Öko-logisch

Montag, 3. März 2008

Tier-Content

So, jetzt hab ich hier mal das Schippchen :-) Und jetzt wird mal was ordentliches gebloggt. Nicht so viel Politik und Weiber und so :-P
Frauen an die Macht!!!

Nee, Spaß bei Seite: das hier ist zwar nicht die Blitzmeldung, aber meiner Meinung nach trotzdem noch mal bloggenswert:

Igel mögen auch McFlurry - und sterben dran. Aber jetzt ja zum Glück nicht mehr

:-)

Samstag, 1. März 2008

Es muss wirklich saukalt in Kiel sein

Die heizen dort sogar die Regenrinnen des Landtags. Echt wahr! Hat der NDR berichtet. Und das NDR-Video steht - wie demnächst wohl etliche - auch echt unter einer CC-Lizenz. Immerhin: Die Öffentlich-Rechtlichen kommen endlich mal ihrem eigentlichem Auftrag nach. So langsam. (Ist ja auch Blödsinn: Für die Beiträge bezahlen wir ja schließlich Gebühren, also gehören sie uns irgendwie auch. Oder so. Oder ähnlich.) Ich warte aber immer noch auf sowas wie den iPlayer, den die BBC für ihr gesamte Programm entwickelt hat. Da kann man sich nämlich eigenproduzierte Fernsehsendungen, für die Briten ja auch kräftig bezahlen, für eine Woche auf die Festplatte holen wenn man was verpasst hat.
Ja, sowas ähnliches wie die Mediathek: Nur in Gut halt...
Doch zurück zur beheizten Regenrinne im Landtag, die über der neuen tollen Solaranlage liegt. (Die nach 235 Jahren dann abgeschrieben werden kann. Wie lange hält Silizium nochmal?) Die ist beheizt, damit sich kein Eis in der Rinne bilden kann. Na ja, Eis im Norden könnte häufiger sein als im Rest der Rebublik. Der eigentlich Grund aber - und da möchte man mit dem Kopf auf dem Tisch hauen: Das Ganze dient der Schadensbegrenzung. Denn es könnte ja sein, dass ein dicker, dicker Eisklumpen mit Karacho auf die tolle Solaranlage - remember: 235 Jahre haltbar soll sie schon sein - fällt und die kaputt macht.
Und jetzt ratet mal wie die Energiebilanz für das Beheizen der Dachrinne aussieht gegenüber der Solaranlage. Bevor ihr ratet: Ladet euch das Video mal runter oder schauts euch online an.
Lasst mich raten, was beim nächsten Bericht des Bundesrechnungshofes unter dem Punkt Steuerverschwendungen auftauchen wird...

Montag, 14. Januar 2008

Neues aus Absurdistan

Ich weiss, dass die Woche grausam wird. Das hat mir mein Radio verraten, in dem ich heute morgen Folgendes hören durfte:

Demnach werden derzeit Pläne geschmiedet, dass gentechnikfreie Lebensmittel in Zukunft als solche gekennzeichnet werden sollen. Und der Witz ist, sogar die, die es gar nicht sind.

Moment mal... sollte es nicht so sein, dass alles was keine Kennzeichnung hat, frei von Manipulationen ist und eben die Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen, bei denen es anders ist?

Muss ich als Verbraucher also demnächst nach den Dingen suchen, die so sind, wie ich es erwarte und darf ich dabei dann erwarten, dass sie es vermutlich doch nicht sind?

Weitere Infos:
Klick!

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Weihnachtslichterketten

... sind nicht nur häßlich, sie sind auch Stromverschwendung in Reinform. Es sei denn... ja es sei denn, man ist in Japan und bedient sich... äh... regenerativer Energien:

Klick!

Samstag, 27. Oktober 2007

Tempolimit auf deutschen BABs?

Bin gerade gefragt worden, ob ich pro oder contra der Temolimitdiskussion wäre. Meine Antwort, "beides", wurde als ungültig verworfen. Dabei ist es eigentlich genau so.

