politik

Sonntag, 11. Januar 2009

Die Linke in Deutschland

Spannender Lese-Hinweis: geht mal bei Che gucken!

Zitat:
"Durch ihre Abwesenheit hat die Linke auf mehrer Ebenen versagt: sie ließ diese Menschen alleine, wodurch das Gefühl kaum zu unterdrücken war, der Mehrheitsgesellschaft sind ihrer Sorgen egal. Wenn noch nicht mal die Linken bei Ihnen sind, wenn westlich finanzierte und politisch gedeckte Bomber ihre Familien bedrohen, dann erscheint die Gesellschaft nicht gerade einladend.

Die Linken versäumten darüber hinaus eine seltene Chance, mit diesen Leuten in Kontakt zu kommen, zu denen sie aus ihrer sozialen Lage heraus sonst kaum organische Beziehungen haben. Sie versäumten ihre Funktion, einen emanzipatorischen Kanal für eine legitime Wut zu schaffen, eine politische Heimat zu eröffnen, in der auch die biographische Heimatfindung erleichtert wird. Diese Chance werden sie sobald nicht mehr bekommen.

Denn während der überwältigende Teil der Linken mit ihrer Passivität, Ignoranz und Ansätzen von Zynismus faktisch bei Merkel stand,[...]"

Der gesamte Text findet sich hier:
Klick!

Montag, 5. Januar 2009

Wunschtraum vs. Realität

Ein Blogger schreibt - und ich zitiere:
"Als politisch links orientierter Mensch, und Mitglied der Linken werde ich natürlich hin und wieder gefragt was die Linke denn meiner Meinung nach besser machen will.[...]
Was ich mir von der Linken erhoffe, ist einfach eine gerechtere Politik.

dabei geht unter anderem darum:
[...]
- Erhöhung der Hartz IV Regelsätze (bzw. bedingungsloses Grundeinkommen)[...]"

Jetzt wissen wir, dass die Linke auf Bundesebene wohl doch bei H-IV (bzw. einer Form davon) bleiben möchte. Was ich - genau wie bei jeder anderen Partei - für einen enormen Fehler halte.

Und spricht man ihn darauf an - und ich zitiere mich selbst aus einem Kommentar bei ihm:
"Was aber mit dem Spitzenbeschluss der Partei “Die Linke” kurz vor dem Jahreswechsel in Berlin, an dem Modell grundsätzlich festhalten zu wollen?"

Bevor er wieder mit seiner in meinen Augen niveaulosen Art (und vielleicht auch nicht ohne eine gewisse Portion Neid) versucht, mich persönlich anzugehen, schreibt er - und ich zitiere erneut:
"Aber im Ernst. Berlin und die dortige Rot- Rot Regierung ist auch unter den Linken ein ständiges Ärgernis. Das dortige verhalten wird von vielen Mitgliedern der Linken verurteilt."

Gute Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hat.

Freitag, 2. Januar 2009

Inkonsequent?

Sagt mal,
die Drogenbeauftragte fordert ja gerade 0.3 Promille als Grenze für den Führerscheinentzug. Und bringt nebenbei höhere Steuern ins Gespräch.

Stellt sich die Frage ob das nicht wie die "sanfte Erhöhung" der Tabak-Steuer einfach Lobby-Politik ist? Ich meine, was spricht eigentlich gegen 0,0? Höhere Steuern bringen dem Staat was, werden mit Sicherheit aber kaum das Unfallproblem lösen. Ich meine, Alkohol ist schon arg teuer, aber hat das die Flat-Rate-Partys am Entstehen gehindert??

Und ja, ich kann das fordern, weil für mich schon immer galt, dass ich absolut nicht trinke, wenn ich Auto fahre. Und lieber selber fahre und nüchtern bleibe, als Mitfahrer bei jemandem zu sein, der "einer geht doch" als Motto hat.

Also: wenn dann richtig und 0,0 Promille für Auto- und Motorradfahrer.

Und nicht wieder sowas wie bei der Tabak-Steuer: Nur nicht zu streng, sonst hören zu viele auf!

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Wenn Kompetenzen um Komeptenz rangeln - Part II

Ehrlich... ich hab ja gedacht, ich hätte das Problem in der Form nicht. Aber offensichtlich ist es doch ein eher grundsätzliches Problem, auf das mich Herr Prospero ja schon aufmerksam machte.

