Die letzten Tage war ich ziemlich "busy". Viel zu tun und noch mehr zu fahren und dabei auch noch mordsmäßig Spass.
Vor einigen Wochen hat sich Besuch angekündigt, Kanadabekanntschaften aus New Zealand wollten auf ihrem Europa-Trip auch in Deutschland vorbei und da ich eh gerade "frei" habe, war klar: ich kümmer mich drum.
Das ist manchmal einfacher gesagt als getan, vor allem wenn man selber dazu neigt, Dinge gerne zu planen und zumindest einen groben Rahmen zu haben. Der Besuch sah das ganz anders ;-)
Irgendwie haben wir es dann aber doch geschafft: Ankommen wollten man um 17 Uhr am Montag in Köln. Aus Amsterdam. Mit dem Bus. Das sind Infos, wie ich sie brauche. Vorsorglich hatte ich meine Telefonnummer übergeben, die Adresse des Treffpunktes, die Telefonnummer von dort und selbst die, der Polizei ;-)
Nachdem Samstag Nacht ja mein
Fensterheber ausgefallen war, mußte das Problem Montag noch schnell behoben werden. Außerdem hatte ich noch einen wichtigen Termin zugesagt, das machte den Montag dann doch etwas stressiger.
Jedenfalls habe ich es dann mit Mühe geschafft, um 17 Uhr im
english-books-and-tea aufzuschlagen. Als erstes ist mir dort die raffinierte Weihnachtsdeko aufgefallen, Chris nennt es "Huldigung des Minimalismus" ;-)
Nur... mein Besuch kam nicht... nachdem ich dann eine Stunde gewartet hatte (versorgt mit genialem Tee und einem Buch,d ass ich dann auch gleich gekauft habe;-) ), habe ich mal in meine eMails geschaut. Vielleicht hätte ich das früher machen sollen, denn mit Zeitstempel von 16 Uhr 55 teilten mir meine Besucher mit, dass sie keinen Bus mehr bekommen haben und erst am Dienstag gegen 13 Uhr eintreffen würden. Na super. Ich bin dann noch auf einen Tee geblieben und unverrichteter Dinge wieder heim gefahren und habe alle "Folgeverabredungen" abesagt und verschoben.
Am Dienstag dann wieder nach Köln, die letzte Info von Dienstag morgen war: "Wir sind um 13 Uhr da". Gut, es wurde dann doch eher 16 Uhr, aber was solls ;-) Jedenfalls hatte ich letztlich meinen Besuch in Empfang und ich war froh, dass ich nicht mit einem Leihwagen fahren mußte: Das Gepäck von 2 Europareisenden für 4 Wochen kann doch mehr sein, als man(n) erwartet ;-) Jedenfalls alles verstaut, und nach einem weiteren Tee und dem Versprechen, wiederzukommen, sind wir dann losgedüst. In Essen trafen wir uns mit anderen zum Essen (ha ha) und danach ging es natürlich erstmal auf Safari, in die Cocktailbar aller Cocktailbars: das
Daktari.
Nach einer viel zu kurzen Nach bei mir daheim, sind wir dann am nächsten Morgen bei wunderbarem Sonnenschein durch Duisburg gefahren. Da mein Besuch zwar gerne einkaufen gegangen wäre, auf Grund des Geldes sich das aber verkneifen wollte. Nachdem aus der Ferne Thyssen gesichtet worden war, sind wir in den
Landschaftspark Duisburg Nord gedüst.
Wenn man schonmal dort ist, muss man natürlich auch hoch auf den Ofen. Sonst war man nicht da. Spannend wird das, wenn auf der Hälfte des Weges jemand "beiläufig" erwähnt, dass man dann doch an deutlicher Höhenangst leidet... egal, Zähne zusammen und weiter, schließlich belohnt sich das mit einer wunderbaren Aussicht über das Ruhrgebiet.
Oder halt auch nicht ;-)
Von dort aus ging es nach Düsseldorf, der Wunsch war, mal "ausgefallene" Architektur zu sehen. Da liegen die
Gehrys natürlich Nahe. Wie genau erklärt man eigentlich, warum sowas...
... gemacht wird? Mangels besseren Wissens habe ich einfach die Standardausrede "Das ist Kunst" verwendet ;-) Egal, Architektur ansehen...
