mein Cousin meldet sich zur Zeit auch überhaupt nicht ob er da ist oder nicht, das heißt ich müsste nach einer anderen Übernachtungsmöglichkeit suchen wenn ich nicht die Ochsentour - Samstags hin, Samstags zurück - machen möchte. Eventuell können wir das mit der Rückfahrt auch morgen noch regeln, liebe ARGE.
Generell gilt aber: Das Barcamp ist wichtig. Da sind Leute da, die mich eventuell engagieren könnten. Es dient der Kontaktpflege und mit Patrick Danowski und Edlef Stabenau sind schon Leute dabei, die sich mit der Materie des Web2.0 in der Bibiliothek befassen. Sprich, Leute, die WICHTIG SIND LIEBE ARGE!
Aber für euch hat das ganze ja einen reinen FREIZEITCHARAKTER! Sprich: Mein persönliches Vergnügen für dass ich die Fahrtkosten selber tragen muss.
Ich bin ein wenig fassungslos: Da bemüht man sich nach Herzenskräften um einen Job, nutzt jede Möglichkeit die sich bietet, hält kostenlos Vorträge um eventuell einen Fuß in die Tür zu bekommen - ich vermute, wenn ich GELD für meinen Vortrag morgen, den ich jetzt noch vorbereiten muss - bekommen hätte, wäre das sicher was anderes gewesen. Wie gesagt: Ich bemühe mich wie ich dazu verpflichtet bin, erläutere der Sachbearbeiterin auch, was ein Barcamp ist und warum ich da hin muss - und alles, was die Leutchen nach Rücksprache mit meinem Betreuer tun können ist mir eine negative Auskunft zu geben.
VIELEN DANK, ARGE. AB JETZT DANN NUR DIENST NACH VORSCHRIFT, ich sehe es nicht ein weiter Energie in etwas zu stecken was IHR NICHT FOERDERT!
Mit sehr, sehr unfreundlichen Grüßen
Prospero
dass Eure Mitarbeiter nicht wissen können was ein Barcamp ist, das sei Ihnen mal geschenkt. Das ist auch kompliziert mit all den neuen tollen Angeboten, die es für Bibliotheken gibt und die Bibliotheken nutzen möchten. In welchem Rahmen soll das ERSTE BIBLIOTHEKARISCHE BARCAMP DEUTSCHLANDS ja an diesem Wochenende - genauer, schon am heutigen Freitag eigentlich - klären.
Bisher habe ich das als reine Privatveranstaltung betrachtet, aber da mir gestern ein Schreiben ins Haus flatterte, dass mich offiziell einlud war mir klar: Hin zur ARGE und schauen, ob die Fahrtkosten übernommen werden. Diese 39,- Euro-Tickets gibts ja nur im Grunde DREI TAGE VORHER… Mein Cousin meldet sich zur Zeit auch überhaupt nicht ob er da ist oder nicht, das heißt ich müsste nach einer anderen Übernachtungsmöglichkeit suchen wenn ich nicht die Ochsentour - Samstags hin, Samstags zurück - machen möchte. Eventuell können wir das mit der Rückfahrt auch morgen noch regeln, liebe ARGE.
Generell gilt aber: Das Barcamp ist wichtig. Da sind Leute da, die mich eventuell engagieren könnten. Es dient der Kontaktpflege und mit Patrick Danowski und Edlef Stabenau sind schon Leute dabei, die sich mit der Materie des Web2.0 in der Bibiliothek befassen. Sprich, Leute, die WICHTIG SIND LIEBE ARGE!
Aber für euch hat das ganze ja einen reinen FREIZEITCHARAKTER! Sprich: Mein persönliches Vergnügen für dass ich die Fahrtkosten selber tragen muss.
Ich bin ein wenig fassungslos: Da bemüht man sich nach Herzenskräften um einen Job, nutzt jede Möglichkeit die sich bietet, hält kostenlos Vorträge um eventuell einen Fuß in die Tür zu bekommen - ich vermute, wenn ich GELD für meinen Vortrag morgen, den ich jetzt noch vorbereiten muss - bekommen hätte, wäre das sicher was anderes gewesen. Wie gesagt: Ich bemühe mich wie ich dazu verpflichtet bin, erläutere der Sachbearbeiterin auch, was ein Barcamp ist und warum ich da hin muss - und alles, was die Leutchen nach Rücksprache mit meinem Betreuer tun können ist mir eine negative Auskunft zu geben.