Zum einen denke ich, dass ein Tempolimit die Anzahl der Verkehrstoten weiter senken kann. Auf der anderen Seite frage ich mich, wie viel es ausmachen würde, die wenigen KM die noch "frei" sind, mit einem Limit zu versehen.

Was ich allerdings zum Kotzen finde ist, wenn die Diskussion um das Tempolimit genutzt wird so zu tun, als würde man sich um das Klima kümmern. Dennn...
  • Wieviel höher ist der Verbrauch in der Stadt, denn auf der BAB, weil es die Städte meisten dann doch nicht mit der grünen Welle hinbekommen?
  • Wie viele Autos müßten wie lange auf den wenigen tempolimitlosen Strecken unterwegs sein, um auch nur annähernd den negativen Einfluß zu haben, wie zum Beispeil das gerade im Bau befindliche Braunkohlekraftwerk hier um die Ecke? Man muss sich das mal reinziehen: BRAUNKOHLE!
Im Endeffekt würde ich mich also GEGEN das Limit aussprechen. Weil es einfach meiner Meinung nach den Menschen weiter gängelt und eine rein populistische Maßnahme ist, die einmal mehr zeigt, dass unsere Regierung und die Opposition sich noch immer nicht an die wirklichen Probleme und deren Verursacher herantrauen.


Zum Kotzen.

Montag, 22. Oktober 2007

Pro 7 und 2 Seiten einer Medallie

Während Pro7 soooo aktiv für die Vermeidung von CO2 wirbt, läßt man tausende von Alu-Dosen kaufen, deren Herstellung Unmengen an Energie verschlingt, um einen über 10 Meter hohen Turm aus Dosen zu bauen. Und will den dann auch noch wieder kaputt machen, indem man mit Bowlingkugeln nach ihm wirft. Jaaaaaa.... DAS hilft der Umwelt ganz bestimmt und alles wird gut. Oder sogar besser.

Ha ha.

*an den Kopf pack*

Freitag, 12. Oktober 2007

Video-Tip

Global Warming & Risk Management

Schaut Euch das ruhig mal an...

Dienstag, 25. September 2007

Back to the roots...

Ich hatte ja die Idee aufgeworfen, man könnte statt zur Arbeit mit dem Auto zu fahren, auch das gute alte Pferd reaktivieren, wenn die nötige Infrastruktur im Zuge des Öl-Endes mitwächst.

Was mir da irgendwie entfallen war, ich hatte vor geraumer Zeit schonmal davon gehört, hat Heise in ihrem Magazin Telepolis wieder in meine Erinnerung gerufen:

Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass "Öko-Sprit" wohl eine Menge ist, nur nicht der Weisheit letzter Schluss, drängt wohl auf den Meeren eine neue alte Lösung nach vorne.

Nicht nur angesichts der steigenden Öl-Preise und des hoffentlich wachsenden Drucks wegen der starken Schadstoffproduktion auf den Weltmeeren, denkt man wohl stark darüber nach, den Wind wieder nutzbar zu machen: "Segelschiffe unter der Klimaflagge".

Donnerstag, 20. September 2007

ICH HABE ES EUCH JA GESAGT!

Aber das ein Literpreis von 1€20 (Diesel) schon reicht, überrascht mich jetzt doch. Wie auch immer, meine Prophezeihung tritt ein ;-)

070920

Montag, 10. September 2007

...

Ich wohne in einer Gegend mit relativ viel Wald. Weniger, als ich gerne hätte, aber sicherlich mehr, als die meisten von Euch in Eurer Umgebung haben.

Bei uns stehen viele kleinere Häuser für ein oder zwei Wohneinheiten und es ist sehr ruhig. Manchmal ziehen Menschen aus den näheren Großstädten in unsere Gegend und manchmal ziehen sie wegen genau dieser Ruhe auch wieder weg.

Natürlich ist das Wohnen und Leben in der Stadt, der großen Stadt, etwas anderes. Aber an Tagen wie heute, wo mein Weg mich durch Duisburg und Düsseldorf führt, weiß ich für mich, warum ich mein Kaff mag.

