Ich bin ja schon seit geraumer Zeit nicht mehr selber bei eBay tätig. Die Marotten des Unternehmens gehen mir immer mehr auf den Senkel. Die Liste der Beispiele ist lang.
Jetzt erlebe ich gerade, dass es wohl was Neues gibt: Man muss seinen PC(!) von eBay autorisieren lassen. Das ist dann so: Ist auf dem Rechner kein an den Benutzer(!) gebundener Cookie vorhanden, der nach erfolgreicher Sicherheitsprüfung(!) installiert wird, verweigert eBay den Zugang und fordert auf, sich bei einer (kostenfreien) Nummer zu melden, wo unter anderem persönliche Daten wie das Geburtsdatum(!) abgefragt werden. Dann wird der Computer - und nur der an dem man gerade sitzt - für akzeptabel deklariert.
Bis die Cookies verschwinden.
Was bei mir bei jedem Beenden des Browsers passiert.
Ich finde erstaunlich, dass das unverschämte in-den-Markt-Pressen von Paypal, die immer merkwürdigeren Vorgaben zum Kaufen und Verkaufen, dier nach wie vor nicht prickelnde Kundendienst und so weiter und so fort nicht schon längst dazu geführt hat, dass noch mehr Kunden dort das gleiche machen wie ich - einen Abgang.
Klar, die Angebotspalette ist riesig. Die Anzahl der Besucher ebenso. Aber warum eigentlich? Für mich hat eBay seine Daseinsberechtigung schon vor einiger Zeit verspielt. Eine Firma, die sich - nach meinem Empfinden - einfach zu viel heraus nimmt, ist keine Firma, mit der ich zusammenarbeiten möchte.
Und wenn ich mir den Unsinn hier ansehe, dass ich eine anonyme Call-Center-Dame mit persönlichen Daten versorgen muss, damit diese meinen Computer(!) als vertrauenswürdig einstuft... na dann gute Nacht.
Ebay begründet das natürlich mit mehr Sicherheit. Ne, ist klar. Wo ist denn da der Sicherheitsgewinn??
(P.S. Um mal kurz den "Sicherheitsgewinn" zu relativieren: ich habe gerade dort von einer nicht hinterlegten Nummer (das fordern sie ja auch) den Account einer Bekannten(weiblich!) freischalten lassen. Das ging, weil ich ihre persönlichen Daten, die abgefragt wurden, kannte. Nämlich den Geburtstag. Tolle Sicherheit.)
Nachtrag:
Nochmal bei eBay angerufen, weil mir die Geschichte komisch vorkam. Antwort von eBay: doch, doch, das liegt an den Cookies. Ich schicke Ihnen mal eine eMail, wie Sie das Problem beheben.
Wer jetzt meint, es käme eine eMail, die sich mit "normalen" Cookies beschäftigt und der Frage, wie man diese in Browsern erlaubt oder auch nicht, wird sich verwundert die Augen reiben, denn - ich zitiere:
> Eigentlich werden die Flash-Cookies automatisch lokal auf Ihrem Computer
> hinterlegt und von Ihrem Browser gespeichert.
>
> Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, Flash-Cookies zu aktivieren oder
> ihre Nutzung selbst einzustellen.
>
> So geht's:
>
> 1. Rufen Sie folgende Seite auf:
> http://www.macromedia.com/support/documentation/de/flashplayer/help/settings_manager07.html
>
> 2. Klicken Sie auf das Ordner-Symbol.
> 3. Stellen Sie dann mit dem Schieber ein, wie viel Speicherplatz Ihres
> Computers zur Speicherung von Website-Inhalten genutzt werden darf.
> 4. Damit Anwendungen von einer Website so viele Informationen wie nötig
> speichern können, bewegen Sie den Schieberegler ganz nach rechts.
> 5. Wenn Sie möchten, dass Anwendungen von dieser Website Informationen
> auf Ihrem Computer speichern können, aber den dafür auf der Festplatte
> benötigten Speicherplatz einschränken möchten, bewegen Sie den
> Schieberegler auf die entsprechende Einstellung. für die optimale
> Nutzung von eBay empfehlen wir 100 KB.
WTF sind denn bitte "Flash-Cookies"? Und richtig, ein Klick auf den Link hilft nix, denn auf dem Rechner ist gar kein Flash installiert. Und ha ha, die Website will das nachholen, darf es aber natürlich nicht, weil der Rechner meiner Bekannten nur mit eingeschränkten User-Rechten rennt - man kennt ja "seine Pappenheimer".
Wir halten also fest: EBay möchte unter Einsatz properitärer Technik (Flash) Daten auf meinem(!) Rechner speichern, dafür soll ich(!) Speicherplatz frei geben und wenn nicht, mich telefonisch "verifizieren".
Nun ja. Meine Liste, warum ich bei eBay nix verloren habe, ist soeben um einige Zähler gewachsen.