Gardinenkauf mit einem Unkreativen
Herr Unkreativ möchte neue Gardinen fürs Wohnzimmer. Sowas sollte gut durchdacht und geplant sein. Deshalb werden die Maße auch nur grob mit einem Ledergürtel abgenommen, der ist nämlich genau 1 m lang. Wie praktisch!
Das Asti wird zum Kauf hinzugezogen, denn das Asti ist eine Frau und dank dem doppelten X-Chromosom in der Lage, was Schönes auszusuchen. Auch sehr praktisch!
Das Asti stellt ihre Kompetenz auch gleich unter Beweis. Wir betreten das Haus der Stoffe und das Asti fängt an rumzustöbern. Verkäuferin Nr.1 eilt herbei und fragt, ob sie helfen könnte. Herr U. erklärt, er möchte Gardinen. Verkäuferin Nr.1 meint, wir müssten weiter durchlaufen, denn im vorderen Bereich befinden sich die Stoffe für Garderobe. Fängt ja schonmal gut an!
Wir gehen in den hinteren Teil des Geschäfts, wo uns Verkäuferin Nr.2 mit der Frage empfängt:“ Kann ich Ihnen helfen?“ Herr U.: “Wenn Sie das wollen?“
(Das Asti fängt an mit ihrem Stiefel zu scharren. Sie wusste, es würde anstrengend werden. Aber das Stress-Niveau ist schon jetzt recht hoch.)
Verkäuferin Nr.2 fragt, was Herr U. gerne möchte? Herr U. erklärt, dass er eigentlich gar nicht in dem Laden sein möchte. Am liebsten sei es ihm, er gehe außer Haus und bei der Rückkehr am Abend würden die Gardinen wieder hängen. Der Blick von Verkäuferin Nr. 2 verrät leichte Irritation. (Das Asti scharrt noch stärker mit dem Stiefel).
Herr U. meint, er wisse nicht, was er will, deshalb sei das Asti mit. Bei den Farben wüsste er auch nicht so recht, aber Raffrollos seien gut und an der Balkontür dürfte es ruhig etwas dunkler sein. Im Moment würden dort blaue Gardinen hängen, aber es könnte auch ruhig eine andere Farbe sein. Die Verkäuferin zeigt uns eine weiße Gardine mit dezent türkis-beige-farbenen Stickereien. Dazu einen glänzenden türkisfarbenen Stoff für die Balkontür, aber dazu sagt Herr U. Entschieden NEIN! AHA! So sind wir doch mal einen Schritt weiter. Es soll nicht glänzen!
Herr U. wird hektisch und faselt etwas von dunkelblauem Stoff. Das Asti denkt sich „Den hat er doch schon da hängen?!“ Verkäuferin Nr. 2 rät ab, da dunkelblau und das Türkis der Gardine nicht harmonieren. Sowieso sei dunkelblau vor zwei Jahren IN gewesen. Herr U. wird konkreter und meint, er möchte schon etwas Modernes haben. Er sehe zwar älter aus, als er ist, aber dennoch möchte er keine alten Vorhänge haben! Außerdem erklärt er, seine Wände seien gelb! Aua, ruft die Verkäuferin, dass sei ja gut zu wissen! Ihre nächsten Vorschläge haben somit automatisch relativiert.
Herr U. wird mutiger und erklärt, er findet diese unterschiedlichen Gardinenelemente schön. An den Seiten dunkler und mit Muster und in der Mitte 2 oder 3 Gardinenbahnen als Raffrollo. Er diskutiert mit der Verkäuferin darüber, ob jetzt 2 oder 3 Gardinenbahnen sinnvoll seien, was natürlich schwierig wird, da er die genauen Maße nicht kennt.
Mittlerweile liegen gute 8 Stoffe ausgebreitet im Laden. Herr U. meint, die Verkäuferin solle sich doch freuen, dann könnte sie abends von diesem unmöglichen Kunden erzählen.
Und dann passiert es. Herr U. findet eine Gardine toll…eine weiße mit glänzenden beigefarbenen Streifen. Aber was passt dazu? Was soll vor die Balkontür? Herr U. bringt wieder das Gelb ins Spiel. Die Verkäuferin und das Asti raten zu braun! Herr U. fragt, was denn im Moment Mode sei? Braun! – ertönt es. Herr U. zeigt sich zufrieden.