Es gab eine Zeit, nicht das ich mich gerne daran erinnere, in der ich in einem der schöneren Stadtteile von Duisburg gewohnt habe. Mit dem Revierpark vor der Türe. Es war nett dort, aber nicht annähernd, wie in meinem Heimatkaff.

Dort steht aber, ich habe es gestern schon erwähnt, ein Kraftwerk. Ein Kohlekraftwerk. Gut, irgendwo müssen die stehen und mir ist klar, dass die im Grunde niemand haben will. Aber darüber möchte ich nicht reden, vielmehr über Fehler aus der Kindheit.

Denn vor geschätzten einhundert Jahren habe ich meinen Senior mal gefragt, ob das ein gutes Kraftwerk ist, ob es nur Wasserdampf sei, der da aus dem riesigen Schornstein unendlich hervorquoll.

Ja, hat er gesagt. Das ist fast nur Wasserdampf. Eigentlich keine Gifte.

Damals hat mich das unglaublich beruhigt. Ich kannte Thyssen in Duisburg, den gelbschwarzen Abgasstrom und den Gestank, vor allem im Sommer.

Ich glaubte, wenn es nur Wasserdampf sei, wäre das nicht schlimm. Die Jugend ist dumm, aber unbeschwert.

Im Alter ist das anders. Im Alter hat man Wissen, manchmal auch Wissen, das man eigentlich gar nicht haben möchte. Wie das um CO2 und die Bedeutung für das Klima.

Allerdings stellen die meisten Leute den Zusammenhang zwischen CO2 und der Klimaerwärmung wohl eher auf Grund der ewigen Wiederholungen in den Medien her. Kaum einer dürfte wissen, wie die Zusammenhänge wirklich sind. Was es damit zu tun hat, wie viel Energie (Licht) die Erde im IR-Bereich an das Universum abgeben kann, warum das die Temperatur beeinflussen wird.

Was aber ist die Folge davon?

Gestern habe ich kurz geschrieben, dass Vattenfall Atomstromkunden verliert. Wenn diese Kunden sich einen neuen Anbieter suchen, worauf achten sie? Welche Rolle spielt bei der Auswahl des neue Energieversorgers die Frage, von welcher Art sein Strommix ist? Oder ist es eher eine reine Entscheidung nach dem Preis, so lange es nicht Vattenfall ist?

Ich habe kürzlich den Stromanbieter gewechselt, hin zu einem ein wenig günstigeren Anbieter. Es hätte deutlich preiswertere gegeben, aber mein „Neuer“ hat dafür einen erheblich höheren Anteil an „Ökostrom“ im Mix. Was übrigens interessant ist: von meinem alten Anbieter gibt es auch einen reinen Öko-Tarif. Der ist allerdings unverschämt teuer. Irre Logik: Jene die sich Gedanken um das Morgen machen, vielleicht auch um die Welt die sie ihrem Nachwuchs mal hinterlasse werden, sollen teuer bezahlen für die Uneinsichtigkeit der übrigen Konsumenten und die fast uneingeschränkte Gewinnsucht der Stromproduzenten.

Müsste es nicht andersherum sein? Müsste nicht der Ökostrom deutlich billiger sein, ggf. sogar steuerlich bevorteilt?

Es ist eine komische Zeit, in der wir leben: Die Discounter bringen Öko-Serien, die Verbraucher werden mündiger in ihren Entscheidungen. Sie kaufe bewusster ein und denken kurz über das nach, was sie da kaufen. Vielleicht auch schlicht aus Angst vor den Nebenwirkungen. Aber fragt mal jemand wirklich nach, was es damit auf sich hat? Was ist denn Öko? Aber gut, die Menschen fangen an umzudenken und das sie überhaupt DENKEN ist schon bemerkenswert genug. (Wobei heute ja gerne Öko und Bio in einen Topf geworfen werden…)

Und trotzdem schafft es die Realität uns mit Paradoxen zu konfrontieren, die aus dem System des Kapitalismus in der heute gelebten Form erwachsen. Das Öl wird knapp und unsere Regierungen beschwören nicht die Abkehr vom Verbrennungsmotor, sondern die unsinnige „Alternative“ der „Bio-Treibstoffe“, für die riesige Anbaufläche nicht mehr zur Nahrungsmittelproduktion oder als natürliches Ökosystem zur Verfügung stehen, weil man den Platz für die den Seelenfrieden versprechenden Pflanzen braucht?