VIELEN DANK, ARGE. AB JETZT DANN NUR DIENST NACH VORSCHRIFT, ich sehe es nicht ein weiter Energie in etwas zu stecken was IHR NICHT FOERDERT!
Mit sehr, sehr unfreundlichen Grüßen
Prospero
Prospero - 16. Mai, 11:23 - abgelegt unter: Sozio-Politisch
Trackbacks zu diesem Beitrag
unkreativ.twoday.net - 17. Mai, 17:33
Gastbeitrag aus den Kommentaren...
... eigentlich von hier: Klick!
Ich... [weiter]
banger - 16. Mai, 16:11
Offen gesagt:
Es bleibt mir verborgen, mit welcher Rechtfertigung die Arge (und letztendlich die steuerzahlende Allgemeinheit) die Reisekosten übernehmen sollte.
Würden die Reisekosten zu jeder Veranstaltung, auf der man theoretisch die Chance hat, zukünftige Arbeitgeber zu treffen oder sog. Kontaktpflege zu betreiben, bezahlt, ginge es demnächst für Hinz und Kunz auf die vollfinanzierte Butterfahrt.
Passende Begründungen lassen sich viele finden, schwer ist es hingegen, zwischen "unterstützenswert" und "sinnlos" eine Linie zu ziehen.
Würden die Reisekosten zu jeder Veranstaltung, auf der man theoretisch die Chance hat, zukünftige Arbeitgeber zu treffen oder sog. Kontaktpflege zu betreiben, bezahlt, ginge es demnächst für Hinz und Kunz auf die vollfinanzierte Butterfahrt.
Passende Begründungen lassen sich viele finden, schwer ist es hingegen, zwischen "unterstützenswert" und "sinnlos" eine Linie zu ziehen.
mitleser (anonym) - 17. Mai, 15:25
Lieber banger,
da Prospero Dir nicht selber antwortet, versuche ich es mal. Nicht das ich mir einbilden würde, für Ihn sprechen zu können/dürfen, aber trotzdem.
Warum man die Reisekosten für das Barcamp übernehmen sollte kann ich Dir als ehemaliger ALG II-Abhängiger recht einfach erklären.
Man wird als ALG II-Empfänger gerne mal zu diversen Bewerbungstrainings geschickt, egal ob man vor ein paar Monaten erst das letzte Training dieser Art durchlaufen hat. Man wird in "Projekte" gesteckt, deren Sinn man als Bürger (der, wie Du, sich fragt warum man Fahrtkosten zu einem Barcamp bezahlen sollte) durchaus kritisch hinterfragen darf.
Ein Beispiel aus meiner persönliche Erfahrung: Letztes Jahr durfte ich an einem Projekt des BNW (Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft) teilnehmen. In diesem Projekt sollte es laut Info-Faltblatt darum gehen, Erwerbslose Erwachsenen ohne berufliche Qualifikation eine ebensolche zu vermitteln. Dazu sollte es so genannte Qualifikationsmodule geben, die zum selbständigen Lernen anleiten sollten. Diese Module gab es für ein paar Berufsfelder (Einzelhandel, Gastronomie, diese Art von Standardjobs halt nichts für Berufsfelder mit höheren Zugangsvoraussetzungen) und sind den Teilnehmern erst auf heftiges drängen vorgelegt worden. Jetzt kommt der Witz an der Sache: Diese Module worden uns eigentlich verweigert. Und zwar lautete die Begründung das die Module dafür seien, Schulabgängern eine Möglichkeit zu geben sich auf diese Berufe in theoretischer Form vorzubereiten. Ich war mit einem Alter mit 35+ schon einer der ältesten Teilnehmer an diesem Projekt, der Altersdurchschnitt lag allerdings bei ca. 30 Jahren.
Des weiteren sollte in diesem Projekt eine individuelle Betreuung der Teilnehmer stattfinden. Leider gab es nur zwei Personen, die für dieses Projekt zuständig waren. Die Zeit pro Teilnehmer bei anstehendem "Unterricht" für die Gruppe und, ab Mittags, die Suche nach Praktikumsplätzen (per ISDN ins Internet bei bei 16 Rechnern) ist dann nicht mehr soooo üppig gewesen.
Dieses Projekt wurde über den ESF (Europäischer Sozial Fond) finanziert und kostete pro Monat/Teilnehmer etwa 600.- €. Von den 25 Teilnehmern haben dann etwa 10 eigentlich auf das Projekt keine Lust gehabt, diese Personen sind auch (soweit ich das mitbekommen habe) immer noch Erwerbslos. 10 Teilnehmer haben inzwischen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und über fünf der Personen habe ich leider keine Infos.