Und jetzt ereilt es auch mich:
This message was created automatically by mail delivery software.
A message that you sent has not yet been delivered to one or more of its
recipients after more than 24 hours on the queue.

The message identifier is: 1LHgbU-0006iE-Gm
The subject of the message is: Ihre Website
The date of the message is: Tue, 30 Dec 2008 16:33:53 +0100

The address to which the message has not yet been delivered is:

ratsgruppe@linke-herne.de
Delay reason: Connection timed out

No action is required on your part. Delivery attempts will continue for
some time, and this warning may be repeated at intervals if the message
remains undelivered. Eventually the mail delivery software will give up,
and when that happens, the message will be returned to you.


Ja, so ist das. Wenn schon der Webadmin nicht mit dem CMS umgehen kann, erwarte ich dann wirklich einen funktionieren Mail-Dienst? Ich meine, was kann man denn da falsch machen?

*seufz*

Kleiner Witz am Rande ist, dass mein Spamfilter die Mail aussortiert hat. Nicht wegen der Inhalte, sondern weil mehr als 200 Leute die gleiche, bzw. eine sehr ähnliche Mail bekamen... Im Klartext bedeutet dass: im Zeitraum x haben mindestens 200 Leute versucht eine Mail an jemanden zu verschicken und haben die gleiche Fehlermeldung wie ich bekommen. Vermutlich ging es um den gleichen Empfänger, sonst würde der Spamfilter das wohl nicht so kategorisieren ;-)

Und die Fehlermeldung kommt nicht vom Die Linke Server, sondern von meinem, der nicht in der Lage ist, die Mail zu übergeben. Aber es weiter versuchen wird. Er ist einer von den Guten!

Dienstag, 30. Dezember 2008

Gastbeitrag von Mimi Müller: Jahresende

Würd ich heut noch Kolumnen auf meine alte Reiseschreibmaschine tippen, wie dammals, als ich vor etwas mehr als einem Jahrzehnt damit anfing, dann hätt ich gezz nen netten Haufen zusammengeknüllten Papiers neben mir auffen Boden liegen und wär mitte Nerven am End.

Redaktionsschluß vorbei, bevor die Post in Düssburch is. Weil, datt dauert heut, bis die Post kommt, weil unsere Briefträger ja immer widder unter de Last der Werbebrosschürn zusammenbrechn, die se ausliefern müssen.

Briefe laufen mehr so am Rand mit, wenn noch Platz is, zwischen Reklame. Danke. Wir wissen, was ihr leistet. Wir schleppen es dann bis zum Conatiner. Ach, datt warn noch Zeiten, dammals, vor 12 Jahre, quasi aum Wickeltisch des Medienzeitalters. Als ich noch zu Hause bleiben musst, wenn ich auf ein Anruf wartete. Wo ich ein Blatt Papier ausse Maschine riss und zusammengeknüllte, weil et keine „Entf“-Taste gab auf Gabriele.

Et gab ein Leben ohne Maus und Körsor, eins mit Farbband und Papier. Und ohne Kopierfunktion. Man schrieb Briefe von Hand und es gab ein Postamt. Man ging rein und konnte dort Marken kaufen. Et gab Züge, die kamen und Ärzte mit Zeit. Ach, ach, ach. Egal. Ich sitz gezz jedenfalls schon seit Stunden hier anne Tastatur, will watt Lustiges zum Jahresende schreiben und watt kommt dabbei heraus? Bissich. Ich werd immer wieder bissich.

Ich denk an die Truppe im Rathaus und zack: flet- schen sich die Zähne. Inne Tastatur, die wo watt heutzetage Kiiboord heißt und billiger is, als datt Porto für ein Päcksken. Au bei Gedanken an Phrasen-Dressler - sons ein immerwährender Garant für Lachkrämpfe aller Art (ganz anders, als dä Sauerländer: dä taugt nur für Albernheiten) – nix.

Immer nur dieser Beissreflex.

Jansen, dä Kulturkasper? Da lachen nich ma mehr die Hühner. Die BlindGrüne Bürgermeisterin, auch immer fürn Späßchen gut? Fehlanzeige. Da bleibt selbß dä Beissreflex noch aus - da fällt mir einfach nur die Kinnlade runner. Kein Lächeln am Fuss der Leiter, nur Elend am Ende der Fahnenstange.