Das Asti klinkt sich aus und tritt vor den Laden. Und die Gardinen? In den nächsten Tagen bekommt Herr U. Besuch von einer Dame, die sich damit auskennt und sich mal vor Ort genau ein Bild machen wird. Ist auch besser so.
Das Asti wird zum Kauf hinzugezogen, denn das Asti ist eine Frau und dank dem doppelten X-Chromosom in der Lage, was Schönes auszusuchen. Auch sehr praktisch!
Das Asti stellt ihre Kompetenz auch gleich unter Beweis. Wir betreten das Haus der Stoffe und das Asti fängt an rumzustöbern. Verkäuferin Nr.1 eilt herbei und fragt, ob sie helfen könnte. Herr U. erklärt, er möchte Gardinen. Verkäuferin Nr.1 meint, wir müssten weiter durchlaufen, denn im vorderen Bereich befinden sich die Stoffe für Garderobe. Fängt ja schonmal gut an!
Wir gehen in den hinteren Teil des Geschäfts, wo uns Verkäuferin Nr.2 mit der Frage empfängt:“ Kann ich Ihnen helfen?“ Herr U.: “Wenn Sie das wollen?“
(Das Asti fängt an mit ihrem Stiefel zu scharren. Sie wusste, es würde anstrengend werden. Aber das Stress-Niveau ist schon jetzt recht hoch.)
Verkäuferin Nr.2 fragt, was Herr U. gerne möchte? Herr U. erklärt, dass er eigentlich gar nicht in dem Laden sein möchte. Am liebsten sei es ihm, er gehe außer Haus und bei der Rückkehr am Abend würden die Gardinen wieder hängen. Der Blick von Verkäuferin Nr. 2 verrät leichte Irritation. (Das Asti scharrt noch stärker mit dem Stiefel).
Herr U. meint, er wisse nicht, was er will, deshalb sei das Asti mit. Bei den Farben wüsste er auch nicht so recht, aber Raffrollos seien gut und an der Balkontür dürfte es ruhig etwas dunkler sein. Im Moment würden dort blaue Gardinen hängen, aber es könnte auch ruhig eine andere Farbe sein. Die Verkäuferin zeigt uns eine weiße Gardine mit dezent türkis-beige-farbenen Stickereien. Dazu einen glänzenden türkisfarbenen Stoff für die Balkontür, aber dazu sagt Herr U. Entschieden NEIN! AHA! So sind wir doch mal einen Schritt weiter. Es soll nicht glänzen!
Herr U. wird hektisch und faselt etwas von dunkelblauem Stoff. Das Asti denkt sich „Den hat er doch schon da hängen?!“ Verkäuferin Nr. 2 rät ab, da dunkelblau und das Türkis der Gardine nicht harmonieren. Sowieso sei dunkelblau vor zwei Jahren IN gewesen. Herr U. wird konkreter und meint, er möchte schon etwas Modernes haben. Er sehe zwar älter aus, als er ist, aber dennoch möchte er keine alten Vorhänge haben! Außerdem erklärt er, seine Wände seien gelb! Aua, ruft die Verkäuferin, dass sei ja gut zu wissen! Ihre nächsten Vorschläge haben somit automatisch relativiert.
Herr U. wird mutiger und erklärt, er findet diese unterschiedlichen Gardinenelemente schön. An den Seiten dunkler und mit Muster und in der Mitte 2 oder 3 Gardinenbahnen als Raffrollo. Er diskutiert mit der Verkäuferin darüber, ob jetzt 2 oder 3 Gardinenbahnen sinnvoll seien, was natürlich schwierig wird, da er die genauen Maße nicht kennt.
Mittlerweile liegen gute 8 Stoffe ausgebreitet im Laden. Herr U. meint, die Verkäuferin solle sich doch freuen, dann könnte sie abends von diesem unmöglichen Kunden erzählen.
Und dann passiert es. Herr U. findet eine Gardine toll…eine weiße mit glänzenden beigefarbenen Streifen. Aber was passt dazu? Was soll vor die Balkontür? Herr U. bringt wieder das Gelb ins Spiel. Die Verkäuferin und das Asti raten zu braun! Herr U. fragt, was denn im Moment Mode sei? Braun! – ertönt es. Herr U. zeigt sich zufrieden.
Das Asti klinkt sich aus und tritt vor den Laden. Und die Gardinen? In den nächsten Tagen bekommt Herr U. Besuch von einer Dame, die sich damit auskennt und sich mal vor Ort genau ein Bild machen wird. Ist auch besser so.
DasAsti - 1. Okt, 20:07