Fangen wir mal an zu Rechnen: 25 * 600 € = 15.000 € pro Monat. Dazu kommt der Regelsatz für Hilfe zum Lebensunterhalt und Wohnung pro Teilnehmer, da diese Zahlen aber individuell sehr Unterschiedlich sind, ist es schwierig hierzu Zahlen zu nennen. Gehe bitte von einem Betrag von 600 € - 700 € aus. Wir sind also bei einem Betrag jenseits der 30.000.- € pro Monat. Lass das BNW eine "Vermittlungsquote" von 50% haben, dann kostete dieses Projekt, je nach Zeitpunkt der Aufnahme eines einzelnen Teilnehmers (der ein Beschäftigungsverhältnis begonnen hat) über die Laufzeit des Projekts etwa (ich betone etwa!) 170.000 €.
Schlimm wird es, wenn man sich die nicht vermittelten 50% der Teilnehmer anschaut. Die haben keine Lust auf das Projekt und fühlen sich "zu der Maßnahme gezwungen, weil sonst Hartz IV gekürzt wird". Für solche Personen werden, nach der Rechnung eben, sinnlose 600.- € pro Monat gebunden (ALG II wird ja so oder so gezahlt), was über die Laufzeit des Projektes mal eben bei 12 nicht zu vermittelnden Personen mal eben 8 Monate x 600.- € gleich 57.600.- € macht. Für Personen, die auf solche Projekte keine Lust haben und sich dazu gezwungen fühlen.
Wir halten also fest: Hier stehen fast 60.00 verschwendete Euro gegen simple 39.- € für etwas Eigeninitiative, die nun ganz sicher nicht verschwendet sind
Und um jetzt endlich auch mal auf den Artikel von Prospero und deinen Kommentar einzugehen: Du fragtest nach dem "Warum soll die Allgemeinheit Deine Reisekosten zum Barcamp (und damit Privatvergnügen) zahlen?" Eventuell hast Du, banger, ja schon inzwischen schon gemerkt warum die Allgemeinheit die Reisekosten zahlen sollte. Prospero hat es ja auch schon sehr deutlich geschrieben. WEIL PROSPERO AUS EIGENINITIATIVE SEINEN VERPFLICHTUNGEN NACHKOMMT (Sorry fürs Schreien)! Weil die Arge seine Motivation gerade zunichte gemacht hat. Weil in diesen unsäglichem Sozialgesetzbuch (gerne auch als Hartz-Gesetze bezeichnet) etwas von "Fördern und Fordern" steht.
Diese Projekt, oder Kurse, zu denen Hartz IV-Empfänger "gedrängt" werden, bringen nichts und kosten unnötiges Geld. Statt den Menschen wirklich individuell zu helfen, wird auf Seite der Arge Dienst nach Vorschrift durchgeführt und mit den Mitteln der Geldkürzung den Erwerbslosen unnötig Druck gemacht.
Was ich mit diesem langen Text in aller Kürze sagen möchte: Die Allgemeinheit sollte die Reisekosten zum Barcamp übernehmen, weil Prosperos Eigeninitiative unterstützenswert ist und man sich von ALG I und ALG II solche Sachen eben nicht selber finanzieren kann. Ich wollte das nur anhand eine Beispiels verdeutlichen
Warum man die Reisekosten für das Barcamp übernehmen sollte kann ich Dir als ehemaliger ALG II-Abhängiger recht einfach erklären.
Man wird als ALG II-Empfänger gerne mal zu diversen Bewerbungstrainings geschickt, egal ob man vor ein paar Monaten erst das letzte Training dieser Art durchlaufen hat. Man wird in "Projekte" gesteckt, deren Sinn man als Bürger (der, wie Du, sich fragt warum man Fahrtkosten zu einem Barcamp bezahlen sollte) durchaus kritisch hinterfragen darf.