Abber näxtes Jahr wird alles besser. Klar!

Da is endlich widder Wahlkrampf, da wird sich monatelang jeder so gut blamieren, wie er nur kann, und wir kriegen endlich endlich endlich wieder so richtich watt zu lachen. Spätestens am Wahlabend. Da werden wir uns die Bäuche halten und übber die Teppiche rollen. Bis dahin dürfen wir abber schomma nippen. Am diskreten Scharm der Demokratie. Und uns in stiller Vorfreude üben.

Kucken se ma, datt sind eben harte Zeiten gezz. Sowatt kommt immer ma widder vor, sonne Durststrecke. Et kommt gaa nich so sehr drauf an, ob wir dies Jahr watt zu lachen hatten. Mein Omma hat gesacht, et kommt drauf an, wer zuletzt lacht. Und datt is dä Bürger am Wahltach.

Wenner will. Weiler kann. Also Sie.

Und dann, wemmann widder zu Atem gekommen is, nachdem man sich ausgeschüttet hat, vor Lachen, am Wahltach, dann muss man se inne Pflicht nehmen, die, die man gewählt hat. Au datt kann Spaß machen, wir hamet nur nonnich ernsthaft versucht.

Demokratie is nemmich an sich schon so lustich, datt jeder von uns quasi ein geborenen Komiker is – da brauchen wir keine falschen Clowns. Stellense also dä Thyssensekt ruhich schomma kalt, dies Jaahr war Selters, näxtes Jaah hamwer ne Verabredung mit Witwe Klicker...

Prost, Glück Auf und: Auf Wiedersehn, Tana Schanzara.

Du fehlst.

Jetzt und in jedem kommenden Jahr.
Vielen lieben Dank an die Autorin für die Erlaubnis zur Veröffentlichung...
Ihre Website ist hier zu finden: klick!

Wie gehabt: Zeilenumbrüche eingefügt...

Wenn Kompetenzen um Komeptenz rangeln ;-)

Es gibt manchmal Dinge im Leben, die will und kann man nicht glauben.

Es ist so: Mischt man in der Politik mit, wird man angefeindet und angefreundet. Leider kann man sich weder die Feinde, noch die Freunde in den meisten Fälle aussuchen. Und natürlich bekommt man allerlei vorgeworfen. Zu den liebsten Vorwürfen die man mir macht gehört, dass ich politisch festgefahren sei. Was nicht einer gewissen Komik entbehrt, weil für mich keine Partei um Rat gefragt hat, sondern immer ein Mensch und ich daher verschiedenen Parteien in verschiedenen Funktionen schon beratend helfen durfte. Bzw. halt den dahinter stehenden Menschen.

Nicht unlustig ist natürlich auch die Spannung: Während der SPD-OB-Kandidat in Duisburg seine neue Website ja schon länger online hat und diese ganz bewusst auf Kommunikation via Blog und eMails ausgerichtet wird - und so auch angenommen wurde - bastelt der dortige CDU-Kandidat noch immer. Oder lässt basteln. Und seit vielen Wochen schon lese ich auf seiner Website: "Meine neue Präsentation wird ab Dezember / Januar für Sie unter [] erreichbar sein." Und bald ist ja auch Januar und spätestens dann sollte die Spannung ein Ende haben, wie er der SPD kontert.

Ich mag diese Art von Wettkampf. Ich mag es, wenn man sich fair misst und das führt zu einem weiteren Punkt: Die Linke. Anders, als von wenigen wohl angenommen wird, interessiere ich mich sehr wohl auch für Die Linke. Was ja zu meinem Urteil führt, dass es für mich schwer bis unmöglich ist, in ernste Diskussionen mit den mir begegneten Mitgliedern der Partei Die Linke einzutreten.

Jetzt hat Die Linke in Duisburg natürlich auch eine Website. Und während sich über Geschmack streiten lässt, gibt es doch zumindest Inhalte und Aussagen. Nach meinem Eindruck deutlich weniger (sowohl die OL- als auch die KV-Seite) zur Diskussion einladend, aber immerhin Inhalte.

Nun tritt ein Blogger sehr stark für Die Linke in Herne ein. Auch wenn er kürzlich seine eigene Rolle in der Öffentlichkeit dahingehen konkretisierte, dass er nicht deren Sprecher ist:

Das muss er auch nicht sein, weil seine Worte auch für sich stehen können.