Stellt sich die Frage nach den Alternativen oder der möglichen Alternative. Und dabei wenden wir mal unseren Blick von einzelnen Kerbereichen wie dem Ökostrom oder den Biolebensmitteln auf grundsätzliche Fragen:

Ist es möglich in der Marktwirtschaft, dem Kapitalismus, einen Weg zu finden, der wieder den Menschen und die Welt in den Vordergrund stellt? Bei dem Menschen nicht nur Arbeits- und Diensleistungs – Ressourcen, ebenso wie (dumme?) Kunden sind, sondern der Mittelpunkt des Interesses? Schaffen wir es eine Welt zu schaffen, in der die Welt selbst eben nicht mehr nur ausbeutbarer Ressourcenlieferant ist, sondern ein „Partner“, dem wir geben, wenn wir von ihm nehmen?

Manchmal frage ich mich, wie die Welt wohl ausgesehen haben mag, bevor sie uns untertan gemacht haben. War in meiner Gegend alles voller Wald? Warum hat der Mensch angefangen, dass ökologische Gleichgewicht so aus dem Konzept zu bringen? Warum sind wir alle kurz betroffen, wenn die Nachrichten mal wieder eine Hiobsbotschaft bringen (aktuell: das Eis schmilzt und die Eisbären sterben aus)? Wir begreifen das Verschwinden von Arten und die sich ändernden Umweltbedingungen nicht mehr als natürlich gegeben. Denn gleichwohl es solche Entwicklungen immer gegeben hat und immer geben wird wissen wir, dass das Tempo mit dem sie sich derzeit vollziehen nicht „normal“ ist. Wir sprechen von „vom Menschen verursacht“. Und wie lange halten die Gedanken?

Schon mal an das schmelzende Packeis gedacht, wenn Ihr Euch ein Pizzataxi bestellt habt? An den Regenwald, wenn Ihr erleichtert mitbekommen habt, dass unsere Regierung den Anteil an Biosprit erhöhen möchte, der angeblich doch soooo neutral sein soll? Schon mal an den verregneten Sommer gedacht, wenn Ihr als glückliche Deutsche mit Tempo 200 ohne Zeitnot über die Autobahn gerast seid oder Euren Spritfresser im Winter beim Kratzen schon mal habt warmlaufen lassen?

Zu vielen Dingen gibt es keine Alternative. Der Markt bietet sie nicht. Weil wir sie nicht fordern.

Übrigens schreibe ich diese Zeilen, während ich im Zug durch die Gegend brause, auf dem Weg zu einem meiner Besuche. Jetzt kommt wieder die Zeit, in der ich unsere Niederlassungen besuchen werde, bis Ende des Jahres sind 50 Touren durch das ganze Bundesland geplant, jede kreisfreie und jede Kreisstadt wird mich einmal zu sehen bekommen. Heute die Stadt zu der das Tal gehört, in dem man die verblichenen Überreste unserer gemeinsamen Vorfahren (oder so was in der Art) gefunden hat. Vielleicht lässt mich diese Nähe zu Gestern so intensiv an Morgen denken.

4 Stockwerke unter meinem Büro steht mein Passat TDI. Mit CD-Wechsler, Tempomat und Automatik. Sehr bequem, ein Vielfaches bequemer als der alte Regionalzug, in dem ich gerade sitze. Oder die S-Bahn, die es gleich sein wird. Die Entscheidung für den Zug viel, weil ich keinen Zeitdruck habe, nichts davon abhängt, ob ich auf die Minute pünktlich bin. Und sie fiel auch, weil ich zu faul bin, im Stau zu stehen. Und – zumindest hoffe ich das – sie fiel auch, weil ein Teil von mir weiß, dass man einfach irgendwann irgendwo irgendwie anfangen muss. Vielleicht weiß das auch ein Teil von Euch.

unkreativ

& ohne Bedeutung!

Geht weg!




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