Ein Beispiel aus meiner persönliche Erfahrung: Letztes Jahr durfte ich an einem Projekt des BNW (Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft) teilnehmen. In diesem Projekt sollte es laut Info-Faltblatt darum gehen, Erwerbslose Erwachsenen ohne berufliche Qualifikation eine ebensolche zu vermitteln. Dazu sollte es so genannte Qualifikationsmodule geben, die zum selbständigen Lernen anleiten sollten. Diese Module gab es für ein paar Berufsfelder (Einzelhandel, Gastronomie, diese Art von Standardjobs halt nichts für Berufsfelder mit höheren Zugangsvoraussetzungen) und sind den Teilnehmern erst auf heftiges drängen vorgelegt worden. Jetzt kommt der Witz an der Sache: Diese Module worden uns eigentlich verweigert. Und zwar lautete die Begründung das die Module dafür seien, Schulabgängern eine Möglichkeit zu geben sich auf diese Berufe in theoretischer Form vorzubereiten. Ich war mit einem Alter mit 35+ schon einer der ältesten Teilnehmer an diesem Projekt, der Altersdurchschnitt lag allerdings bei ca. 30 Jahren.
Des weiteren sollte in diesem Projekt eine individuelle Betreuung der Teilnehmer stattfinden. Leider gab es nur zwei Personen, die für dieses Projekt zuständig waren. Die Zeit pro Teilnehmer bei anstehendem "Unterricht" für die Gruppe und, ab Mittags, die Suche nach Praktikumsplätzen (per ISDN ins Internet bei bei 16 Rechnern) ist dann nicht mehr soooo üppig gewesen.
Dieses Projekt wurde über den ESF (Europäischer Sozial Fond) finanziert und kostete pro Monat/Teilnehmer etwa 600.- €. Von den 25 Teilnehmern haben dann etwa 10 eigentlich auf das Projekt keine Lust gehabt, diese Personen sind auch (soweit ich das mitbekommen habe) immer noch Erwerbslos. 10 Teilnehmer haben inzwischen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und über fünf der Personen habe ich leider keine Infos.
Fangen wir mal an zu Rechnen: 25 * 600 € = 15.000 € pro Monat. Dazu kommt der Regelsatz für Hilfe zum Lebensunterhalt und Wohnung pro Teilnehmer, da diese Zahlen aber individuell sehr Unterschiedlich sind, ist es schwierig hierzu Zahlen zu nennen. Gehe bitte von einem Betrag von 600 € - 700 € aus. Wir sind also bei einem Betrag jenseits der 30.000.- € pro Monat. Lass das BNW eine "Vermittlungsquote" von 50% haben, dann kostete dieses Projekt, je nach Zeitpunkt der Aufnahme eines einzelnen Teilnehmers (der ein Beschäftigungsverhältnis begonnen hat) über die Laufzeit des Projekts etwa (ich betone etwa!) 170.000 €.
Schlimm wird es, wenn man sich die nicht vermittelten 50% der Teilnehmer anschaut. Die haben keine Lust auf das Projekt und fühlen sich "zu der Maßnahme gezwungen, weil sonst Hartz IV gekürzt wird". Für solche Personen werden, nach der Rechnung eben, sinnlose 600.- € pro Monat gebunden (ALG II wird ja so oder so gezahlt), was über die Laufzeit des Projektes mal eben bei 12 nicht zu vermittelnden Personen mal eben 8 Monate x 600.- € gleich 57.600.- € macht. Für Personen, die auf solche Projekte keine Lust haben und sich dazu gezwungen fühlen.
Wir halten also fest: Hier stehen fast 60.00 verschwendete Euro gegen simple 39.- € für etwas Eigeninitiative, die nun ganz sicher nicht verschwendet sind
Und um jetzt endlich auch mal auf den Artikel von Prospero und deinen Kommentar einzugehen: Du fragtest nach dem "Warum soll die Allgemeinheit Deine Reisekosten zum Barcamp (und damit Privatvergnügen) zahlen?" Eventuell hast Du, banger, ja schon inzwischen schon gemerkt warum die Allgemeinheit die Reisekosten zahlen sollte. Prospero hat es ja auch schon sehr deutlich geschrieben. WEIL PROSPERO AUS EIGENINITIATIVE SEINEN VERPFLICHTUNGEN NACHKOMMT (Sorry fürs Schreien)! Weil die Arge seine Motivation gerade zunichte gemacht hat. Weil in diesen unsäglichem Sozialgesetzbuch (gerne auch als Hartz-Gesetze bezeichnet) etwas von "Fördern und Fordern" steht.
Diese Projekt, oder Kurse, zu denen Hartz IV-Empfänger "gedrängt" werden, bringen nichts und kosten unnötiges Geld. Statt den Menschen wirklich individuell zu helfen, wird auf Seite der Arge Dienst nach Vorschrift durchgeführt und mit den Mitteln der Geldkürzung den Erwerbslosen unnötig Druck gemacht.