Und das, was dahinter steht: Schaut man nämlich auf die Website des Kreisverbandes in Herne, empfängt einen an den meisten Stellen gähnende Leere oder der berühmte Hans Mustermann. Denn Die Linke dort hat wohl das CMS übernommen, aber bisher kaum Inhalte hinterlegt.

Das ist schon unangenehm genug.

Schlimmer wird es aber, wenn jener Blogger jetzt 2 Aussagen postuliert, die nach meiner Interpretation den Schluss zulassen, dass er Einblick in die Interna hat, wenn er nicht sogar der angesprochene Admin ist:
  1. Er schreibt, es sei kein technisches Problem vorhanden, es sei einfach so, dass noch keine Inhalte vorlägen und die Website ja auch erst seit 3 Wochen online ist
  2. Weiter schreibt er, dass der Admin ohnehin (noch) nicht in der Lage ist, das im Hintergrund laufende System zu bedienen. Er spricht davon, dass der Admin sich erst einarbeiten müsse.
Die Linke in Herne muss sich m. E. nach jetzt fragen lassen, ob ihr klar ist, welchen immensen Image-Verlust solche Aussagen potentiell mit sich bringen:

3 Wochen sind im Internet eine kleine bis mittlere Ewigkeit. Eine leere Website ist schon fast das Schlimmste. Aber dann noch verlauten zu lassen, dass der mit der Betreuung vertraute Mensch vielleicht gar nicht in der Lage ist, die Betreuung durchzuführen, ist ein Desaster. Rein vom Marketing-Charakter einer solchen Website aus betrachtet.

Und was macht man in so einem Fall?

Ich habe einfach mal Die Linke in Herne angeschrieben und gebeten, mir zu sagen, was man vorhat, was kommen wird. Kommt eine Antwort, steht sie hier.

Montag, 22. Dezember 2008

Kennt Ihr Hagen Rether?

Samstag, 20. Dezember 2008

Die CDU in Duisburg mag moderne Sklavenarbeit

Es ist schon verblüffend, dass hin und wieder dann doch aktuelle Links bei der Duisburger CDU findet. Gemeinhin befindet sich die Seite im Winterschlaf, nur wenn man die Webseite der Ratsfraktion anklickt kann man hin und wieder doch aktuellere Presseinfos finden. Die CDU hat es also endlich geschafft die Haushaltsrede vom 25.02., gehalten von der Fraktionsvorsitzenden Voß, auf die Webseite als PDF zu stellen. Schön, dass die CDU auch an die Silversurfer denkt - große Schrift, hoher Zeilenabstand. Für das Halten einer Rede und eventuelle Korrekturvorschläge durchaus sinnvoll - fürs Netz hätte man aus den 12 Seiten gut die Hälfte machen können.

Wer es momentan nicht so ganz verfolgt hat: Bisher konnte der Rat der Stadt Duisburg noch im bescheidenem Rahmen selbst entscheiden wohin welches Geld geht. Das ist aber endgültig vorbei, spätestens seitdem der Haushaltsentwurf tatsächlich verabschiedet wurde. Die Stadt, so hat Büssow, der Regierungspräsident, entschieden muss genauso wie Oberhausen sparen. Bis März hat die Stadtspitze Zeit einen neuen Entwurf vorzulegen. Im Vorfeld klang es bei der CDU ja danach, als ob die kulturellen Einrichtungen - freiwillige Leistungen, da setzt man gerne zuerst den Rotstift an - nicht ganz so hart rangenommen werden würden. Allerdings: Es klingt dann doch ewas anders. Ironischerweise beruft sich die CDU zu Beginn auch darauf, dass es ja ihr Ziel war den Haushalt zu konsolidieren. Hat ja hervorragend funktioniert...