... macht hungrig. Und wer an den Gehrys ist und noch nie dort war, der muss auch unbedingt gegenüber die beste Currywurst weit und breit probieren. Dabei gab es dann übrigens auch die erste "Bionade", die wohl ziemlich gut angekommen ist.
Nach einer kleinen Pause zur Erholunfg dann ab nach Essen auf den Weihnachtsmarkt. Ist der in der näheren Umgebung, der mir mit Abstand am besten gefällt. Ein wenig Kunst...
...und viel Kälte später...
... trafen wir uns noch mit ein paar weiteren Leuten dort. Und was macht man, wenn man Essen bei Nacht zeigen will und gerade keinen Schlüssel für den RWE-Tower hat? Richtig...
Später am Abend dann in etwas anderer Besetzung lecker zum Essen eingeladen gewesen und von dort nochmal los, die Nacht will genutzt werden. Wir hatten uns für Pool verabredet und uns dann irgendwie beim Bowling wiedergefunden...
Egal, auch wenn ich mordsmäßig den Loser gegeben habe. Das lag aber vermutlich nicht an meiner Unfähigkeit, einen Ball gerade eine Bahn entlang rollen zu lassen, die Konkurenz war schlicht zu groß ;-)
Wußtet Ihr eigentlich, dass in Essen auch Captain Obvious unterwegs ist? Er gibt Häusern dort Namen, auf die man sonst nicht gekommen wäre ;-)
Nach einer weiteren, viel zu kurzen Nacht, ging es dann heraus aus der Zivilisation in das Land des Fremden. Für meine Besucher, die ja (wie Ihr wissen solltet) auf einer Insel (bzw. auf 2) leben, war das ein Kulturschock, dass man zum Tanken "mal eben" in das Ausland fährt. Aber was sein muß, muss sein, das Völvchen hatte Hunger ;-)
Und trotz der guten Preise ist man irgendwann froh, wieder in der Heimat zu sein, das Land da drüben ist mir unheimlich *lol*
Wie dem auch sei. Auf dem Programm stand dann eigentlich der Braunkohletagebau. Gegen das Wetter mit seinen -3°C konnten wir uns ja anziehen, dummerweise war es in der Gegend um den Tagebau so neblig, dass man weniger als 50 Meter sehen konnte. Das war also nix.
Angesichts der Kälte...
... die Menschen schonmal auf "dumme Gedanken" bringen kann...
... sind wir so weit wie möglich im Auto geblieben. Ich habe ein wenig gezeigt, was den Niederrhein ausmacht, wir waren zwischendurch lecker Apfelkuchen essen und gegen Abend waren wir dann wieder in Essen, genauer am
Schloß Borbeck. Das hatte übrigens zu (ha ha), zumindest der Ausstellungsteil und so habe ich noch schnell ein Foto gemacht...
... und wir sind wieder nach Köln gedüst. Dort fand eine Diskussionsrunde von Leuten statt, die ihr Englisch verbessern wollen. Eingeladen von Chris, dem "Lehrer" haben dann meine Besucher als "Native Speaker" ihren Gastauftritt gehabt.
Und nach einem leckeren, wenn auch auch nicht richtig identifizierbarem Essen...
... hieß es dann, Abschied nehmen und ab zum Busbahnhof am Hauptbahnhof. Um 22 Uhr 30 fuhr der Bus dann ab, next Stop Paris.
Zusammenfassend habe ich viel zu wenig Schlaf bekommen, Bücher gekauft, zu viel Tee getrunken und sehr viel gelacht. Und eine Einladung nach NZ in der Tasche *hihi* Ob ich das wieder machen würde, zumal ich meinen Besuch ja nicht so richtig kannte? Jederzeit. Weil ich hoffe, dass ich in anderen Ländern genauso willkommen bin, wie sie es hier waren, egal wo wir waren und egal auf wen wir trafen.
Und jetzt?
Jetzt muss ich erstmal aufräumen. Meine Bude sieht aus, als sei hier eine Bombe hochgegangen ;-) Und dann mal sehen,
was die letzten Tage so alles passiert ist, von dem ich eigentlich gar nix wissen mag ;-)