Was ich mit diesem langen Text in aller Kürze sagen möchte: Die Allgemeinheit sollte die Reisekosten zum Barcamp übernehmen, weil Prosperos Eigeninitiative unterstützenswert ist und man sich von ALG I und ALG II solche Sachen eben nicht selber finanzieren kann. Ich wollte das nur anhand eine Beispiels verdeutlichen
Prospero - 20. Mai, 00:40
Tut mir Leid, wenn ich momentan nicht immer direkt antworten konnte, aber um mal die Abläufe darzustellen und warum ich zu Recht am Freitag erbost war:
Erstens war es für mich schon lange klar, dass ich persönlich hinfahren würde. Das heißt, ich habe mich auch selbst eigentlich um eine Übernachtungsmöglichkeit bei einem Verwandten gekümmert, was leider nicht geklappt hat. Ich habe schon eine Woche vorher versucht meinen Verwandten zu erreichen um notfalls diese 39,- Euro-Tickets aus meiner eigenen Tasche bezahlen zu können. Sprich: Bis zu dem Tag an dem ich die offizielle Einladung in der Hand hielt war das meine private Angelegenheit, ich wäre nie auf die Idee gekommen das von der ARGE finanzieren zu lassen. Das Fahrgeld habe ich natürlich an die Seite gelegt, aber bis zum Donnerstag letzte Woche war das allein mein Privatvergnügen - dafür bezahle ich selbstverständlich auch alleine.
Zweitens: Man hat mir nie offiziell mitgeteilt, dass man Fahrtkosten übernehmen würde. Das heißt: Bis ich mit Jemanden darüber sprach wußte ich das gar nicht. (Mein Bruder arbeitet öfters mit der ARGE zusammen, der weiß sowas eigentlich, aber seinen stressigen Job möchte ich nun auch nicht haben.) Ich wäre also von alleine NIE auf die Idee kommen zu fragen selbst wenn ich die Einladung offiziell erhalten hätte. (Sehen wir mal davon ab, dass mich mein Vermittler eigentlich ab Mai in eine Maßnahme stecken wollte, die irgendwas mit Büroarbeit zu tun hat. Bisher kam da nie was... Außer den diversen netten Einladungen und die Frage, ob ich mich beworben habe.)
Drittens: Ich war sofort am Freitag Morgen bei der ARGE mit dem Schreiben und habe gefragt. Habe denen erklärt warum es wichtig ist dort hinzukommen. Das Ergebnis war die Ablehnung und die Einstufung der ARGE, das sei reines Freizeitvergnügen. Wer sich mal die Mühe macht auf www.bibcamp.de vorbeizusurfen wird sicherlich sehen, dass auch eine Menge Spaß im Spiel war - aber dass auch Themen behandelt wurden, die für mich enorm wichtig sind als "der Stimme des Netbib-Podcastes" bzw. "als unsere Stimme", wie Edlef Stabenau vom Netbib-Blog das am Samstag formulierte. (Und weswegen ich immer noch stolz bin.)
Viertens: Ich SOLL doch Eigeniniative zeigen! Ich SOLL doch dafür sorgen, dass ich wieder in einen Job bekomme. Wenn dieser so aussieht, dass ich Podcasts betreue oder Infos über das Web 2.0 weitergebe - ich BIN immerhin als offizieller Referent in einer Datenbank für das Thema GELISTET! Nur kamen da momentan halt keine Anfragen - und wenn das Barcamp eine Weiterbildungsveranstaltung ist - die der ARGE natürlich nicht bekannt war, kein Problem - wenn das alles also so war, dann poche ich auf das, was mir zusteht. Ganz einfach: Ich habe bisher Leistungen erbracht, die ich erbringen musste, ich kümmere mich eigenverantwortlich und in eigener Iniative darum in einen Job zu kommen - und die ARGE wirft mir einen Knüppel zwischen die Beine, weil sie die Wichtigkeit einer Veranstaltung nicht erkennt. Und auch nicht erkennen kann, weil der Arbeitsvermittler bekanntermaßen keine Ahnung hat was mein Berufsbild anbelangt. (Initiativbewerbungen soll ich aber schreiben... Irgendwas ist da aber gewaltig schief, oder?)