Besonders bezeichnend bei der Rede, in der von "Gutsherrenmentalität" in Bezug auf den RP die Rede ist - Landesgartenschau-Entscheidung, aber dann selbst mal eben die World-Games 2013 absetzen knall auf Fall ist natürlich soo viel besser - ist ein Abschnitt in dem es um die Sauberkeit der Stadt Duisburg geht. Bekanntlich greift die CDU gerne auf den modernen Sklavenhandel - pardon - auf die Gemeinwohlarbeit zurück. So z.B. bei dem Bau der Bänke in der Innenstadt damals zur Forumseröffnung, die Putzstellen im Form sollen auch über Zwei-Euro-Jobs laufen wie man hört. Ja, die Stadt soll sauberer werden. Dazu stellt man aber etwa nicht reguläres Personal neu ein, nein, man hat doch jetzt bestätigt bekommen, dass Zwei-Euro-Jobber 30 Stunden arbeiten dürfen. Und Reinigungsmaßnahmen kommen dem Gemeinwohl aller zugute. Ob dann der normale Arbeiter deswegen keinen Job mehr bekommt, weil der Pool ja so groß ist und die Kosten so gering bei den Zwei-Euro-Jobs?

Und dann redet man davon, dass die Arbeitslosenzahlen sinken. Klar sinken die. Schließlich fallen Leute aus den offiziellen Zahlen heraus wenn man die in solche Maßnahmen steckt. Bravo, liebe Duisburger CDU! Das Dörfchen Schilda schickt bestimmt schon mal eine Einbürgerungseinladung an sie raus...

Freitag, 28. November 2008

Lieber Herr Clement!

Ich weiss, dass hier regelmäßig Leser aus den Kreisen der SPD aufschlagen. Das find ich gut. Falls darunter jemand ist, der den Herrn Clement kennt, ich würde gerne den Kontakt herstellen zwischen ihm und einem Brief:

Klick!

Bombay / Mumbai - Indien und der Terror

Es ist schwierig, sich eine Meinung über Dinge zu bilden, die man nicht direkt erlebt. Deswegen hofft man auf die Presse und hier kommt wieder der größte aller Vorteile des Internets zum Tragen: Die freie Wahl der Quellen.

Und am Beispiel Bombay sieht man im Moment sehr schön, wie schwer es sein kann, "verlässliche" Quellen zu finden. Das Spektrum reicht von Kommentaren im Tagesspiegel, die mich schlicht fassungslos machen, bis hin zu Kommentaren wie bei Fefe, die schon eher meiner eigenen Ansicht entsprechen können.

Damit sind wir dann auch am größten aller Probleme des Internets: Die Bewertung der Quellen. Alleine Google News liefert bei der Suche nach "terror mumbai" derzeit mehr als 26.000 Treffer, von denen schon die erste Seite voller Eye-Catcher ist: Flammen, Opfer, Gerettete. Der erste Anblick bestimmt die Gefühle.

Was also tun? Wie kann man aus der Flut der Informationen die herausfiltern, die einem helfen, ein realistisches, im Sinne von wahren Bild zu erzeugen?

Gibt es überhaupt "die Wahrheit"? In der BWL geht man ja hin und definiert den "Single Point of Truth". Eine amüsante Idee: Man weiss, dass eigentlich nix wirklich und 100% richtig ist, man entscheidet einfach, was man richtig finden will. Und ich fürchte, genau so muss es hier laufen, vermutlich kann es gar nicht anders laufen:

Die verschiedenen Arten von Lesern (kritisch, unkritisch, konspirativ) werden die Artikel anders lesen, anders wichten und im Ergebnis zu anderen Schlüssen kommen. Niemand wird sagen, was DIE Wahrheit ist, aber alle werden ihre Wahrheit finden.

Und über all dem steht, dass wieder Menschen völlig unnötig gestorben sind. Und das wir jetzt darüber diskutieren, wie und warum und überhaupt und im Endeffekt Entscheidungen getroffen werden, die in der Summe die Welt nicht besser machen werden. Stichwort: Chancen des BKA-Gesetzes.

Ich muss zugeben, das alles macht mich unwahrscheinlich traurig. Heute morgen im Zug noch darüber gesprochen, wie elend lange tiefgehende Veränderungen in der Gesellschaft brauchen, frage ich mich jetzt, ob mein eigenes Wirken überhaupt ausreichen wird, zumindest in meinem winzigen Einflussbereich auf eine besser Zukunft hinzuwirken. So Nachrichten wie die aus Mumbai lassen mich daran zweifeln.

Und leider auch, ob die Menschheit insgesamt überhaupt gewillt und befähigt ist, besser zu werden.

Traurig.

unkreativ

& ohne Bedeutung!

Geh weg!



A pretty woman is a welcome guest.
- Lord Byron










Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen.
- Wolfgang Schäuble



hier rollt der Übwachungsminister...o
L_/
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