Bombay / Mumbai - Indien und der Terror
Es ist schwierig, sich eine Meinung über Dinge zu bilden, die man nicht direkt erlebt. Deswegen hofft man auf die Presse und hier kommt wieder der größte aller Vorteile des Internets zum Tragen: Die freie Wahl der Quellen.
Und am Beispiel Bombay sieht man im Moment sehr schön, wie schwer es sein kann, "verlässliche" Quellen zu finden. Das Spektrum reicht von Kommentaren im Tagesspiegel, die mich schlicht fassungslos machen, bis hin zu Kommentaren wie bei Fefe, die schon eher meiner eigenen Ansicht entsprechen können.
Damit sind wir dann auch am größten aller Probleme des Internets: Die Bewertung der Quellen. Alleine Google News liefert bei der Suche nach "terror mumbai" derzeit mehr als 26.000 Treffer, von denen schon die erste Seite voller Eye-Catcher ist: Flammen, Opfer, Gerettete. Der erste Anblick bestimmt die Gefühle.
Was also tun? Wie kann man aus der Flut der Informationen die herausfiltern, die einem helfen, ein realistisches, im Sinne von wahren Bild zu erzeugen?
Gibt es überhaupt "die Wahrheit"? In der BWL geht man ja hin und definiert den "Single Point of Truth". Eine amüsante Idee: Man weiss, dass eigentlich nix wirklich und 100% richtig ist, man entscheidet einfach, was man richtig finden will. Und ich fürchte, genau so muss es hier laufen, vermutlich kann es gar nicht anders laufen:
Die verschiedenen Arten von Lesern (kritisch, unkritisch, konspirativ) werden die Artikel anders lesen, anders wichten und im Ergebnis zu anderen Schlüssen kommen. Niemand wird sagen, was DIE Wahrheit ist, aber alle werden ihre Wahrheit finden.
Und über all dem steht, dass wieder Menschen völlig unnötig gestorben sind. Und das wir jetzt darüber diskutieren, wie und warum und überhaupt und im Endeffekt Entscheidungen getroffen werden, die in der Summe die Welt nicht besser machen werden. Stichwort: Chancen des BKA-Gesetzes.
Ich muss zugeben, das alles macht mich unwahrscheinlich traurig. Heute morgen im Zug noch darüber gesprochen, wie elend lange tiefgehende Veränderungen in der Gesellschaft brauchen, frage ich mich jetzt, ob mein eigenes Wirken überhaupt ausreichen wird, zumindest in meinem winzigen Einflussbereich auf eine besser Zukunft hinzuwirken. So Nachrichten wie die aus Mumbai lassen mich daran zweifeln.
Und leider auch, ob die Menschheit insgesamt überhaupt gewillt und befähigt ist, besser zu werden.
Traurig.
Und am Beispiel Bombay sieht man im Moment sehr schön, wie schwer es sein kann, "verlässliche" Quellen zu finden. Das Spektrum reicht von Kommentaren im Tagesspiegel, die mich schlicht fassungslos machen, bis hin zu Kommentaren wie bei Fefe, die schon eher meiner eigenen Ansicht entsprechen können.
Damit sind wir dann auch am größten aller Probleme des Internets: Die Bewertung der Quellen. Alleine Google News liefert bei der Suche nach "terror mumbai" derzeit mehr als 26.000 Treffer, von denen schon die erste Seite voller Eye-Catcher ist: Flammen, Opfer, Gerettete. Der erste Anblick bestimmt die Gefühle.
Was also tun? Wie kann man aus der Flut der Informationen die herausfiltern, die einem helfen, ein realistisches, im Sinne von wahren Bild zu erzeugen?
Gibt es überhaupt "die Wahrheit"? In der BWL geht man ja hin und definiert den "Single Point of Truth". Eine amüsante Idee: Man weiss, dass eigentlich nix wirklich und 100% richtig ist, man entscheidet einfach, was man richtig finden will. Und ich fürchte, genau so muss es hier laufen, vermutlich kann es gar nicht anders laufen:
Die verschiedenen Arten von Lesern (kritisch, unkritisch, konspirativ) werden die Artikel anders lesen, anders wichten und im Ergebnis zu anderen Schlüssen kommen. Niemand wird sagen, was DIE Wahrheit ist, aber alle werden ihre Wahrheit finden.
Und über all dem steht, dass wieder Menschen völlig unnötig gestorben sind. Und das wir jetzt darüber diskutieren, wie und warum und überhaupt und im Endeffekt Entscheidungen getroffen werden, die in der Summe die Welt nicht besser machen werden. Stichwort: Chancen des BKA-Gesetzes.
Ich muss zugeben, das alles macht mich unwahrscheinlich traurig. Heute morgen im Zug noch darüber gesprochen, wie elend lange tiefgehende Veränderungen in der Gesellschaft brauchen, frage ich mich jetzt, ob mein eigenes Wirken überhaupt ausreichen wird, zumindest in meinem winzigen Einflussbereich auf eine besser Zukunft hinzuwirken. So Nachrichten wie die aus Mumbai lassen mich daran zweifeln.
Und leider auch, ob die Menschheit insgesamt überhaupt gewillt und befähigt ist, besser zu werden.
Traurig.
unkreativ.net - 28. Nov, 08:27


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