Ad Astra
Erstens war es für mich schon lange klar, dass ich persönlich hinfahren würde. Das heißt, ich habe mich auch selbst eigentlich um eine Übernachtungsmöglichkeit bei einem Verwandten gekümmert, was leider nicht geklappt hat. Ich habe schon eine Woche vorher versucht meinen Verwandten zu erreichen um notfalls diese 39,- Euro-Tickets aus meiner eigenen Tasche bezahlen zu können. Sprich: Bis zu dem Tag an dem ich die offizielle Einladung in der Hand hielt war das meine private Angelegenheit, ich wäre nie auf die Idee gekommen das von der ARGE finanzieren zu lassen. Das Fahrgeld habe ich natürlich an die Seite gelegt, aber bis zum Donnerstag letzte Woche war das allein mein Privatvergnügen - dafür bezahle ich selbstverständlich auch alleine.
Zweitens: Man hat mir nie offiziell mitgeteilt, dass man Fahrtkosten übernehmen würde. Das heißt: Bis ich mit Jemanden darüber sprach wußte ich das gar nicht. (Mein Bruder arbeitet öfters mit der ARGE zusammen, der weiß sowas eigentlich, aber seinen stressigen Job möchte ich nun auch nicht haben.) Ich wäre also von alleine NIE auf die Idee kommen zu fragen selbst wenn ich die Einladung offiziell erhalten hätte. (Sehen wir mal davon ab, dass mich mein Vermittler eigentlich ab Mai in eine Maßnahme stecken wollte, die irgendwas mit Büroarbeit zu tun hat. Bisher kam da nie was... Außer den diversen netten Einladungen und die Frage, ob ich mich beworben habe.)
Drittens: Ich war sofort am Freitag Morgen bei der ARGE mit dem Schreiben und habe gefragt. Habe denen erklärt warum es wichtig ist dort hinzukommen. Das Ergebnis war die Ablehnung und die Einstufung der ARGE, das sei reines Freizeitvergnügen. Wer sich mal die Mühe macht auf www.bibcamp.de vorbeizusurfen wird sicherlich sehen, dass auch eine Menge Spaß im Spiel war - aber dass auch Themen behandelt wurden, die für mich enorm wichtig sind als "der Stimme des Netbib-Podcastes" bzw. "als unsere Stimme", wie Edlef Stabenau vom Netbib-Blog das am Samstag formulierte. (Und weswegen ich immer noch stolz bin.)
Viertens: Ich SOLL doch Eigeniniative zeigen! Ich SOLL doch dafür sorgen, dass ich wieder in einen Job bekomme. Wenn dieser so aussieht, dass ich Podcasts betreue oder Infos über das Web 2.0 weitergebe - ich BIN immerhin als offizieller Referent in einer Datenbank für das Thema GELISTET! Nur kamen da momentan halt keine Anfragen - und wenn das Barcamp eine Weiterbildungsveranstaltung ist - die der ARGE natürlich nicht bekannt war, kein Problem - wenn das alles also so war, dann poche ich auf das, was mir zusteht. Ganz einfach: Ich habe bisher Leistungen erbracht, die ich erbringen musste, ich kümmere mich eigenverantwortlich und in eigener Iniative darum in einen Job zu kommen - und die ARGE wirft mir einen Knüppel zwischen die Beine, weil sie die Wichtigkeit einer Veranstaltung nicht erkennt. Und auch nicht erkennen kann, weil der Arbeitsvermittler bekanntermaßen keine Ahnung hat was mein Berufsbild anbelangt. (Initiativbewerbungen soll ich aber schreiben... Irgendwas ist da aber gewaltig schief, oder?)
Ad Astra
banger - 20. Mai, 13:24
Herzlichen Dank...
an Sie beide, Ihre Ausführungen haben das Ganze auch für mich etwas verständlicher gemacht. :)
sa.vina - 17. Mai, 19:24
Ich arbeite in einem Bereich der sehr eng mit der ARGE zu tun hat, mehr möchte ich aus verständlichen Gründen nicht sagen. Nur alles was damit zu tun hat, ist eine einzige Farce! Hinter den Kullissen sieht es bekanntlich anders aus als es in den öffentlichen (rechtlichen) Medien dargestelllt wird, ganz zu schweigen von den Stellungnahmen der Politiker.
unkreativ.net - 17. Mai, 23:27
Magst Du Dich mal mit mir via eMail in Verbindung setzen?
sa.vina - 18. Mai, 21:17
Können wir gerne machen, wenn Du mir Deine e-mail verräts (konnte auf deinem blog nichts finde), obwohl ich über eine ziemlich unverfängliche verfüge.
unkreativ.net - 19. Mai, 08:17
Sie steht unter anderem im Impressum und via "Mit Mitglied in Kontakt treten" in der Liste Deiner Blog-Abonnenten. Alternativ aber gerne an stefan (at) unkreativer . name
:-)
:-)


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